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Spuren am Weg · 05.02.2017

Mit einem großen Gottesdienst und einem Festakt feierte die Schulgemeinschaft zusammen mit der Provinzleitung der Schönstätter Marienschwestern und Vertretern aus den Bereichen Politik und Bildung Abschied von Sr. M. Anneclaire, der langjährigen Schulleiterin.

Außerordentlich war der Anlass, zu dem sich die über 900 Schülerinnen, mehr als 75 Lehrerinnen und Lehrer, viele Ehemalige und Freunde der Schönstätter Marienschule sowie 80 geladene Gäste am 03.02.2017 in der Pilgerkirche versammelt hatten. „Spuren am Weg“ – so hieß das Motto des Festgottesdienstes, den die Religionslehrerinnen Frau Knors, Frau Seibel und Frau Weiß zusammen mit Schülerinnen verschiedener Jahrgangsstufen vorbereitet hatten.

In diesem Gottesdienst wurde Sr. M. Anneclaire und zusammen mit ihr Gott gedankt für ihr segensreiches Wirken und die Spuren, die sie in ihrer 15-jährigen Amtszeit als Schulleiterin hinterlassen hat.

Pfarrer Schnocks, der dem Schönstatt-Priesterverband angehört, stand der Eucharistiefeier vor.

Dass es ein besonderer Gottesdienst war, spürte man schon bei den Klängen des Eingangsliedes „In deinen Händen steht die Zeit“ und des Antwortgesangs „Du bist wie ein Baum“.

Erinnerungen an die Feiern zum 70. Schuljubiläum vor anderthalb Jahren, einem der Höhepunkte in der Amtszeit von Sr. M. Anneclaire, wurden damit wach; und es sollte diesmal noch feierlicher werden, denn nicht nur der große Schulchor, sondern auch das Orchester hatten vor der Altarinsel Platz genommen und füllten mit vielen Stimmen und Instrumenten den Klangraum der Kirche.

Zur Feier des Tages wurde ein Gloria-Lied angestimmt, das – für die Marienschule passend – an das Magnificat der Gottesmutter angelehnt war. In seiner Predigt griff Pfarrer Schnocks ein afrikanisches Märchen auf, das deutlich machte, wie wesentlich und wertvoll es ist, Kontakte zu pflegen.

„Was zählt“, so Pfarrer Schnocks, „sind die inneren Beziehungen”. Gute Beziehungen trügen wesentlich bei zu einem Gelingen des Lebens. Beziehungen – in ihrer unterschiedlichen Intensität – seien wie Mosaiksteinchen für das Große, Wertvolle, Bleibende. Er erinnerte daran, dass Sr. M. Anneclaire einen pädagogischen Beruf gewählt und sich damit auf Kinder und Jugendliche eingelassen, sie unterstützt, gefördert und gefordert habe. Dazu zitierte er Pater Kentenich: „Erziehen heißt, selbstlos fremdem Leben dienen.“ Anhand des Evangeliums (Joh 14, 1-14: das Gespräch über den Weg zum Vater) zeigte Pfarrer Schnocks noch eine tiefere Dimension in der Beziehung Jesu zu seinem Vater auf: „Gottes Wesen ist innigste Beziehung. Liebe kann nie allein sein; sie braucht ein Du, braucht Beziehung. Gott hat uns mit dieser Beziehung beschenkt; er wirkt durch Menschen diese Beziehung zu uns. Wir danken Gott für die Berufung von Sr. M. Anneclaire.“ Als Marienschwester und als Lehrerin habe sie die göttliche Beziehung hineinwirken lassen in die tiefen menschlichen Beziehungen und auch dadurch Spuren hinterlassen.

In den Fürbitten brachten die Schülerinnen ihre Anliegen vor Gott.

Für Sr. M. Anneclaire beteten sie: „Nichts ohne DICH, nichts ohne UNS. Herr, in diesem Vertrauen auf die Gottesmutter Maria hat Sr. M. Anneclaire Schönstatt und seine Schule in fünf Jahrzehnten erfahren. Vor allem als Lehrerin und Schulleiterin hat sie hier vor Ort im Leben zahlreicher Schülerinnen Spuren hinterlassen. Begleite sie auch auf ihren neuen Wegen und schenke ihr gute Begegnungen und Lebensfreude.“

Zum Friedensgruß wandten sich die großen und kleinen Gottesdienstbesucher gerne einander zu. Das Motto der Messe klang im Lied „Wir haben Gottes Spuren festgestellt“ an. Während der heiligen Kommunion ließen Chor und Orchester die „Alleluja Fanfare“ erklingen. Nach diesem erhebenden Musikstück wurde zur Danksagung ein besinnlich-meditatives Lied angestimmt: „Herr, wohin sonst, sollten wir gehen“. Es hat sich ins Gemüt der Schülerinnen eingesungen, trifft den Grundton der Schulgemeinschaft und hat auch im Herzen von Sr. M. Anneclaire Spuren hinterlassen.
Am Ende des Festgottesdienstes dankte Sr. M. Anneclaire allen, die den Gottesdienst vorbereitet und mitgestaltet hatten.

Sie dankte Pfarrer Schnocks, der in den vergangenen Jahren viele Klassen-, Stufen- und Schulmessen in der SMS gefeiert hat. Ein herzliches Dankeschön sagte sie den Schülerinnen für deren Kartengrüße. Wenn sie – wie vorgeschlagen – jeden Tag eine der über 900 selbstgemalten Naturmotive mit persönlichen Abschieds- und Grußworten aufstelle, dann habe sie über drei Jahre lang Freude an der Originalität der Schülerinnen, mit denen sie in Beziehung gestanden habe.

Mit dem Marienlied „Du bist die Siegerin“ klang der Festgottesdienst aus. Die Feier zur Verabschiedung von Sr. M. Anneclaire wurde in der Aula der Marienschule mit einem Festakt fortgesetzt.

Während des Tages brannte im Urheiligtum die SMS-Dankeskerze – ein Geschenk aus dem Kollegium an Sr. M. Anneclaire.

Fotos: T. Stienemeier, D. Bleyenberg

 



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