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SMS-Nachrichten

Sternsingeraktion an der SMS

33 Sternsinger aus der Klasse 5c zogen am Freitag, den 09.01.2026 durch die Klassen der Unterstufe und den Leitungsflur der Marienschule. Angetan mit Gewändern bzw. Umhänge und ausgerüstet mit großen Tragesternen klopften jeweils 11 Schülerinnen in drei Gruppen an die Klassenzimmertüren aller 5. und 6. Klassen.

Nachdem sie sich aufgestellt hatten, gaben sie ihren Mitschülerinnen eine kurze Erklärung zum sogenannten Dreikönigssingen, das am Ende des alten und Anfang des neuen Jahres deutschlandweit Tradition ist. Wie damals die drei Weisen dem Stern folgten, der sie zum neu geborenen Gottessohn nach Bethlehem führte, sind auch heute Kinder und Jugendliche auf dem Weg, Jesus zu begegnen und die Botschaft von Weihnachten zu den Menschen zu tragen. Motiviert werden die jungen „Könige“ vom jeweiligen Motto der Sternsingeraktion. In diesem Jahr heißt es „Schule statt Fabrik“ – Sternsingen gegen Kinderarbeit. Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ schreibt: „Millionen Kinder auf der Welt gehen nicht zur Schule. Statt Lesen zu lernen, Sport zu treiben oder mit Freunden zu spielen, müssen sie hart arbeiten – oft in staubigen Fabriken oder auf gefährlichen Baustellen. Das ist ungerecht. Denn jedes Kind hat ein Recht auf Bildung, auf Spiel und auf eine sichere Kindheit. So steht es in den Kinderrechten der Vereinten Nationen.“ Die Sternsingeraktion 2026 macht besonders auf Schicksale von Kindern in Bangladesch aufmerksam.

Zum Brauchtum des Dreikönigssingen gehört, dass die Sternsinger am Ende den Segen an die Türen schreiben: Christus mansionem benedicat. (Im Volksmund werden C+M+B auch im Hinblick auf die legendären Namen der drei Könige Caspar, Melchior und Baltasar gedeutet.)

Möge der Segen auch im 81 Jahr der Schönstätter Marienschule seine volle Kraft entfalten.

Text zur HinfÜhrung auf den Dreikönigsauftritt

Hi, heute ist der 10. Januar. Am 6. Januar war das das Fest der Heiligen Drei Könige. Rund um den Dreikönigstag sind die Sternsinger in ganz Deutschland unterwegs. Sie bringen gute Neuigkeiten: Gott ist allen Menschen ganz nah. Sein Sohn Jesus ist geboren. Das haben wir an Weihnachten gefeiert. 

Die Sternsinger erinnern mit den Gewändern an die Heiligen Drei Könige, die zum Jesuskind kamen. Ihr kennt sicher die Geschichte aus der Bibel: Drei Weise aus dem Morgenland kamen nach Betlehem. Auf ihrem Weg hatten sie sich an einem besonders hell leuchtenden Stern orientiert. Dem Kind in der Krippe schenkten sie Gold, Weihrauch und Myrrhe. 

Als sie zurückkehren, erzählen sie von ihrer Begegnung mit Jesus, Maria und Josef und von dem Segen, den Gott jedem Menschen schenken möchte. Heute bringen Kinder als Könige den Segen in alle Häuser

Ihr hört gleich ein Sternsinger-Gedicht und dann kleben wir den Segen an eure Tür, wenn ihr einverstanden seid. Es geht los mit dem Gedicht!

 

Sternsinger

(von A. Lübke)

Den weiten Weg vom Osten her,
den nehmen wir in Kauf,
wir gehen Richtung Westen hin,
bergab und auch bergauf.

In Höfen und Palästen, ja, 
da haben wir gefragt,
wo nun der König residiert,
denn von ihm wird gesagt,

dass keiner wohl ihn übertrifft
an Reichtum und an Macht.
Freunde, lasst uns weiterziehn,
das wäre doch gelacht.

In diesen edlen Kleidern nun,
mit Gaben kostbar viel,
ja, sehen lassen kann sich dies,
wir haben wirklich Stil.

Den Weihrauch, Myrrhe und das Gold,
die bringen wir ihm gern,
so kostbar sind die Gaben hier,
wir folgen diesem Stern.

Doch wundert mich die Landschaft sehr,
erbärmlich ist es hier:
Nur weite Felder, Baum und Strauch,
die Schafe hören wir.

Der Stern vor uns, der zeigt uns klar,
da vorne muss es sein.
Das Ziel ist nah, doch denke ich,
wer lässt uns da wohl ein?

Ich öffne jetzt die Tür am Haus,
ein Irrtum wird es sein.
Ich sehe weder Prunk noch Pracht,
der Stall ist viel zu klein.

Ein Kind, die Eltern find ich hier,
das ist doch sonderbar.
Dafür hab’n wir den Weg gemacht,
bergab, bergauf, nicht wahr?

Und dennoch spüre ich ein Licht,
die Liebe, Gottes Glanz,
die diesen armen Stall umhüllt
mir Hoheit voll und ganz.

Dies Kindlein zieht uns magisch an,
von ihm geht aus die Kraft,
die überall auf dieser Welt
den wahren Frieden schafft.

Maria, wir schenken diese Gaben hier
voll Ehrfurcht deinem Sohn,
der einst ein wahrer König wird
auf Gottes großem Thron.

Nimm die bescheid‘nen Gaben an,
wir öffnen dir das Herz.
Du bist die göttlich Liebe ja,
du wandelst jeden Schmerz.

Anbetend beugen wir die Knie
und werden wieder gehn,
doch nehmen wir den Segen mit,
wir haben ihn gesehn,

den König aller Könige;
was hab’n wir für ein Glück!
mir ist, als spüre ich in mir
vom Himmlischen ein Stück.

Die Hände sind auf einmal leer,
doch fühlen sie sich an,
als ob jemand darein getan
das Glück, die Freud, die dann

von uns getragen werden kann
in diesen, euren Raum,
wir lassen nun den Segen hier,
ihr könnt sehr gern zuschaun.

Christus mansionem benedicat –
Christus segne dieses Haus
Wir kleben jetzt den Segen an
und ziehn dann froh hinaus.