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Alte Spuren - Neue Wege · 15.04.2017

58 strahlende junge Damen des Abiturjahrgangs 2017 prägten am 31. März das Bild in Schönstatt. Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Pallottikirche begann der festliche Tag. Mit großem Engagement und viel Einfühlungsvermögen hatte eine Gruppe von 13ern zusammen mit Frau Seibel, Frau Weiß und Sr. Christamaria Texte, Lieder und Gebete zu-sammengestellt. Pater Gattwinkel und Pfarrer Götz standen dem Abiturgottesdienst vor. Pfarrer Götz erinnerte zur Begrüßung daran, dass die Schülerinnen in einem ganz besonderen Jahr ihr Abitur gemacht haben – im Jahr des 500. Reformationsjubiläums.

In einer Einführung wurde an bisherige Spuren erinnert: Wer hat bei den Abiturientinnen Spuren hinterlassen und welche Spuren werden von ihnen zurückbleiben?



Diese Frage wurde in der Lesung erneut aufgegriffen:
„Gerade jetzt, wo ein bedeutender Lebensabschnitt zu Ende geht, denke ich oft an meine Kindheit zurück, an das, was geschehen ist und an das, was diese Zeit geprägt hat. Ich denke an einen Moment zurück: Es ist ein wunderschöner Wintermorgen, es hat die ganze Nacht geschneit und Eiskristalle glitzern in der Morgensonne. Ich kann es kaum erwarten, gemeinsam mit meinen Geschwistern hinaus in den Garten zu rennen, um dort im frisch ge-fallenen Schnee Schneeengel zu machen, Schneemänner zu bauen und so unsere Spuren zu hinterlassen. Aber wohin verschwinden unsere Spuren, wenn der Schnee schmilzt?
Ich denke an einen Moment zurück: Ich spaziere am Ufer eines Strandes entlang, die Sonne steht hoch am Himmel und ich lausche dem Klang des Meeres. Mit jedem Schritt hinterlassen wir einen Fußabdruck, jeder seinen ganz eigenen.
Aber wohin verschwinden unsere Spuren, wenn die Flut kommt?“

Mit dem Lied „Footprints“ vorgetragen von Jenny Riehl begleitet von Frau Maasri wurden die Gottesdienstbesucher eingeladen, über alte Spuren und neue Wege in ihrem Leben nachzu-denken.
Pater Gattwinkel nahm in seiner Predigt in den Blick, dass die Abiturientinnen nun mit viel Freiheit und eigener Verantwortung neue Wege einschlagen würden. Das bedeute auch für die Eltern eine Veränderung und fordere Mut und Vertrauen. Zu sprechen kam er auf die Zusage Jesu aus dem Evangelium: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“

In den Fürbitten brachten die Abiturientinnen ihre Anliegen zu Gehör:
Manche Menschen kommen und gehen in unser Leben.
Besondere Menschen hinterlassen Spuren, die uns für immer verändern.
Guter Gott, wir danken dir für die Spuren, die unsere Eltern, Familien, Freunde. Lehrer und Lehrerinnen in unserem Leben hinterlassen haben.
Schenke uns offene Augen und Ohren und eine klare Stimme, die Spuren zu verfolgen und wenn nötig, neue Spuren zu gehen.
Gott, Spur unseres Lebens: Wir bitten dich, erhöre uns.

Guter Gott,
wir konnten zur Schule gehen und haben eine Menge gelernt. Das war immer ganz selbst-verständlich, nichts Besonderes.
Heute denken wir auch an all die Kinder und Jugendlichen, die keine Möglichkeit haben zur Schule zu gehen, denen ohne Bildung viele Zukunftschancen verschlossen bleiben.
Wir bitten dich: Mach uns dankbar für das, was wir haben, und lass uns diejenigen nicht ver-gessen, denen all das verwehrt bleibt.
Stärke alle, die sich für Gerechtigkeit, Frieden und Bildung einsetzen.
Gott, Kraft unseres Lebens: Wir bitten dich, erhöre uns.

Guter Gott,
du hast uns Hände gegeben, sie sind wie ein Werkzeug.Wir können sie zu vielen Dingen gebrauchen: zum Arbeiten, zum Schreiben, zum Malen, zum Sport, zum Musizieren.
Hände können auch verletzen. Mit der Hand kann geschlagen oder verletzt werden.
Aber wir können uns auch gegenseitig bei der Hand nehmen,
uns Mut machen, uns Sicherheit geben.
Gott, schenke uns die Gnade, dass wir unsere Hände in deinem Sinn gebrauchen.
Gott, Schöpfer unseres Lebens: Wir bitten dich, erhöre uns.

Fürbitte der Eltern:
Guter Gott,
die Schulzeit unserer Kinder ist nun zu Ende. Es waren 13 sehr ausgefüllte Jahre, in denen sie die Möglichkeit hatten, ihre Stärken und Schwächen zu erkennen und gelernt haben, mit ihren Grenzen umzugehen. Auf diesem langen Weg haben wir sie als Eltern begleitet und unterstützt, auch haben wir ihnen geholfen, ihr Ziel zu erreichen. Nun haben sich unsere Kinder zu reifen, intelligenten, erwachsenen Menschen entwickelt. Sie sind in der Lage, sich ihr eigenes Bild von dieser Welt zu machen und ganz persönlich zu agieren/ ganz eigen-ständig zu handeln.
Gott, schenke ihnen die Fähigkeit und Kraft, sich auf ihrem weiteren Lebensweg immer für das Gute zu entscheiden. Sei du immer bei ihnen, wenn wir sie in ihre Freiheit entlassen.
Gott, Wegweiser unseres Lebens: Wir bitten dich, erhöre uns.

Fürbitte der Lehrer:
Guter Gott, wir freuen uns mit den Abiturientinnen über ihre Leistung und ihren Erfolg.
Eine lange Zeit der Anspannung und Anstrengung liegt hinter ihnen,
heute ist der Tag, gemeinsam den bestandenen Schulabschluss zu feiern.
Wir kennen auch ihre Unsicherheiten und Ängste im Blick auf die Zeit nach der Schule.
Deshalb bitten wir dich:
Sei du bei ihnen, wenn sie neue Schritte wagen.
Sei ihnen Fels und Burg, der sie schützt und rettet.
Schenke ihnen Menschen, die ihnen treu zur Seite stehen.
Gott, Weggefährte unseres Lebens: Wir bitten dich, erhöre uns.

Guter Gott,
es ist soweit, wir nehmen Abschied von der Marienschule, den Lehrerinnen und Lehrern und unseren Freundinnen und Weggefährtinnen. Wir starten in einen neuen Lebensabschnitt.
Was uns erwartet, wissen wir nicht.
Wem wir begegnen werden, wissen wir nicht.
Deshalb bitten wir dich:
Stärke uns in dem Gefühl, den Weg selbst gehen zu müssen.
Sei in Sicht, wenn wir selbst nichts mehr sehen.
Schenke uns deinen Segen.
Gott, du Segensspender unseres Lebens: Wir bitten dich, erhöre uns.

Nach dem gemeinsamen Gebet des Vaterunsers lud die Schulleiterin, Sr. M. Gabriele, ins-besondere die Abiturientinnen ein, sich mit dem Gebet „O meine Königin“ der Gottesmutter anzuvertrauen. Denn sie wolle ihnen, „das Wichtigste, was wir haben, […] mitgeben: Es ist die Gewissheit: Wir sind nie allein! Aus der Schule werden wir entlassen, aus der Liebe einer Mutter nie. Das gilt auch für die Liebe von Maria, unserer himmlischen Mutter und Erzieherin. Als unsere Mutter ist sie immer für uns da. Ihre mütterliche Liebe begleitet jede einzelne.“

Anschließend bekam jede Abiturientin einen Schlüsselanhänger in Form eines Fußes, der sie auf ihren neuen Wegen an ihre gemeinsame Zeit erinnern soll.
„Vertraue: Du wirst geführt“ hieß es abschließend in einem Gebet.

Mit dem Segen wurden die Abiturientinnen am Ende des ökumenischen Gottesdienstes entlassen. Nun können die „neuen Wege“ beginnen.

 



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