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„Schenkt euch Liebe!“ · 19.12.2018

Dieser Imperativ stand als Motto über dem großen Gottesdienst am letzten Schultag. Wer am 19.12.2018 die Pilgerkirche betrat – und das waren immerhin 1000 Gottesdienstbesucher: die Schulgemeinschaft der SMS sowie einige Eltern von Schülerinnen –, dem sprang eine beachtliche Anzahl großer Pakete, die im Altrarraum vor dem Marienschbild aufgestellt waren, ins Auge.

Dass Pakete zum Thema „Schenken“ passen, war klar. Was für Gaben an Weihnachten jedoch so manches Sachgeschenk übertreffen, das stellten Schülerinnen der Jahrgangsstufe 12, die den Adventsgottesdienst zusammen mit Frau Schunk vorbereitet hatten, in einem Rollenspiel dar.

„Alle Jahre wieder kommt dieselbe Frage: Wem soll ich was schenken? Und wir eilen gestresst und gehetzt von Geschäft zu Geschäft – immer auf der Suche nach dem perfekten Geschenk. Dabei geben wir oft viel Geld aus, um anderen eine Freude zu machen. Aber sind die schönsten Geschenke nicht die, die nichts kosten?

Ein Lachen, das wir schenken, wenn jemand traurig ist? Die Zeit, die wir mit Menschen teilen, die uns nahe sind? Oder die Wärme, die wir geben, wenn sich jemand einsam fühlt.
Besinnen wir uns in der Weihnachtszeit auf das Wesentliche, stellen wir fest, dass Schenken etwas Urchristliches ist: Gott selbst schenkt sich uns in Jesus Christus. Wir alle können uns also beschenkt wissen, beschenkt von der Liebe Gottes, die wir durch seinen Sohn erfahren.
Lasst uns also diese Liebe in die Welt tragen – und das nicht nur an Weihnachten.“

Anstelle einer Lesung wurde die Geschichte „Die Insel der Liebe“ vorgetragen, deren Pointe zu Herzen ging:

„Vor langer Zeit existierte eine wunderschöne, kleine Insel. Auf dieser Insel waren Werte und Gefühle der Menschen zu Hause: Der Humor und die gute Laune, die Traurigkeit und die Einsamkeit, das Glück und das Wissen und all die vielen anderen Gefühle. Natürlich lebte auch die Liebe dort.
Eines Tages wurde den Gefühlen jedoch überraschend mitgeteilt, dass die Insel sinken würde. Also machten alle ihre Schiffe seeklar, um die Insel zu verlassen. Nur die Liebe wollte bis zum letzten Augenblick warten, denn sie hing sehr an ihrer Insel.
Bevor die Insel sank, bat die Liebe die anderen um Hilfe.
Als der Reichtum auf einem sehr luxuriösen Schiff die Insel verließ, fragte ihn die Liebe: “Reichtum, kannst du mich mitnehmen?”
“Nein, ich kann nicht. Auf meinem Schiff habe ich sehr viel Gold, Silber und Edelsteine. Da ist kein Platz mehr für dich.”
Also fragte die Liebe den Stolz, der auf einem wunderbaren Schiff vorbeikam. “Stolz, bitte, kannst du mich mitnehmen?”
“Liebe, ich kann dich nicht mitnehmen”, antwortete der Stolz, “hier ist alles perfekt und du könntest mein schönes Schiff beschädigen.”
Als nächstes fragte die Liebe die Traurigkeit: “Traurigkeit, bitte nimm du mich mit.”
“Oh Liebe”, sagte die Traurigkeit, “ich bin so traurig, dass ich allein bleiben muss.”
Als die gute Laune losfuhr, war sie so zufrieden und ausgelassen, dass sie nicht einmal hörte, dass die Liebe sie rief.
Plötzlich aber rief eine Stimme: “Komm Liebe, ich nehme dich mit.”
Die Liebe war so dankbar und so glücklich, dass sie ganz und gar vergaß, ihren Retter nach seinem Namen zu fragen.
Später fragte die Liebe das Wissen: “Wissen, kannst du mir vielleicht sagen, wer es war, der mir geholfen hat?”
“Ja sicher”, antwortete das Wissen, “das war die Zeit.”
“Die Zeit?” fragte die Liebe erstaunt, “Warum hat mir die Zeit denn geholfen?”
Und das Wissen antwortete: “Weil wir nur mit der Zeit verstehen, wie wichtig die Liebe im Leben ist.”
(Verfasser unbekannt)

Mit dem Evangelium vom Vorabend von Weihnachten klang schon das Fest der Geburt Jesu an. In seiner Predigt über Mt 1, 18-25 zeigte Pater Fröhling, der dem Gottesdienst vorstand, wie Maria Mut bewiesen habe, als es darum ging, Gott zu glauben; dass sie Angst und Sorgen vergessen habe und einwilligte, Jesus das Leben zu schenken, damit Gott zu den Menschen kommen könne. Mit ihrem Ja, das für das ganze Leben gegolten habe, seien Risiken und Herausforderungen verbunden gewesen. Pater Fröhling stellte Maria und Josef als zwei ganz wagemutige Leute dar, ohne die es Weihnachten – so wie wir es kennen – nicht geben würde. Im Hinblick auf das Thema des Gottesdienstes erinnerte Pater Fröhling daran, dass Jesus DAS große Geschenk sei, was Gott uns an Weihnachten mache und dass wir ihn ohne Maria nicht hätten. Dass Jesus immer bei uns sein wolle und uns nie verlasse, davon sprächen die beiden Namen des Gottessohnes, die das vorgetragenen Evangelium überliefere: „Jesus“ – Gott rettet uns und „Immanuel“ – Gott ist immer bei uns. Dieses Geschenk, so Pater Fröhling, hätten wir in unserem Leben noch gar nicht ausgepackt und würden es eigentlich das ganze Leben lang auspackten. Pater Fröhling erläuterte, dass Jesus uns Gott offenbare, der nicht mit uns abrechne und nicht als großer Aufpasser fungiere, dessen Blick uns abwerte, sondern der freundlich und mit großer Liebe auf uns schaue, auch und gerade dann, wenn wir uns vielleicht selbst nicht so mögen. Er wolle uns Selbstvertrauen schenken, die Überzeugung, dass es gut sei, dass es uns gebe. Er wolle uns helfen, dass wir wachsen und uns entfalten. Darum sei er Mensch geworden, um ganz einzutauchen in unsere Welt, in unser Leben, um uns gewissermaßen auf Augenhöhe zu begegnen. Er sei immer bei uns und verlasse uns nicht.

Anschließend trugen Schülerinnen folgende Fürbitten vor:

  • Wir haben den Wunsch, dass alle Schülerinnen und Lehrer gut in die Ferien starten und in der Weihnachtszeit auch Zeit für sich finden. Besonders bitten wir für die Realschülerinnen, die im Sommer ihren Abschluss machen, und für die Abiturientinnen, deren finale Arbeiten nun bevorstehen. Dass sie alle vor den kräftezehrenden Phasen des Schuljahres noch einmal durchatmen können. Gott, unser Vater, wir bitten dich erhöre uns.
  • Wir haben den Wunsch, dass wir mit unseren Familien und Freunden ein besinnliches Weihnachtsfest feiern. Dass wir bei all der Hektik nicht vergessen, dass das schönste Geschenk die Liebe ist.
    Gott, unser Vater, wir bitten dich erhöre uns.
  • Wir haben den Wunsch, dass alle, die alleine sind oder an Weihnachten arbeiten müssen, in unerwarteten Begegnungen den Geist der Weihnacht spüren. Dass sie sich nicht in ihrer Einsamkeit verlieren.
    Gott, unser Vater, wir bitten dich erhöre uns.
  • Wir haben den Wunsch, dass diejenigen, die in Krieg und Unruhe leben, an Weihnachten für einen Moment Liebe und Frieden erfahren. Dass sie die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
    Gott, unser Vater, wir bitten dich erhöre uns.
  • Wir haben den Wunsch, dass allen kranken Menschen in ihrer schweren Zeit Kraft und Zuversicht geschenkt wird. Dass sie sich nicht entmutigen lassen und positiv in die Zukunft blicken.
    Gott, unser Vater, wir bitten dich erhöre uns.
  • Wir haben den Wunsch, dass alle Verstorbenen, die das Weihnachtsfest nicht mehr mit uns feiern können, in Gedanken bei uns in deiner Liebe geborgen sind. Dass ihre Angehörigen einen Weg aus der Trauer finden.
    Gott, unser Vater, wir bitten dich erhöre uns.

Ein Geschenk besonderer Art war wieder die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes durch den Chor und Instrumentalistinnen.

Als Lied zur hl. Kommunion sang der A-capella-Chor sang passend zum Evangelium, das die Gottesmutter vor Augen führte, das meditative Lied „Mary, did you know“.


Foto: Archiv (Auftritt des Chores in der Humboldthöhe am 12.12.2018)

Mary did you know that your baby boy would one day walk on water?
Mary did you know that your baby boy would save our sons and daughters?
Did you know that your baby boy has come to make you new?
This child that you’ve delivered, will soon deliver you
Mary did you know that your baby boy will give sight to a blind man?
Mary did you know that your baby boy will calm a storm with his hand?
Did you know that your baby boy has walked where angels trod?
When you kiss your little baby, you kiss the face of God
Mary did you know? Mary did you know? Mary did you know?
Mary did you know? Mary did you know? Mary did you know?
The blind will see, the deaf will hear, the dead will live again
The lame will leap, the dumb will speak, the praises of the lamb
Mary did you know that your baby boy is Lord of all creation?
Mary did you know that your baby boy would one day rule the nations?
Did you know that your baby boy is heaven’s perfect lamb?
That sleeping child you’re holding is the great I am
Mary did you know? Mary did you know? Mary did you know?
Mary did you know? Mary did you know? Mary did you know? Oh
Mary did you know?

Es folgte eine Meditation:
„Das Geheimnis des Glücks liegt nicht im Besitz, sondern im Geben.
Wer andere beschenkt, wird glücklich.

Wenn du Freunde hast, besuche sie.
Denn das Geschenk von Weihnachten ist Gemeinschaft.
Wenn du Feinde hast, versöhne dich mit ihnen.
Denn das Geschenk von Weihnachten ist Friede.
Wenn du jemanden etwas schuldig bist, gib es ihm.
Denn das Geschenk von Weihnachten ist Gerechtigkeit.
Wenn du Sünden hast, kehre um.
Denn das Geschenk von Weihnachten ist Gnade.
Wenn du im Irrtum bist, besinne dich.
Denn das Geschenk von Weihnachten ist Wahrheit.
Wenn du Hass verspürst, vergiss ihn.
Denn das Geschenk von Weihnachten ist Liebe.“

Ein Höhepunkt des Gottesdienstes war die Übergabe der Geschenke für den Verein Lichtzeichen Auch in diesem Jahr haben wir als Schulgemeinschaft wieder Geschenke gepackt – und diese kommen von Herzen. Allen Schülerinnen, die sich an der Aktion beteiligt hatten, wurde gedankt.

Vertreter von Lichtzeichen nahmen stellvertretend für die Mütter mit ihren Babys, für die jede Klasse ein Paket zusammengestellt hatte, die Gaben, die – wie Frau Eichenberg an einem Beispiel aufzeigt, dringend gebraucht wurden, entgegen.

Sr. M. Gabriele dankte allen, die bei der Gestaltung des Gottesdienstes mitgewirkt haben und wünschte der ganzen Schulgemeinschaft, den Schülerinnen und ihren Familien, gesegnete, frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr, wobei sie besonders an die Realschülerinnen und die 13er erinnerte, denen sie Erfolg und Gottes Segen wünschte.

Nachdem die Klassen nach dem Gottesdienst in die Marienschule zurückgekehrt waren, konnte das „Liebe Schenken“ geübt werden beim Auflösen der Wichtelaktion.

Ein Highlight besondere Art war die Aufführung des Theater- und Singpiels „Da öffnen sich Türen“ von Wilfried Röhrig. Eine Gruppe Schülerinnen der 6d hat es zusammen mit Sr. M. Doriett und Marike einstudiert und brachte es in der Aula in der letzten Stunde vor Beginn der Weihnachtsferien vor 10 Schulklassen und 80 Vallendarer Grundschülerinnen und Schülern auf die Bühne. (Ein Bericht folgt.)

 



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