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Hilfe, die ankommt · 09.12.2018

Im zu Ende gehenden Jahr engagierte sich die Burundi-AG unter der Leitung von Herrn Ullenbruch wieder auf vielfältige Weise und sehr effektiv für unsere Partnerschule in Burundi. Es folgt ein Bericht über die Lage in diesem Land, das zu den ärmsten der Erde gehört. Im Anschluss folgen zwei Berichte über die neuesten Aktivitäten der AG.

Burundi: Sorge für die Jugend – Sorge für die Zukunft
Von Schw. M. Margareth Murmann und Schw. M. Lisette Seitzer (Bericht entnommen aus der Zeitschrift “Schönstatt in weiter Welt: Missionsnachrichten)

Fast die Hälfte der Bevölkerung Burundis ist unter 15 Jahre alt. Durch die häufigen und blutigen Konflikte, die das Land seit langem in Atem halten, gehören für viele Kinder und junge Menschen traumatisierende Erlebnisse zum Alltag. Schätzungsweise 650.000 Kinder haben während der Bürgerkriege oder durch Krankheiten wie Malaria ihre Eltern verloren und wurden zu Waisen. 2016 wurde Burundi als ärmstes Land der Welt eingestuft.

In Burundi gehen nur 71% der Kinder zur Schule

Viele Kinder brechen die Schule ab, so dass lediglich etwa die Hälfte derer, die eingeschult werden, auch die Grundschule beendet. Dabei wäre eine erfolgreiche Schulbildung ein zentraler Ansatz zur Entwicklung des Landes: Zum einen gibt sie den Jugendlichen eine Chance, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, zum anderen vermittelt sie die notwendigen Qualifikationen zum Wiederaufbau des Landes.
Jedes Jahr kommen viele Kinder und Jugendliche zu den Schwestern und bitten sie um Schulgeld, um Geld für den Schulbus, für die Schuluniform oder für Hefte und Schreibmaterial.

Schw. M. Lisette berichtet:

„Sie erwarten dabei nicht, dass sie alles geschenkt bekommen, sondern sind bereit, es sich zu verdienen. In der Ferienzeit hatten wir Wasserprobleme. Eine ganze Equipe von Schülern schleppte unzählige Kanister voll Wasser herbei. Andere arbeiteten an der Zufahrtsstraße zur Missionsstation, wieder andere halfen bei den Jugendlagern. Eine besondere Freude ist es auch für uns jedes Mal, wenn ein Schüler sein Abschlussdiplom erhält.“

Besuch von Schwester M. Josianne an der SMS

Vor kurzem besuchte uns Schwester M. Josianne in der SMS, um aus Burundi zu berichten. Sie lebt seit 1973 in Mutumba in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserer Partnerschule. Insgesamt unterstützt die Missionszentrale vier Grundschulen mit über 4000 Kindern. Schwester M. Josianne ist vor allem in einem Hospital tätig. Der Schwerpunkt liegt dabei bei der Betreuung von jungen schwangeren Frauen, aber auch weitere vielfältige medizinische Hilfe wird in dieser ländlichen Region geleistet.
Schwester M. Josianne berichtete, dass in diesem Jahr an Ostern über 300 Menschen getauft wurden. Die Gottesdienste sind dabei immer sehr fröhlich, mit viel Gesang und Tanz und vielen Gläubigen in bunten Kleidern. Die Schülerinnen unserer Partnerschule besuchen täglich nach dem Unterricht zahlreich das Schönstattheiligtum in Mutumba, um zu beten und Ruhe zu finden.
Die Schönstatttschwester erzählte begeistert von der Natur in Burundi. Von Mutumba aus schaut man auf den Tanganjika See. Abends sieht man viele Lichter von den Fischern, die zum Schutz vor den Krokodilen gemeinsam zum Fischen auf den See hinausfahren. Es gibt viele Früchte und zum Teil, wenn der Regen reichlich fällt, zwei Ernten im Jahr. Maracuja und Bohnen, Kaffee und Tee werden für den Export angebaut. Einige Gefahren gibt es aber auch. Besonders die Nilpferde werden gefürchtet und immer mal wieder verirrt sich eine Schlange auf die Gardinenstange in Schwester M. Josiannes Büro und Warane klauen den Bauern regelmäßig die Hühner.

Interessant war auch, dass Schwester M. Josianne Christian gut kennt und praktisch von Kind an herangezogen hat. Er ist täglich für die Wartung der Turbine zuständig, die mit Hilfe von Wasserkraft ganz Mutumba mit Strom versorgt. Vor einigen Jahren konnten wir hier nach einem schweren Unwetter spontan mit 4000 € Direkthilfe leisten. Die Turbine war nach einem Unwetter mit Sand zugeschwemmt und viele Gesteinsbrocken mussten aus dem Weg geräumt werden. So haben wir einen direkten Bezug zu Christian und der Turbine.

Es war sehr wertvoll für uns, mit Schwester M. Josianne zu reden und wir bedanken uns sehr, dass sie sich kurz vor ihrer Rückreise nach Burundi Zeit für uns genommen hat! Sie nimmt einen Beutel Bonbons und Luftballons mit nach Burundi. Die Kinder freuen sich über diese kleinen Geschenke riesig!

Weihnachtsbasar 2018 – ein voller Erfolg!

An unserem diesjährigen Weihnachtsbasar am Elternsprechtag haben wir selbstgebastelte Engel, Weihnachtsdekoration und Weihnachtskarten, die Sr. M. Adalberta gebastelt hat, zum Verkauf angeboten. Insgesamt haben wir an diesem Tag 860 € für unsere Partnerschule in Burundi eingenommen! Eine stolze Summe, mit der wir viel Gutes in Burundi tun können. Vielen Dank an alle Käufer und Spender und natürlich an Sr. M. Adalberta!

Eure Burundi-AG!

 



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