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Expertin aus dem Fachbereich Migration, Asyl- und Verfahrensberatung im LK Erdkunde · 22.03.2018

Frau Kunz Violetta, Mitarbeiterin des Diakonischen Werks im evangelischen Kirchenkreis Wied und Schwester von Frau Borczyk, Kursleiterin des Erdkunde Leistungskurses, stellte dem Abschlusskurs den Fachbereich Migration vor. Besonderes Interesse hatten die Schülerinnen an dem Bereich Asyl- und Verfahrensberatung.

Hier wurde anhand einer Power-Präsentation die Beratungsarbeit mit Flüchtlingen, die hierfür erforderliche Rahmenbedingungen, Konzepte und Perspektiven thematisiert, sodass der Einfluss von politischen Entscheidungen auf die Beratungsarbeit deutlich wurde.
Auch konnten Gründe und Umstände thematisiert werden, die Menschen zwingen ihre Heimat zu verlassen. Deutlich wurde, dass gerade dieser Migrationsprozess die Betroffenen vor hohe Belastungssituationen und eine Perspektivlosigkeit stellt. Durch das Gebot der christlichen Nächstenliebe sieht sich die Asyl- und Flüchtlingsberatung dazu aufgefordert, Flüchtlingen in der Aufnahmegesellschaft beizustehen und ihnen vorurteilsfrei zu begegnen.
Hier konnten anhand zahlreicher Praxisbeispiele Auswirkungen auf die Lebenswelten der Flüchtlinge gemeinsam erörtert werden.

Fehlendes Wissen über administrative, gesellschaftliche und asylrelevante Gegebenheiten machen viele Flüchtlinge unfähig, ihre Lebensumstände aktiv zu gestalten. Die ausländer- und asylrechtlichen Verfahren sind für die Flüchtlinge oft nicht nachvollziehbar. Neben der allgemeinen Beratung über ausländer- und asylrelevante Themen, setzt die Beratung auch bei den Potenzialen der Klienten an, um Selbstbestimmung und Eigeninitiative zu fördern, obwohl prägende Lebensumstände wie eine fortwährende Unsicherheit über den Ausgang des Asylverfahrens, die Einschränkung der Rechte im Gegensatz zu der Aufnahmegesellschaft und auch der nachteilige Arbeitsmarktzugang die Menschen in ihrer Kompetenzentwicklung und Eigenverantwortung hemmen. Weiter erleben diese Menschen systematische Ausgrenzung und strukturelle Diskriminierung, welche sich in einer Reihe von Sondergesetzen und Beschlüssen für diese Personengruppe manifestiert.

Bedeutend war aber auch im Diskurs mit den Schülerinnen über die mediale Darstellung über Geflüchtete vor dem Hintergrund der eigenen Einstellung. Diese konnte reflektiert werden und es wurde deutlich, dass pauschale Aussagen weder zutreffend, noch möglich sind.

Frau Kunz bedankte sich bei der Klasse für das große Interesse und die offene und ehrliche Diskussion zum Thema.
Wir danken Violetta Kunz für den wunderbaren Exkurs.

Marion Borczyk

 



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