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Klassenfahrt der 6g nach Molsberg · 02.08.2017

Die Klasse 6g machte sich am 31. Mai mit ihrem Klassenlehrer, Herrn Lemke, und ihrer Biolehrerin, Frau Heuer, nach Molsberg auf, um auf einem einfachen Zeltplatz in freier Natur ein paar erlebnisreiche Tage (31.05.-2.06.2017) zu verbringen.

Doch wo ist Molsberg, wird sich der ein oder andere fragen? Molsberg ist ein kleines, aber ungemein interessantes Dorf im Westerwald und liegt zwischen Montabaur, Limburg und Westerburg. Das besondere an Molsberg ist eigentlich nicht der unscheinbare Zeltplatz auf dem Eichberg mitten im Wald, sondern vielmehr, weil es dort ein barockes Schloss gibt, das bis heute der Stammsitz der Grafen von Walderdorff ist.
Nachdem die Eltern die Mädchen abends nach Molsberg gebracht und fleißig mitgeholfen hatten, die Zelte aufzubauen, haben sich alle erst einmal in und vor den Zelten ein wenig gemütlich gemacht.

Die Eltern haben im Vorfeld Salate und viele leckere Sachen vorbereitet, so dass am Ende ein reichhaltiges Buffet auf die hungrigen Schülerinnen und Lehrer wartete. Es waren für alle bei den Mahlzeiten immer schöne Momente, gemeinsam mitten Wald zusammen zu essen, die frische Luft zu genießen und die Seele baumeln zu lassen.

Nach einem schönen Lagerfeuerabend mit Stockbrot ging es in die Zelte. Gegen Mitternacht war es auch allmählich ruhig. In den Gesichtern der Mädchen sah man am nächsten Morgen noch die Spuren der Nacht – denn der Boden war doch ziemlich hart. Aber nach dem Frühstück ging es los! Eine Wanderung ins benachbarte Bilkheim stand auf dem Programm.
Aber zunächst ging es erst einmal in den Schlosspark von Molsberg. Einer der schönsten Bäume des historischen Landschaftsparkes ist eine uralte Bildstockeiche. Sie ist über 500 Jahre alt und gehört zu den ältesten Bäumen in Rheinland-Pfalz. Dort gab es ein kleines Spiel, denn im Laufe der drei Tage hatte sich die Klasse in vier Gruppen aufgeteilt. Und immer zwischendurch gab es verschiedene Wettbewerbe, wo man Punkte sammeln konnte. Hier, an der Bildstockeiche, sollte beispielsweise der Umfang geschätzt werden.

Dann ging es weiter in den Struhtwald. Ein Blick zurück zeigte dann einen Panoramablick auf den kleinen Ort Molsberg, auf dessen Höhe das imposante Schloss Molsberg steht.

Auch wenn die Wanderung nur wenige Kilometer lang war, kam es für den ein oder anderen wie eine “Marathon-Strecke” vor. Aber irgendwann kamen am Ende doch alle in Bilkheim in der Ortsmitte an und erfrischten sich dort am Dorfbrunnen.
Ziel der Wanderung war ein kleines Museum, das sich “Lernort historischer Wohnraum” nennt.

Dort wurde ein kleines unter Denkmalschutz gestelltes Haus aufwendig renoviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es soll deutlich werden, unter welchen einfachen und räumlich sehr begrenzten Möglichkeiten Menschen gelebt haben. Die Führung dort übernahm die Buchautorin Barbara Krekel, die schon mehrere heimatgeschichtliche Bücher über Bilkheim und die umliegenden Orte geschrieben hat. In perfektem Westerwälder Dialekt erklärte sie uns eindrucksvoll den beschwerlichen Alltag einer Westerwälder Familie in früheren Zeiten. Einen Blick ins elterliche Schlafzimmer durfte natürlich auch nicht fehlen …

Nachdem wir genügend “geistige Nahrung” nun aufgenommen hatten, kam nun endlich auch die schwer verdiente Pizza, die wir am Bilkheimer Dorfbrunnen gierig verzehrten.
Auf dem Heimweg nach Molsberg war jedoch die sommerliche Hitze derart groß, dass unterwegs dringend Abkühlung von Nöten war. Da war Frau Heuer natürlich sofort zur Stelle …

Nachmittags auf dem Zeltplatz gab es nun genügend Zeit, sich wieder zu regenerieren, sich auszuruhen oder sich auf dem Bolzplatz spielerisch zu betätigen.
Aber dann stand schon der nächste Termin auf dem Programm. Es wurde endlich das “Schloss Molsberg” besichtigt. Zunächst besuchten wir Herrn Nicholas Baldock, einen ungewöhnlichen “Schlossbewohner”.

Herr Baldock lebt zur Miete bei Graf Walderdorff in dem ehemaligen gräflichen “Renteigebäude”. Er ist Kontrabassist und hat in seinem Leben international auf allen Kontinenten Konzerte gespielt. Darüberhinaus ist er “Saitenmacher”, d.h. er stellt für historische Streichinstrumente die entsprechenden Saiten aus Schafsdarm her. Herr Baldock zeigte uns seine Werkstatt, die in den barocken ehemaligen Pferdeställen des Schlosses untergebracht ist.
Anschließend ging es dann endlich auf das eigentliche Schlossgelände. Hier begrüßte uns der Schlossherr “Wilderich Graf von Walderdorff” zusammen mit seinem erst wenige Monate alten Sohn Albrecht.

Graf von Walderdorff erklärte uns die Geschichte des Ortes, als im Mittelalter an gleicher Stelle eine Burg stand, die vor 250 Jahren komplett abgerissen wurde und an dessen Stelle das barocke Schloss Molsberg errichtet wurde, in welchem bis heute die gräfliche Familie von Walderdorff ihren Familiensitz hat.
Wir wurden auch auf die Bleichwiese vor dem Schloss geführt, wo alle einen herrlichen Blick in die Westerwälder Landschaft genießen konnten.

Zum Schluss gab es dann noch etwas ganz Besonderes: Graf von Walderdorff zeigte uns auch die barocke Schlosskapelle und anschließend durften wir die Familiengruft besichtigen.

Nachdem wir wieder reichlich viel dazugelernt hatten, ging es nun zum Grillen in Herrn Lemkes Garten. Dazu hatte die Klasse noch weitere Lehrer eingeladen und so freuten sich alle über Frau Berresheim, Frau Gausepohl und Frau Jeuck. Frau Knopp war an diesem Abend auch dabei.

Doch neben dem Grillen gab es auch einen weiteren Wettkampf. So mussten alle einen Papierflieger basteln. Welcher Flieger flog am Ende die weiteste Strecke … ?

Danach ging es wieder auf den Zeltplatz, wo die Klasse einen eigenen Wettbewerb “Lehrer gegen Lehrer” bzw. “Lehrer vs. Lehrer” organisierte. So gab es einen Gesangswettbewerb, Laufspiele, Wurfspiele und vieles andere. Herr Lemke, Frau Berresheim, Frau Gausepohl, Frau Heuer und Frau Knopp mobilisierten ihre letzten Kräfte!
Als es dann endlich dunkel wurde, gab es eine überraschende Nachtwanderung, für alle sicherlich ein unvergessliches Erlebnis!!!
Am nächsten Tag wurden die Zelte abgebaut und das Gepäck in der alten Schule verstaut. Dann ging es nach Wallmerod, wo wir noch eine gemütliche Zeit auf der Kegelbahn verbringen durften. Zum Schluss gab es noch ein leckeres Mittagessen im Restaurant “Haus am Berg” in Molsberg.
Dabei wurde auch der Gewinner der Wettbewerbe ermittelt und die Medaillen überreicht. Auf den Medaillen war ein Klassenfoto eingeklebt – eine schöne Erinnerung an die drei Tage in Molsberg.

Drei erlebnisreiche und aufregende Tage gingen zu Ende. Dass es eine schöne Klassenfahrt werden konnte, hatte viele Gründe: gutes Wetter, eine tolle “Location” in freier Natur, gut gelaunte Lehrer, ein abwechslungsreiches Programm und nicht zu letzt auch sehr motivierte und liebenswerte Schülerinnen.
Man war sich am Ende einig, dass Molsberg wirklich der zweitschönste Ort der Welt ist! Denn der eigene Wohnort ist schließlich ja immer noch der Schönste!

(V. Lemke)

 



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