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Steinreich – durch viele und wertvolle Erlebnisse bei der Klassenfahrt nach Idar-Oberstein · 23.10.2018

Das Schuljahr war nach sonnenreichen Sommerferien gerade mal eine Woche alt, da packte die Sechser auch schon wieder das Reisefieber: Vom 08.08. bis 10.08.2018 tummelten sich die 6c in Idar-Oberstein und am13.08. reiste die 6d für zweieinhalb Tage in die Hauptstadt der Mineralien und Edelsteine. Schon die Zugfahrt ab Koblenz mit Umsteigen in Ingelheim hatte ihren Reiz, denn die meisten Zehn- und Elfjährigen sind häufiger im dem Auto unterwegs als mit der Bahn. Vor dem Bahnhof in Idar-Oberstein wartete dann auch schon der Shuttle-Bus, der das Gepäck in die Jugendherberge kutschierte. Die Sechser machten sich zu Fuß auf den Weg, der weitgehend ein Aufstieg war. Je höher man kam, umso schöner wurde die Aussicht. Die Sonne tat das Ihre, um die Stadt von ihrer schönsten Seite zu zeigen.

Auch das Gelände der Jugendherberge konnte sich blicken lassen und lud zu Sport, Spaß und Spiel ein.

Mit Spannung war der Programmpunkt „Mineralien schleifen“ erwartet worden. Herr Dreher, der diese Aktivität anleitete, nahm sich viel Zeit und führte die Mädchen gruppenweise in das Handwerk ein.

Aus einer Kiste voller Drusen und Geoden durfte sich jede Schülerin aussuchen, was ihr gefiel. So sorgfältig die Mineralien auch bei der Auswahl mit den Augeninspiziert und mit den Fingern ertastet wurden – was man letztendlich in Händen hatte, zeigte sich erst beim Schleifen und Polieren.

Unter den fachkundigen Ratschlägen, den ermutigenden und anerkennenden Worten und wohlwollenden Blicken von Herrn Dreher verlor die eine oder andere ihre Angst vor dem Schleifrad und ihre Zaghaftigkeit beim Halten der Geode.

Auch die Tochter von Herrn Dreher begleitete den Prozess beim anschließenden Polieren, sodass Edelsteine und Kinderaugen um die Wette strahlten.

In den Kellerräumen der Jugendherberge waren interessante Auslagen aufgebaut, sodass es nebenheran allen Ecken und Enden etwas zu entdecken gab.

Herr Dreher erläuterte, was die Schleifarbeiten zutage brachten, informierte über den roten Achat, den Karneol, zeigte darin Bergkristalle, erklärte, dass der blaue Achat Chalcedon, der grüne Chrysopras und der schwarze Onyx genannt wird. Auch einen Marokkaner nahmen die Mädchen in Augenschein.

Aus kleine Aufmerksamkeit oder besser großes Dankeschön für jahrelange Verbundenheit mit Idar-Oberstein schenkte Herr Dreher jeder Schülerin der 6d einen Amethyst ihrer Wahl.

Dass man in Idar-Oberstein nicht nur Mineralien schleifen, sondern sie zuhauf in vielen Geschäften bestaunen und kaufen kann, zeigte ein Spaziergang durch die Stadt in kleinen Gruppen.

Die Klasse als Ganze traf sich am Fuße der Felsenkirche wieder, um ihr Kulturprogramm fortzusetzen.

Das Besondere dieser Kirche ist nicht nur, dass sie sich von weither sichtbar an das Gestein schmiegt, sondern auch dass man nur durch einen Tunnel in die Kirche gelangt.

In der evangelischen Felsenkirche gab es einiges zu entdecken: die Akustik beim gemeinsamen Singen und Beten,


Apostel von damals und heute

Die Zusage des Apostel Paulus aus dem Römerbrief, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten gereichen,

die eine Hälfte eines Achats, der in dieser Kreuzform gefunden worden ist und dessen andere Hälfte die Schülerinnen später im Museum zu Gesicht bekamen,

die Quelle, um die sich die Sage zur Felsenkirche rankt, die allen aus der 6c und 6d bestens bekannt ist,

einen schönen Panoramablick über Idar-Oberstein und noch so manches mehr.

Bei einer Führung im Deutschen Mineralienmuseum erläutere Frau Gemmel den Klassen, wie und wann sich im Vulkangestein rund um Idar-Oberstein die Kristalle gebildet haben. Achat, Jaspis, Amethyst, Bergkristall und Rauchquarz, Steine aus aller Welt waren auf mehreren Etagen hinweg Blickfang.

Auch bearbeitete Steine zogen die Aufmerksamkeit auf sich:

Entdeckt wurde die zweite Hälfte des Achatkreuzes aus der Felsenkirche

sowie die handwerkliche Seite Edelsteinkunst


Arbeitsstätte eines Edelsteingraveurs im 19. Jh.

und der Schmuck gekrönter Häupter.

Am Abend eines erlebnisreichen Tages amüsierten sich die Schülerinnen bei lustigen Spielen und pflegten ihre Klassengemeinschaft bis tief in die Nacht …

Am anderen Morgen erwartete sie ein Berg von kostbaren Steinen im Gemeinschaftsraum.

Jede durfte sich aussuchen, so viel was und sie wollte. „Unikatschmuck basteln“ hieß dieses weitere Highlight der Klassenfahrt. Mit Geduld und Geschmack, großen und kleinen Steinen gestalteten die Mädchen Ketten verschiedener Größe und Armbänder, die Herr Dreher am Ende mit einer Schließe versah und sich über das reiche Schmucksortiment und das ruhige Arbeitsverhalten der Schülerinnen freute.

Als ihm zu Ohren kam, dass ein Mädchen an jenem Tag Geburtstag feierte, holte er noch etwas besonders Schönes aus seinem Fundus hervor und beschenkte das Geburtstagskind.

Gefeiert wurde nicht nur das Geburtstagskind, sondern die Klassengemeinschaft.

Bei einer Talente-Show zeigten viele, was in ihnen steckt und alle freuten sich mit.

Erinnerung an die Klassenfahrt lassen die Gesichter strahlen. Die Haare stehen nur zu Berge, wenn man sie elektrisch auflädt. Näheres dazu erfahren die beiden dann im Physikunterricht bei Frau Herrmann.

 



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