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Ausflug Hadamar und Stolpersteine Vallendar · 08.12.2019

Da wir uns im Geschichtsunterricht mit dem Nationalsozialismus beschäftigen, besuchten wir, die 10. Klassen der Realschule plus der Schönstätter Marienschule, am 21. Oktober 2019 die Euthanasie-Gedenkstätte in Hadamar. Nach der Begrüßung begannen wir direkt mit der Führung. Bereits am Anfang erfuhren wir viel von verstorbenen Opfern, die aufgrund wirklich vorhandener oder auch nur vermuteter Behinderungen und psychischer Erkrankungen verfolgt und in Hadamar im Rahmen der T4-Aktion ermordet wurden. Nach einer umfassenden Einführung besichtigten wir die ehemaligen Gaskammern und Krematorien. Zum Ende der Führung gingen wir auf den nahegelegenen Friedhof und gedachten der Opfer der NS-Euthanasieverbrechen. Insgesamt war es sehr umfangreich und eine wichtige Erfahrung.

Am 13. November 2019 machte sich die 10b mit ihrer Lehrerin Frau Sollbach auf den Weg, die Stolpersteine in der Innenstadt von Vallendar anzuschauen und sauberzumachen. Die Stolpersteine, die von dem Künstler Gunter Demnig verlegt werden, sollen an die Menschen erinnern, die Opfer der Nationalsozialisten wurden. Darauf stehen die Namen der Menschen, die in dem Haus gelebt haben mit Alter und Angaben zu deren Schicksal. Jedes Jahr werden rund um den Jahrestag der Reichspogromnacht diese Steine, meist von Schülern, gesäubert und so an die darauf genannten Menschen erinnert. Wir besuchten u.a. die Löhrstraße 13 und die Hellenstraße 15, wo Stolpersteine an den ermordeten Nikolaus Thielen erinnern, der im politischen Widerstand war, und an Ferdinand Löb und Sophie Löb, die 1942 deportiert und in Izbica ermordet wurden. Diese und einige andere Stolpersteine säuberten wir, damit das Messing wieder glänzend zum Vorschein kommt und die Erinnerung an die Opfer der Nationalsozialisten wachgehalten wird.

Beide Ausflüge waren sehr informativ und sehr interessant. Durch die Exkursionen haben wir alle einen besseren und anderen Eindruck von der damaligen Zeit bekommen. Trotzdem können die meisten noch immer nicht fassen, was früher passiert ist und warum viele Leute einfach nur zugeschaut bzw. weggeschaut haben.

Aileen H. und Sarah J., 10b

 



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