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Workshop in der ehemaligen Synagoge Niederzissen · 12.07.2022

Am Samstag, dem 9. Juli 2022, haben wir, drei Schülerinnen aus der 10c, an einem konzeptionellen Workshop für professionelle Schulungsmaterialien der Synagoge in Niederzissen teilgenommen. Im Januar hatten wir mit der gesamten Klasse eine Exkursion zu dieser besonderen Gedenkstätte gemacht und uns im Unterricht ausführlich mit dem Thema Judentum und Antisemitismus auseinandergesetzt. Wir hatten dann vor einiger Zeit sogar die Ehre, die Klasse bei der Jubiläumsfeier zum 10-jährigen Bestehen der Synagoge als Erinnerungs- und Begegnungsstätte vertreten zu dürfen. Obwohl wir uns im Vorfeld nicht so recht vorstellen konnten, was uns nun bei diesem Workshop erwarten würde, haben wir den Tag mit großer Vorfreude und Neugier begonnen. Mit dem Zug machten wir uns um 08:45 Uhr, einige Minuten später als geplant, auf den Weg nach Sinzig, wo Frau Wagner bereits auf uns wartete. Nach einer kurzen und äußerst unterhaltsamen Autofahrt erreichten wir unser Ziel sogar noch einige Minuten vor dem offiziellen Beginn des Workshops.

Dieser startete pünktlich um 10 Uhr mit einer Begrüßung und Vorstellungsrunde, bei der deutlich wurde, dass alle Teilnehmenden große Erwartungen an den Tag legten. Die bunte Gruppe bestand aus Schülerinnen, Lehrerinnen und Lehrern sowie Mitgliedern des Fördervereins und des Kultur? und Heimatvereins Niederzissen. Nach einer Einführung in die Tagesordnung sowie einer Definition der wichtigsten Meilensteine und Themen fanden wir uns in Kleingruppen von jeweils 3-4 Personen zusammen. Dort fand dann nach didaktischem Prinzip (Grüße an Frau Wagner ;) ) ein Austausch über die jeweils für uns wichtigsten Themengebiete und Zielgruppen der geplanten Schulungsmaterialien statt. Die Ergebnisse wurden im Anschluss den anderen Gruppen vorgestellt, wodurch nach und nach ein Cluster entstand.

Dabei verloren wir vor lauter Kommunikationsfreude die Zeit aus den Augen, weshalb Kaffee-und Mittagspause zusammengelegt werden mussten. Gegen 13 Uhr ging es dann, gestärkt von Keksen und Pizza, zurück an die Arbeit in den Kleingruppen. Ziel war diesmal eine gruppeninterne Konkretisierung der drei für uns wichtigsten Zielsetzungen, die die Schulungsmaterialien erfüllen sollen. Hier wurde mittels SWOT-Analyse gearbeitet, also die Betrachtung der jeweils internen Schwächen und Stärken sowie der externen Chancen und Risiken . Auch diese wurden im Anschluss vorgestellt.

Nach einer kurzen Kaffeepause hatten wir dann die Aufgabe, für die bisher erarbeiteten Meilensteine, Zielgruppen und Zielsetzungen mithilfe von Formatfindungen einen Lebensweltbezug herzustellen.

Abschließend wurden bis 16:15 Uhr alle Ergebnisse des Tages festgehalten und die weitere Vorgehensweise besprochen. Bis September werden wir uns dem Themengebiet der veranschaulichten Darstellung der jüdischen Feiertage für die jeweiligen Altersgruppen zwischen 5 und 20 Jahren widmen. So sollen Unterrichtspakete erstellt werden, die Lehrpersonen oder LeiterInnen von Jugendgruppen anleiten und bei der Vor- und Nachbereitung eines Besuchs in der ehemaligen Synagoge Niederzissen unterstützen. Als einzelne Schwerpunkte haben wir beispielsweise Toleranzerziehung oder die historische Wissensvermittlung anhand von praxisbezogenen Formaten zum Ziel.

Für uns war dieser Tag ausgesprochen lehrreich und interessant. Der bereichernde Austausch mit den „Experten“ dieser besonderen Synagoge sowie mit Lehrern von anderen Schulen ermöglichte zahlreiche neue Eindrücke und Kontaktknüpfungen. Wir alle sind stolz auf die Ergebnisse dieses Tages und blicken mit Vorfreude auf die weitere Zusammenarbeit.

(Anabell U., 10c)

 



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