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Abiturfeier im „Wunderland“ · 04.04.2017

Begleitet von anerkennenden Blicken und unter Applaus zogen unsere 58 Abiturientinnen am 31.03.2017 in die Aula der Marienschule ein. Die jungen Damen stellten sich auf der Bühne auf, jedoch nicht in erster Linie, um sich in ihren Outfits bewundern zu lassen, sondern für ihren musikalischen Beitrag. Zu Beginn der Feier sangen sie ihr sogenanntes „5er-Lied“. Mit diesem Lied hatten sie sich vor fast neun Jahren am selben Ort der Schulgemeinschaft als „die Neuen“ vorgestellt. Nun, nach bestandener Reifeprüfung, gaben sie unter der Leitung von Frau Jocks das Lied noch einmal zum Besten. Mit den originellen Strophe der ehemaligen Klasse 5a,b,c und d und dem gemeinsam gesungenen Refrain rührten sie ihre Zuhörer wie damals auch.

Durch das gut zweistündige Programm führten kurzweilig und für Heiterkeit sorgend die Stammkursleiterinnen, Sr. Christamaria und Frau Seibel

sowie Frau Bürger und Frau Kluge.

Zu Beginn ihrer Rede begrüßte Sr. M. Gabriele als Schulleiterin alle Anwesenden. Sie brachte ihre Freude zum Ausdruck, dass sich der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters, der für den Visitationsbezirk, in dem die Marienschule liegt, zuständig ist, zu der großen Festgemeinde hinzugesellt habe. Sr. M. Gabriele bat ihn, Grüße an Bischof Dr. Stefan Ackermann mitzunehmen.
Von ganzem Herzen gratulierte die Schulleiterin den Abiturientinnen zum „Abi im Wunderland“. Was den Wert des „Wunderlands Schule“ ausmache, das seien neben erworbenem Fachwissen vor allem die vielen Erlebnisse und Erfahrungen: gemeinsam erkämpfte Siege ebenso wie zusammen ertragene Niederlagen.
Sr. M. Gabriele hob hervor, dass die 13er mit ihrer Zuschreibung „Wunderland“ für die Schule intuitiv viel aufgegriffen hätten, nämlich eine Wortprägung Pater Kentenichs. In einem seiner ersten Vorträge für die Schulgemeinschaft hat der Gründer diesen Begriff gebraucht, um seine Vorstellungen von der Schule zu umschreiben. Er spricht von einem Land der Freiheit, der Verantwortung füreinander, einer tiefen Atmosphäre der Freude und Geborgenheit aus der Sicherheit, angenommen zu sein von den Menschen, mit denen man zu tun hat – und von Gott. Die Frage, die Pater Kentenich stellt: „Kennst du das Land, wo helle Augen Wärme strahlen?“ ist wie eine Aufgabe: zu versuchen, dieses Land zu gestalten und zu pflegen. Dabei dürften wir – so Sr. M. Gabriele – auf den Segen vertrauen, dass die Schule in der Nähe eines Heiligtums der Gottesmutter, des Urheiligtums in Schönstatt, stehe.

Mit den Worten „Sehen Sie in die frohen und strahlenden Gesichter der Schülerinnen! Dann können Sie das Land der Freude greifen“, wandte sich Sr. M. Gabriele an die Festgesellschaft. Sie lobte das unermüdliche Engagement des diesjährigen Abiturjahrgangs für die Schule. „Dies Wunderland ist mir bekannt“, zitierte sie am Ende ihrer Rede noch einmal Pater Kentenich und sagte: „In jeder unserer Abiturientinnen ist ein Stück davon Wirklichkeit geworden. Jede ist ein originelles Wunder.“ Daran hätten die Eltern, die Lehrpersonen und Mitschülerinnen, vor allem aber die jungen Damen selbst den größten Anteil. Sie hätten in den zurückliegenden Jahren das nötige Rüstzeug erworben, ihr Leben in die Hand zu nehmen. „Ihr habt das „ ‚Abi im Wunderland‘ – mit Bravour geschafft. Helft Wunderland zu schaffen, wohin ihr geht!“, rief sie die Abiturientinnen auf und wünschte ihnen dazu Gottes Segen.

Im Anschluss an die Abschiedsworte der Schulleiterin sang der Schulchor unter der Leitung von Frau Maasri „Wonderwall“ von Noel Gallhagher.

Frau Maasri verabschiedete neun Mitglieder des Schulchores. Sie dankte ihnen für ihren Einsatz und gab ihnen einen Appell aus „Alice im Wunderland“ mit auf den Weg: „Scheine, was du bist, und sei, was du scheinst.“

„Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel richtig setzen“ – dieses Zitat von Aristoteles stellte Dr. Wichterich als Vertreter der Elternschaft an den Anfang seiner Rede. Angesichts der Tatsache, dass über 60 Millionen Mädchen keine Schule besuchen könnten, hob er die gute Ausbildung hervor, die die Abiturientinnen genossen hätten. Er lobte das Engagement der Burundi-AG, welche mithelfe, die Lebens- und Lernsituation der Mädchen im Land zu verbessern.
Für die Abiturientinnen, die von den Eltern begleitet und nach Kräften unterstützt worden seien, beginne nun etwas Neues: Das Leben biete Überraschungen und fordere heraus. Dr. Wichterich rief den jungen Frauen zu, sich nicht entmutigen zu lassen und wünschte ihnen für die Zukunft alles Gute.

Auch Frau Gottschalk kam in ihrem Teil der Rede auf die Einsatzfreudigkeit des Jahrgangs zu sprechen, die sich im Schulsanitäts- und Kiosk-Dienst, in der Burundi-AG und in der SV gezeigt habe. Mit Rückgriff auf einige Figuren aus „Alice im Wunderland“ skizzierte sie liebevoll-schalkhaft die „bunte, explosive Mädchenmischung“, in der es nie langweilig geworden wäre und bei der sich Freundschaften herausgebildet hätten, die ein ganzes Leben lang hielten. Sie versicherte den Abiturientinnen, dass ihre Eltern weiterhin hinter ihnen stünden und den nötigen Halt und die nötige Unterstützung gäben. Sie rief den jungen Frauen wichtige Handlungsschritte in Erinnerung, wenn mal etwas schiefgehen sollte: „hinfallen, aufstehen, Krönchen richten und weitergehen“.
Allen, die die Schülerinnen an der SMS besonders begleitet und sich für sie engagiert haben – auch über den Unterricht hinaus –, sagte Frau Gottschalk im Namen der Elternschaft „Vergelts Gott und vielen Dank“.

Miriam W. beeindruckte mit ihrem Gesangsbeitrag „Time of our lives“, der von Sophie B. am Klavier begleitet wurde.

„Manchmal denke ich schon vor dem Frühstück an nicht weniger als sechs unmögliche Dinge“ – so zitierten die Stammkurslehrerinnen in einer kleinen Theaterszene, die auf der Parkfläche der Schülerinnen vor dem Bacheingang der SMS spielte, Alice im Wunderland. Sie ließen in Anlehnung an die Aufzählung der Filmheldin sechs „Unmöglichkeiten“ aus dem Leben der Oberstufenschülerinnen folgen. Diese Anspielungen für Insider amüsierten die Abiturientinnen spürbar.

Luisa B. und Rebecca K. bezogen sich in ihrer Rede, die sie für den Abiturjahrgang hielten, ebenfalls auf den Motto-Film, wobei sie Bilder und Symbole auf den Jahrgang übertrugen. Mit Blick auf die Uhr zeigten sie auf, was an Schulzeit hinter ihnen liegt, nämlich 80 Monate, 1600 Tage, 10.500 Stunden, 630.000 Minuten, 37.800.000 Sekunden mit Erfahrungen von Höhen (wie Ferien und Unterrichtsausfall, der „Dank“ Herrn Claessens ausgetüfteltem Vertretungsplan nur selten vorgekommen sei) und Tiefen (z.B. stressige LK-Lernphasen). Beide Rednerinnen dankten für das Verständnis der Lehrer, von denen sie geprägt worden wären. Sie hätten gelernt, Kompromisse einzugehen sowie Situationen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. So hätten sich die Schülerinnen zusammengerauft und zu einer Stufe zusammengeschlossen. Die Schülersprecherinnen riefen eine Reihe von Erinnerungen aus den vergangenen Jahren ins Gedächtnis („Wisst ihr noch …?) und stellten ein Alice-Motto über die Zukunft, in die sie nun blicken: „Das Unmögliche zu schaffen, gelingt einem nur, wenn man es für möglich hält.“ Mitschülerinnen und Lehrpersonen hätten ihnen die Schlüssel in die Hand gegeben, um das Unmögliche zu wagen. Gespannt seien sie nun auf die nächsten Herausforderungen und sie sprachen gute Wünsche aus für den Weg in das zukünftige Wunderland.

Angeregt durch das „Alice“-Zitat „Wie lange ist ‚für immer‘? – Manchmal nur eine Sekunde“ machten die Schülersprecherinnen Elodie N.

und Isabel M. bewusst, wie schnell die Schulzeit vergangen sei. In ihrem Grußwort fragten sie, ob die Abiturientinnen jetzt ein Wunderland verließen oder ob für sie nun das Leben im Wunderland beginne. Im Wissen darum, dass es jetzt für sie viel zu entdecken gebe, spornten sie die jungen Frauen an, einzigartig und mutig zu sein wie Alice, flink wie der Hase und so viel zu lächeln wie die Grinsekatze im Film.

Das Schulorchester unter der Leitung von Frau Jocks spielte „Somewhere over the rainbow“ (A. Arlen, arr. A. Cappellari).

Vier Orchestermitglieder, die seit der 5. Klasse dabei waren, haben zum letzten Mal ihre Instrumente in diesem Raum und Rahmen zum Klingen gebracht. „Dass ein Wunderland Wunderland sein kann“ – so Frau Jocks, dazu braucht es Musik. Sie bekräftigte ihre Behauptung mit dem Argument: „Keine Feier ohne Musik“ und erinnerte an Sommer- und Adventskonzerte, an Auftritte beim Bendorfer Weihnachtsmarkt, an Gottesdienste und Schul(jubiläums)feiern, an Probenwochenenden und Orchesterreisen. Als guten Rat gab die Musiklehrerin den scheidenden Orchestermitgliedern auf den Weg: „Wenn ihr euch ein neues Wunderland sucht, dann macht die Ohren auf. Dort, wo die Musik schön ist, da wird auch ein schönes Wunderland sein.“

Die Stammkursleiterinnen schlossen sich mit guten Wünschen für die Lebensreise der 13er an und tanzten zum Abschied zur großen Freude der Abiturientinnen den „Hutmachertanz“ aus „Alice im Wunderland“.

Als die Stimmung auf dem Höhepunkt angelangt war, fand die Überreichung der Abiturzeugnisse statt. Damit war auch der Augenblick der Preisverleihung gekommen.

Debora K. erhielt den Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, Michelle Sch. und Leonie K. jeweils eine Urkunde.

Die Deutsche Mathematiker-Vereinigung zeichnete Michelle Sch. aus.
Fabienne Sch. wurde mit dem Rheinland-Pfälzischen Sportpreis, dem Abiturpreis des Landessportbunds ausgezeichnet für hervorragende Leistungen im Schulsport, verbunden mit persönlichen Leistungen im Sinne der olympischen Idee.

Rebecca R. wurde geehrt mit dem Preis des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz für ihr außergewöhnliches historisches Wissen, das weit über den Unterrichtsstoff hinausgehe und das sie in konstanten Leistungen im LK Geschichte unter Beweis gestellt habe.

Pauline B. erhielt mit dem Abitur-Chemiepreis die Auszeichnung der Gesellschaft Deutscher Chemiker,

Marie-Christine G. und Luisa B. den Musikpreis für herausragende Leistungen im Fach Musik,

Anna V. den Preis des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin.
Schließlich wurden noch einmal alle Abiturientinnen auf die Bühne gebeteten. Sr. M. Gabriele war es eine große Freude zu verkünden, dass erstmals auch der Ehemaligenverein Auszeichnungen verliehen habe. Die erste ging an Debora K., die aus dem Kreis der ehemaligen Realschülerinnen das beste Abiturergebnis erreicht hat. Eine weitere Preisträgerin ist Pauline B. mit dem besten Abi-Schnitt.

Von Frau Krechel wurden – auch im Namen der Geschäftsführer und des Bildungsreferenten des DRK-Kreisverbandes – 21 Abiturientinnen geehrt, die zum Schulsanitätsdienst gehört hatten.

Herr Ullenbruch sprach seinen Dank an „die wilde 13“ aus. 13 Abiturientinnen – eine stolze Zahl – waren Mitglieder der Burundi-AG. Über Jahre hinweg (einige waren seit der 8. Klasse dabei) hatten sie eifrig Spenden gesammelt. Ein Highlight war der großen Spendenlauf im Jahr2015, den sie organisiert hatten und bei dem 25.000 € eingenommen worden waren. Durch diese Initiativen konnte eine Renovierung unserer Partnerschule in Mutumba vorgenommen werden. Neue sanitäre Anlagen wurden gebaut, der Schlafsaal erweitert, eine neue Küche eingerichtet, Schulmaterialien und Hygieneartikel konnten angeschafft werden. Schließlich erwähnte Herr Ullenbruch noch eine Wirksamkeit der Burundi-AG von ganz besonderer Art. Sr. M. Nicolette, die vor Ort lebt, hatte ihm vor kurzem in einer Mail mitgeteilt, dass die Schülerinnen der Burundi-AG den Mädchen im Mutumba ein Vorbild wären. Sie ließen sich durch ihr Vorbild anspornen, auch eine AG zu gründen, das Beste aus sich zu machen und sich um die zu kümmern, denen es schlechter geht als ihnen. Am Ende hatte Herr Ullenbruch noch eine Überraschung aus Burundi parat: 13 in burundischer Handarbeit fabrizierte zweiteilige Körbchen waren im Flugzeug aus Afrika auf den Weg geschickt, auf Verkehrswegen über die Schweiz nach Vallendar transportiert worden und gerade noch rechtzeitig zur Entlassfeier in der Marienschule angekommen. Herr Ullenbruch dankte den Abiturientinnen mit diesem schönen Zeichen der Verbundenheit für ihr Engagement und äußerte die Bitte, auch in Zukunft diejenigen, die auf der Schattenseite leben, nicht zu vergessen.

Um Rebecca R. zu ehren, hatte sich ein besonderer Ehrengast angemeldet: Herr Böhm, Zweiter stellvertretender Schulleiter i.R., war extra zur Entlassfeier gekommen, um eine Laudatio für Rebecca zu halten, ihr den Preis der Schulleitung zu überreichen und Dankeschön zu sagen, dass sie sich mit unermüdlichem Eifer und ständiger Bereitschaft um die Technik in der Schule gekümmert habe. Bei Konzerten und Feiern aller Arten „war sie früher als alle da und ist später als alle gegangen“, sagte Herr Böhm und nannte die Aula zwar scherzhaft aber mit Realitätssinn Rebeccas „Wohn- und Schlafzimmer“. Über Jahre hinweg habe Rebecca ihm damit Arbeit und Sorgen abgenommen und nun auch ihre Nachfolgerinnen eingeführt und fit gemacht, diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen.

Eine besondere Ehre ist der Preis der Ministerin für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz. Er geht in diesem Jahr an Luisa B. für ihre vorbildliche Haltung und ihr außerordentliches Engagement in der Schule. Luisas selbstlose Hilfsbereitschaft, ihre Verlässlichkeit und ihr Verantwortungsbewusstsein wurden von Sr. M. Gabriele hervorgehoben.

Mit dem Lied „It’s time“ (Imagine Dragons) demonstrierte der Abiturjahrgang 2017 eindrucksvoll und ausdrucksstark nicht nur seine stimmlichen Zusammenklang, sondern den Zusammenhalt und Stärke von 58 jungen Frauen.
Wir wünschen, dass der Auszug der Abiturientinnen aus dem Wunderland der SMS für jede persönlich ein Einzug in ein neues Wunderland werde und dass der Himmel mithilft, dass die Augen der jungen Frauen immer strahlen.

Fotos: Dr. K.-W.Wenndorf

 



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