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Die Biologie-Oberstufenkurse besuchen die Permakulturfläche vom Freundeskreis Marienland e.V. und die Weitersburger Streuobstwiesen (W.I.S.O.)

| Biologie, 2026/27

Im Rahmen der School Nature Challenge 2026 der Universität Koblenz besuchte am 07.09.2026 der Grundkurs Biologie die Weitersburger Streuobstwiesen, um möglichst viel der dortigen Biodiversität zu erfassen. Pilze, Pflanzen und Tiere wurden fotografiert und mit Hilfe der App iNaturalist bestimmt. Auf diese Daten greifen auch Biodiversitätsforscher zu und nutzen diese für ihre wissenschaftlichen Studien.

Am 09.09.2026 führte zusätzlich der Leistungskurs Biologie 13 eine Exkursion zur Permakulturfläche des Freundeskreis Marienland durch mit dem gleichen Ziel.

Im ersten Moment scheint es nicht viel Leben zu geben, wenn man jedoch genau hinschaut, entdeckt man eine Vielzahl von Blütenpflanzen und Kleintieren wie Heuschrecken, Käfern, Spinnen und Faltern wie zum Beispiel den wunderschönen Hauhechel-Bläuling. Die Rolle solcher naturbelassenen Flächen inmitten unserer Agrarlandschaft kann so eindrücklich vermittelt werden. Schließlich dienen diese Kleintiere wiederum vielen Vögeln, wie dem beobachteten Grünspecht, aber auch Igeln und Eidechsen als Nahrung. Der Begriff Ökosystem mit seinen Nahrungsnetzen und Verflechtungen der verschiedenen Lebewesen wird klarer und greifbarer für die Schülerinnen.

Prof. Dr. Finja Grospietsch von der Fachdidaktik Biologie der Universität Koblenz verfolgt mit dem Wettbewerb nicht nur das Ziel einer Challenge, sondern vielmehr geht es um das Konzept Lernen durch Engagement. Durch diesen Wettbewerb werden die Schülerinnen dazu animiert, genau hinzusehen, Artenvielfalt zu entdecken und Artenkenntnis zu erlangen.
Jetzt plötzlich kann ich der Blume am Wegesrand, die ich jeden morgen auf dem Schulweg sehe, einen Namen geben und lerne etwas über sie. Zusätzlich nutzen die hochgeladenen Beobachtungen Wissenschaftlern, die Biodiversität zu erfassen und zum Beispiel durch den Klimawandel bedingte Veränderungen  oder die Ausbreitung von gebietsfremden Arten zu beobachten. Es handelt sich also um ein echtes Citizen Science Projekt.

Wir bedanken uns bei Ernst Hens (W.I.S.O.) und Prof. Dr. Michaela Lomb (Freundeskreis Marienland e.V.) für die Möglichkeit, auf ihren Flächen arbeiten zu können!

Klaus Ullenbruch