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75 Jahre Schönstätter Marienschule · 19.07.2021

Am 1. Oktober 2019 läutete die Schulgemeinschaft das Jubiläumsjahr unter dem Motto „Miteinander fair leben“ ein. Motto-Wochen, die den fairen Umgang mit der Umwelt, miteinander und mit Gott einüben sollten, konnten wegen der Coronakrise nur zum Teil durchgeführt werden. Eine für Oktober 2020 geplante große Jubiläumsfeier war nicht möglich. Doch am 14. Juli 2021 fand das Jubiläum in einem coronagemäßen kleinen Rahmen statt.

Als am 14. Juli um 10 h auf dem Schulgelände „I like to move it“ erklang, begaben sich die Schülerinnen der 5. bis 10. Klassen mit ihren Windrädern auf den Schulhof. Dort sorgte ein Musikensemble unter der Leitung von Frau Jocks für Schwung und Begeisterung.

Aus einem Schnellhefter, der im Müll gelandet wäre, hatte jede Schülerin ein Windrad gebastelt. Eine Schülerin erklärte, wie viel Wind und Sturm die Coronakrise für das Leben zu Hause und in der Schule mit sich gebracht hat.

Am Symbol des Windrads wurde den Schülerinnen klar, dass sie viel bewegen können, wenn sie miteinander fair leben.

Mit Weihbischof Peters erlebten die Schülerinnen einen bewegenden Wort-Gottesdienst.
In seiner Ansprache verknüpfte er das Symbol des Windrads mit dem Motto und dem Evangelium vom Hauptgebot der Liebe: Gott lieben, seinen Nächsten und sich selbst.
Er meinte, in der Klasse fair zu sein, setze eine Haltung voraus, zu der man sich entscheiden müsse. Dazu seien Vorbilder wichtig.

Indem die Schülerinnen ihre Windräder hochhielten, bestätigten sie die Worte des Bischofs, dass es gut tut, Fairness zu erleben und dass dies eine Wirkung auf das Miteinander der Menschen hat.

Bei manchen Liedern gingen die Schülerinnen in die Hocke, bei anderen schwangen sie ihre Windräder und beim Schuljubiläumssong von Wilfried Röhrig klatschten sie. Dort heißt es im Refrain: „Miteinander, füreinander, mit Respekt und fair gestalten wir die Welt. Miteinander, füreinander – Gott lädt uns ein. Unser Einsatz zählt.“

Aufmerksam hörten die Mädchen zu, als der Bischof sagte, Gott lade zur Achtsamkeit ein, auch im Blick auf das eigene Leben, die Privatsphäre. Es sei fair von Gott, dass er uns zuerst Jesus geschenkt hat; an ihm könne man Gottes- und Nächstenliebe ablesen.
Mit dem Beispiel einer überraschenden HÜ (Hausaufgabenüberprüfung), bei der Schüler ihre Gedanken zu einem weißen Blatt mit einem schwarzen Punkt in der Mitte schreiben sollten, regte der Bischof zu positiv bewegendem Handeln an: nicht nur auf den schwarzen Punkt (Störendes) schauen, sondern das große, weiße Feld sehen, die Möglichkeiten freier Selbstgestaltung nutzen.

Nach dem Segen endete für fast alle jüngeren Schülerinnen der Schulvormittag. Die Klassensprecherinnen, die Oberstufe und die Lehrer machten sich auf den Weg zur Pilgerkirche, wo sie mit dem Weihbischof und einigen Gästen Eucharistie feierten. Vor dem Altar standen bunte Windräder.

Der Gottesdienst wurde wieder festlich umrahmt vom Musikensemble unter der Leitung von Frau Jocks.

In seiner Predigt griff Weihbischof Peters die Lesung vom Schöpfungsbericht und das Evangelium vom Hauptgebot der Liebe auf. Er führte aus, dass wir unseren Platz auf dem blauen Planeten haben, Teil des „Menschenhauses“ (Papst Franziskus) sind. Für den Umgang damit müssten wir einmal Rechenschaft geben. Als beseelte Menschen bräuchten wir das übernatürliche Leben, geschenkt in der Taufe und symbolisiert im Windrad. Um in Bewegung zu kommen, müsse das Windrad einem anderen Element – Wind, Sturm – ausgesetzt werden. Als Getaufte könnten wir unseren Glauben nicht einfach wie eine Jacke in der Schule lassen; vielmehr sollten wir uns mit der Botschaft des Glaubens in die Welt hineinbewegen. Gott gehe fair mit uns um; denn er habe uns Freiheit gegeben, unserem Leben Gestalt zu geben und helfe uns, das Liebesgebot – den fairen Umgang – zu leben. Das schließe ein, die Menschen rechts und links von mir wahrzunehmen, nicht nur die Menschen zu lieben, die ich mag, sondern jedem Menschen gut sein zu wollen.
Der Bischof lenkte den Blick auf die Menschen, die vor, an und hinter der Tafel ihre Rolle spielen und dankte für 75 Jahre Schönstätter Marienschule. 1945 sei Deutschland in Schutt und Asche gelegen. Später habe ein Bundeskanzler von „blühenden Landschaften“ gesprochen, die entstanden seien. Zu diesen blühenden Landschaften gehöre Schönstatt und die Schönstätter Marienschule sei darin ein Juwel.

Nach der heiligen Kommunion übereignete Sr. M. Gabriele, die Schulleiterin, die Schulgemeinschaft in einem Gebet der Sorge der Gottesmutter. Was sie für die Schule bedeutet, wurde in der 3. Strophe des Jubiläumsliedes gesungen: Sie ist das Herz der Schule, mit der unsere Liebe himmelwärts wächst.
Weitere Zuversicht weckte der Weihbischof am Schluss der Eucharistiefeier, indem er die Festgemeinde auf Maria als „wunderbare Patronin und Fürsprecherin“ aufmerksam machte.

Nach der Eucharistiefeier in der Pilgerkirche ging es zum Festakt in der Aula. Dort prangte die Jubiläumszahl als Collage aus historischen Schulfotos.

Nach sprechenden Bildern aus der Schulgeschichte begrüßten Schulleiterin Schwester M. Gabriele und Realschulrektorin Jennifer Weber die Gäste.

Unter den Gästen waren Weihbischof Peters, Sr. Marisa und Sr. M. Antonja als Vertreterinnen des Schulträgers, Vertreter aus der Politik und von der Schulbehörde, der Stiftung und den Freundeskreisen, Mitglieder des Schulelternbeirats, die Lehrpersonen, die Schülersprecherinnen, die Sekretärinnen und Hausmeister.
Herr Röhrig wurde als Komponist des Schuljubiläumslieds willkommen geheißen.

In ihrer Ansprache schlug Sr. Marisa eine Brücke von den gegenwärtigen schulischen Herausforderungen in der Coronakrise zu den Schwierigkeiten am Schulbeginn. Sie dankte allen, die von außen der Schule immer wieder Schwungkraft geben und würdigte den großartigen pädagogischen Einsatz der Lehrpersonen. Diese verglich sie mit großen Windrädern, die die Schülerinnen – die kleinen Windräder – angemessen in Bewegung setzen. Sr. Marisa verwies auf Pater Kentenich, den Gründer der Schule, der selbst Lehrer in Ehrenbreitstein war, und erläuterte die pädagogischen Grundsätze der Schönstätter Marienschule. Den christlichen Charakter der Schule machte sie an der Gottesmutter Maria fest. Wie sie sagte, lässt sich die Schulgemeinschaft nach dem Vorbild Marias von der Not der Menschen bewegen und setzt sich für die Partnerschule in Burundi sowie für Aktion „Lichtzeichen“ (Hilfe für junge Mütter) ein.
Zum Schluss wünschte Sr. Marisa erholsame Ferien, um neu für die schulischen Aufgaben aufzutanken.

Die Schülersprecherinnen brachten ihren Dank zum Ausdruck, „Bestandteil dieser großartigen Schule“ zu sein, Unterstützung und Ausbildung zu erhalten. Sie verhießen der 75 Jahre alten Schule, dass sie durch die Schülerinnen immer jung bleiben wird.

Mit dem anmutigen Klavierstück „lettre à ma mère“ leitete die Schülerin Nisa Baykara zu den Grußworten über.

Herr LRSD Immel vom Referat Gymnasium und Frau RSD Schüller vom Referat Realschule vertraten die ADD.

Nachdem Herr Immel Grüße der Landesregierung und der Bildungsministerin Dr. Hubig überbracht hatte, hielt er einen Rückblick auf die schwierige Entstehungszeit der Schule und ihre Entwicklung. Er bewunderte den zukunftsweisenden Mut Pater Kentenichs, eine Schulgründung zu wagen. Dieser Mut schwinge noch heute mit. Wie Herr Immel meinte, habe die Schönstätter Marienschule einen festen Platz in der Bildungslandschaft, gehöre zu den festen Pfeilern. Ein ruhiges und sicheres Lernklima zeichne die Schule aus. Sie sei immer ihrer Idee treu geblieben, wirke authentisch und habe gleichzeitig die Anpassung an gesellschaftliche Herausforderungen geschafft. Unterricht finde nicht nur im Klassenzimmer statt, sondern an außerschulischen Lernorten in einem vereinigten Europa. Er dankte dem Schulträger, der Schulleitung, dem Lehrerkollegium und den Mitarbeitern im Sekretariat und der Hausverwaltung, ohne die die Schule nicht länger als eine Woche existieren könne. Die Unterstützung der Schulbehörde sagte er für „hoffentlich noch viele weitere Jahre“ zu.

Mit ihrer rhythmischen Sportgymnastik boten Darleen und Laurice Reinermann einen meisterhaften Auftritt, bevor Politiker zu Wort kamen.

Herr Dobkowitz, der erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Vallendar, gratulierte im Auftrag von Herrn Pretz, dem Verbandsbürgermeister, und überreichte eine Urkunde. Er meinte, die Schule habe über die Verbandsgemeinde hinaus Strahlkraft. In Anlehnung an die Abkürzung SMS für die Schule und eine kurze Nachricht wünschte er der Schule eine „lang anhaltende Botschaft“.

Frau Herr sprach in Vertretung des Stadtbürgermeisters Heitmann. Durch persönliche Bezüge zur Marienschule wurde ihre Identifikation mit der Schule deutlich. „Miteinander fair leben“ stellt nach ihrer Meinung die Philosophie und Atmosphäre der Schule dar. Sie bekannte, dass man an der Schule sein möchte und der gute Ruf der SMS auch die Stadt Vallendar leuchten lässt.

Lea und Hanne Wächter schlossen mit dem schönen zweistimmigen Lied „Your Song“ von Elton John die Redebeiträge ab.

Schwester M. Gabriele und Frau Jennifer Weber sprachen herzliche Dankesworte und luden zu einem bunten Imbiss auf dem Schulhof ein – ein dickes Dankeschön des Schulträgers für alle, welche die Marienschule äußerlich und innerlich bewegen.

 



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