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Adventsgottesdienst der 7b für die 5.–7. Klassen am 22.12.2021 · 23.12.2021

Eisig kalt, aber einzig schön war es auf dem Weg in die Pilgerkirche.

Eingestimmt wurden die Gottesdienstbesucher durch ein Lied: The Candle Song von Graham Kendrick.

Es folgte der Vortrag von einem Liedtext.

“Das Licht einer Kerze ist im Advent erwacht.
Eine kleine Kerze leuchtet durch die Nacht:
Alle Menschen warten, hier und überall,
warten voller Hoffnung auf das Kind im Stall.

Wir zünden zwei Kerzen jetzt am Adventskranz an.
Und die beiden Kerzen sagen‘s allen dann:
Lasst uns alle hoffen hier und überall,
hoffen voll Vertrauen auf das Kind im Stall.

Es leuchten drei Kerzen so hell mit ihrem Licht.
Gott hält sein Versprechen: Er vergisst uns nicht.
Lasst uns ihm vertrauen hier und überall.
Zeichen seiner Liebe ist das Kind im Stall.”

Nach der Begrüßung durch den Priester gab es ein Anspiel.

Zwei Schülerinnen unterhalten sich.

“Hallo, was machst du denn eigentlich an Weihnachten?”
“Wir haben nichts Großes geplant. Wir haben einen kleinen Weihnachtsbaum und im Keller habe ich noch ein paar alte Christbaumkugeln gefunden. Ein paar von ihnen sind kaputt, aber das macht uns nichts. Dieses Jahr ist alles etwas anders…”
“Okay, das ist ja schade… jedoch haben wir zu Hause einen riesigen Weihnachtsbaum mit großen, bunten Christbaumkugeln daran. Ich wünsche mir viele teure Geschenke und wir planen ein großes Weihnachtsessen mit der ganzen Familie.”

Eine dritte Schülerin kommt dazu.

“Hallo Leute.”
“Was ist denn mit dir los? Ist alles okay?”
“Meine Oma darf wegen Corona das Altenheim nicht verlassen, nichts läuft wie geplant und ich kann mich einfach nicht richtig auf die Feiertage freuen.”
“Oh, das tut mir sehr leid für dich.”
“Also ich wollte noch etwas zu meinen Geschenken ergänzen…”

Eine vierte Schülerin kommt dazu. Sie hat eine brennende Kerze und Plätzchen dabei.

“Hallo, ich hab Kekse mitgebracht und auch noch eine Kerze. Bei euch sah es einfach so dunkel aus.”
“Aber es ist doch hell!”
“Nein, das meine ich nicht. Eure Stimmung wirkte auf mich so dunkel und mit diesem Licht wollte ich euch zeigen, dass nicht alles immer dunkel erscheinen muss. Und mit den Keksen… ich hatte Hunger.”
“Mmmm, da hast du ja eigentlich recht. Mir ist es klar geworden, dass es an Weihnachten viel mehr um Liebe und ein gutes Miteinander in der Familie geht und weniger nur um das Materielle und den Konsum.”
“Ich kann dieses Licht gerade gut gebrauchen. Vielleicht hilft es mir, das Beste aus meiner Situation zu machen. Ich könnte Oma vielleicht anrufen, ein Bild malen, einen Brief schreiben…”
“Wir selber können Licht sein für die Menschen, denen wir wichtig sind. Auch wenn es nichts Teures ist wie z.B. Kekse, machen wir ihnen damit eine Freude und zeigen ihnen, dass wir für sie da sind.”


Die brennende Kerze wird auf den Altar gestellt.

Danach wurde das Kyrie gebetet.

  • Unser Leben ist von Wohlstand, Konsumdenken und Materialismus geprägt.
    Vieles Wesentliche übersehen wir dadurch. Herr, erbarme dich.
  • Advent bedeutet Warten auf das Kommen Gottes. Wenn es uns nicht schnell genug geht, werden wir ungeduldig. Christus, erbarme dich.
  • In unserem Leben gibt es Dunkelheit und wir vergessen, dass Du das Licht der Welt bist. Herr, erbarme dich.

Es folgten das Tagesgebet und die Lesung (Jes 60,1-6 und 19-20).

Ein Ensemble sang “Im Advent, im Advent”.

Nach dem Evangelium (Lk 1, 39-45) predigte Pater Herter, wobei er das Figurenensemble vor dem Altar, Maria und Elisabeth, in den Blick nahm.

Pater Herter sagte in seiner Predigt, dass Maria ihrer Cousine Elisabet bei ihrem Besuch keine Geschenke mitbrachte. Doch das größte Geschenk sei: Gut, dass es dich gibt, dass du da bist. An Weihnachten würden die größten Geschenke nicht unter dem Baum liegen, sondern am Tisch sitzen, sich gegenseitig in die Augen schauen und zum Ausdruck bringen: Gut, dass du da bist.
Für uns Christen als Gotteskinder gelte, dass Jesus selber kommt und sagt: Ich bin da. Schau mich an. Glaube mir: Du bist das größte Geschenk. Vielleicht antworten wir Jesus: Du bist für mich auch das größte Geschenk.

Schülerinnen und eine Lehrerin trugen die Fürbitten vor.

  • Schenke allen, die sich in der Dunkelheit befinden, ein Licht und helfe ihnen besonders in der Adventszeit die Welt heller zu sehen.
    Guter Gott,
    (Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.)
  • Nicht immer sehen wir in Weihnachten das, was es ausmachen sollte.
    Hilf uns, den Fokus auf das zu legen, wofür es eigentlich steht: Das Fest der Freude, das Licht nach der Dunkelheit, die Verbundenheit mit der Familie.
    Guter Gott, wir …
  • Hilf allen Menschen, die die Adventszeit nicht mit ihren Liebsten verbringen können, und schenke Ihnen Liebe und Gesellschaft.
    Guter Gott, wir …
  • Wir bitten dich für alle Menschen, die sich verstecken, weil Sorgen und Ängste sie bedrücken. Hilf ihnen, aus sich heraus zu kommen, wie eine brennende Kerze aus der Dunkelheit.
    Guter Gott, wir …
  • Öffne uns die Augen, damit wir in Weihnachten nicht nur die materiellen Dinge sehen, sondern auch Freude am Feiern haben, dass Gott in unsere Welt kommt – auch wenn dieses Jahr vieles anders ist.
    Guter Gott, wir …

Zum Abschluss wurde ein Segensgebet gesprochen.

Segen gibt Schutz und Geborgenheit.
Unter diesen Schutz Gottes möchten wir uns stellen:
Gott der Liebe: Schenke uns die Freude der Engel, die Halleluja jubelten
und das „Fürchte dich nicht!“ überbrachten.
Gott der Nähe: Schenke uns Marias Zuversicht, die alles, auch das Unverständliche, in ihrem Herzen bewahrte.
Gott der Weisheit: Schenke uns die Glaubenskraft des Josef, der trotz Stall und Flucht auf Gottes Führung vertraute.
Gott des Wagnisses: Schenke uns wie den Hirten, die zur Krippe zogen, Mut zum Aufbruch.

Den Schlusssegen erteilte Pater Herter:
Dafür segne und begleite uns Gott, der in unsere Welt gekommen ist und uns nahe sein will,der Vater, durch den Sohn, im Heiligen Geist. Amen

Frau Fölbach, die den Gottesdienst mit vorbereitet hatte, leitete die Weihnachtspäckchenübergabe an “Lichtzeichen” ein:

“Eure Schülervertreterinnen haben gerne die Tradition der Weihnachtspäckchenaktion auch in diesem Jahr weitergeführt und organisiert. Bestimmt möchtet Ihr wissen, wohin die Päckchen gehen. Dahinter steht der Verein Lichtzeichen e.V. In Vallendar. Er gehört zur Schönstattbewegung und setzt sich für unerwartet schwanger gewordene junge Frauen ein. Sie bieten den jungen Frauen Begleitung, Freizeitgestaltung, Markttage mit frischen Lebensmitteln, Bildung, einen Kleiderladen – sie sind rundherum erreichbar.
Es geht besonders darum, dass die jungen Mütter in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt werden. –
Wir sagen also vielen herzlichen Dank an alle Klassen, die Klassensprecher und die Klassenlehrer, die wieder so tolle Päckchen gepackt haben, einen Teil haben wir schon gestern dorthin gebracht!
Damit auch diese Familien der Alleinerziehenden, die es nicht so gut haben wie wir, ein schönes Weihnachtsfest feiern können. Vielen Dank für Eurer Mittun!”

Frau Eichenberg dankte im Namen von “Lichtzeichen” und veranschaulichte durch konkrete Fallbeispiele, in welchen Situationen Müttern, die ein Baby erwarten oder ein Kind zur Welt gebracht haben, geholfen wird.
Die Betroffenheit der Schülerinnen war auch noch auf dem Heimweg zu spüren. In manchen Gruppen waren die Schicksale der Frauen ein Gesprächsthema auf dem Weg zurück zur Schule.

Frau Eichenberg erläuterte auch im Gottesdienst der Jahrgangsstufen 8-10 und am Ende der Messfeier der MSS 11-13 die Aktion, mit der die SMS das Schlusslied in Taten umsetzt: “Tragt in die Welt nun ein Licht!”

 



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