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Latein ist tot?! Nein, Latein lebt! · 09.07.2015

Warum sich noch mit einer Sprache quälen, die längst ausgestorben ist? – Ganz einfach: Latein ist gar nicht so tot, wie viele meinen. Wir möchten hier eine Sprache vorstellen, die seit hunderten von Jahren immer noch existiert und an Bedeutung nur wenig eingebüßt hat.

1. Latein für Deutsch
Das klingt zugegebenermaßen abenteuerlich, aber es hat sich gezeigt, dass Schülerinnen und Schüler, die Latein lernen, ihre eigene Sprache besser beherrschen.

2. Latein goes Quizduell
In gleichermaßen beliebten und bekannten Quizrunden wie „Wer wird Millionär“ oder dem „Quizduell“ können Menschen, die Latein in der Schule hatten, deutlich bessere Ergebnisse erzielen als andere.

3. Latein = Kultur
Nur wer seine eigene Geschichte begreift, kann aus ihr lernen und verstehen, wie wir heute zu dem geworden sind, was wir sind. Antike Mythen überlebten in vielerlei Hinsicht (z. B. in dem Jugendbuch Percy Jackson, in Opern etc.), aber auch die Schrift der Römer benutzen wir heute noch. Viele wissenschaftliche Ideen und philosophische Ansätze kennt jedes Kind und sie werden sogar an Universitäten gelehrt. Auch die Anzahl der Filme – seien es Dokumentationen oder auch Spielfilme wie Troja oder Gladiator – spiegeln die Lebendigkeit und Faszination der Antike wieder.

4. Apropos Uni…
Das Latinum ist nach wie vor und entgegen vieler Spekulationen immer noch Voraussetzung für viele Studiengänge, wie Medizin, an manchen Universitäten sogar für Romanische Sprachen, Archäologie und Geschichte. Bei vielen anderen Studiengängen ist Latein äußerst nützlich und hilft beim Erlernen vieler Fachbegriffe. Was man in der Schule mit ausreichend Zeit erlernen kann, musste so mancher Student schon an der Uni in nur einem Jahr nachholen und nicht wenige sind daran gescheitert.

5. Karriere mit Latinum?
Auch nach der Uni haben viele ehemalige Lateinschüler/innen häufig die besseren Jobchancen. Sie brillieren bei den Unternehmen damit, dass sie komplexe Texte schneller begreifen, sprachlich insgesamt fitter und rhetorisch geschulter sind. Außerdem schätzen die Chefs an diesen Bewerbern, dass sie Dinge in Kontext setzen können und insgesamt eine höhere Frustrationstoleranz haben. (Nachzulesen in UNICUM 04/2013). Zwar ist ein Latinum kein Einstellungskriterium, es fällt aber bei Vorstellungsgesprächen positiv auf.

6. Latein und seine Töchter
Es ist steht nachweislich fest, dass Menschen, die Latein gelernt haben, durchschnittlich mehr Fremdsprachen erlernen als die, die sich mit dieser faszinierenden Sprache nicht auseinander gesetzt haben. Das liegt zum einen daran, dass Latein die Mutter aller romanischen Sprachen ist. Aus Latein haben sich beispielsweise Französisch, Spanisch oder Italienisch entwickelt, die bis heute ihre Nähe zur Muttersprache Latein in Bezug auf Vokabular und Grammatik nicht verloren haben. Sogar ein beachtlicher Teil des englischen Wortschatzes ist aus dem Lateinischen. Wer Latein kann, kann auch Vieles in den Töchtersprachen lesen und verstehen. Ein weiterer Grund dafür, dass Lateinlerner insgesamt mehr Fremdsprachen erlernen, ist, dass Latein ein grundsätzliches Verstehen von Sprache ermöglicht und Strukturen aufzeigt. Was man einmal verstanden hat, braucht man nicht immer wieder neu zu lernen.

7. Lateiner on Tour
Auch wenn ein direkter Austausch im fiktiven Latein-Land nicht möglich ist, so bringen wir unsere Schülerinnen doch so nah an diese Sprache und Kultur heran, wie irgend möglich. In vielen unterschiedlichen und ansprechenden Exkursionen an die Saalburg, nach Köln oder Ahrweiler oder aber mit Workshops, Kochkursen und dem Herstellen eigener Tuniken haben die Schülerinnen Gelegenheit, Latein und die Römer zu erleben.

Christina Bayer

 



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