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Heldenhaft in die Zukunft - die Abschlussklasse 2016 · 12.07.2016

58 Zehntklässlerinnen beschlossen am 8. Juli 2016 ihre Realschulzeit an der Schönstätter Marienschule unter dem Motto „Mit dem Abschluss in den Händen werden Helden zu Legenden“. Während Merle Heyer das Solo „Halleluja“ sang, zogen die Schülerinnen um 17 Uhr feierlich mit einer Rose in die Pallottikirche ein. Dort feierten sie unter Leitung von Pater Gattwinkel und Pfarrer Götz mit ihren Familien, Freunden und Lehrpersonen einen ökumenischen Gottesdienst.

Nach einem Rückblick auf heldenhafte Taten des bisherigen Lebens veranschaulichten die Schülerinnen mit einem Videoclip, wie die Wise Guys „die wahren Helden“ besingen: Menschen, die das Herz am rechten Fleck haben, die z. B. andere in Not begleiten, ohne dafür Applaus zu erhalten.

In seiner Predigt griff Pater Gattwinkel die Lesung – Psalm 76 – auf: Gott gehe es nicht um Waffengewalt, um Überlegenheit über andere Menschen; vielmehr wolle er den Gebeutelten helfen. Er appellierte an die Schülerinnen, dies als Ebenbilder Gottes auch zu tun. Konkret zeigte er das am Evangelium über die Seligpreisungen (Mt 5,3–12) auf: barmherzig sein, Frieden stiften… Heldenhaft sei, den anderen zu ihrer Größe zu verhelfen. Pater Gattwinkel zitierte Vinzenz Pallotti, der gesagt hat, dass ein Heiliger (ein Held) jemand sein, der alles tue, was andere tun, aber nicht wie die anderen. Er ermutigte die Schülerinnen, auf ihre eigene Art zu handeln, ihr Tun mit ihrem Leben zu füllen, sich einzusetzen, dass die Größe von Menschen, ihre Würde und ihr Ansehen nicht geschmälert werden. Wahre Helden würden über sich hinauswachsen, finden zur eigenen Größe. Deshalb solle man sich nicht mit anderen vergleichen, sondern den eigenen Weg gehen, das zum Leuchten bringen, was in einem selbst liege.

Beim Vaterunser umstanden alle Abschlussschülerinnen den Altar und fassten sich an den Händen. In einem Gebet riefen die Klassenlehrerinnen – Frau Acker und Frau Schemmer – dazu auf, Frieden zu stiften und dadurch wahre Helden zu sein.
Der Gottesdienst hatte einen ansprechenden musikalischen Rahmen – unterstützt von Frau Garmacea und Frau Maasri. In den Liedern klang noch einmal das religiöse Erlebnis vergangener Schulfeste auf: das Motiv des Baumes, das Thema „Barmherzigkeit“, die Sehnsucht, in Jesus einen festen Anker zu haben.

Nach dem Gottesdienst begaben sich die Abschlussschülerinnen mit ihren beiden Klassenlehrerinnen zum Schuleingang, wo ein Gruppenfoto gemacht wurde. Dann gingen sie zu ihren Familien, Freunden und Lehrpersonen zur Mensa. Dort war ein herrliches Buffet gerichtet. Besondere Aufmerksamkeit erweckte eine riesengroße Torte mit dem Abschlussmotto. Es kam zu vielen netten Begegnungen, während nebenbei leckere Köstlichkeiten verzehrt wurden.

Um 19 Uhr begann die Feier in der Aula, welche von Mareike Brenner und Merle Heyer moderiert wurde. Nach der Begrüßung und dem festlichen Einzug der Schülerinnen sang der Chor. Frau Maasri bedankte sich bei Leonie Meiß und Katrin Keil für ihr Mitsingen. Drei Schülerinnen – Julia Beck, Saskia Nieth und Erja Schiltz – sprach Frau Krechel ihren Dank für dein Einsatz im Schulsanitätsdienst aus.

Nun hielt Sr. Elvira ihre Rede. Zunächst bedankte sie sich für die gute Zusammenarbeit mit den Eltern und das Engagement der Lehrer, besonders der beiden Klassenleiterinnen. Auch Sr. Elvira hatte sich mit der Frage beschäftigt, wer und was denn eigentlich ein Held sei. Sie griff den klassischen Heldenbegriff auf, dass ein Held eine Person sei, die sich durch kühne, außergewöhnliche Taten auszeichne, wie Odysseus, David oder die heilige Jungfrau Johanna. Dann umschrieb Sr. Elvira nach dem Philosophen Holger Zaborowski Helden als Menschen, die das Leben lebenswert machen, ihm Sinn geben. Als literarische Helden führte sie u. a. Pippi Langstrumpf oder Harry Potter an, die ihre Schwächen überwinden lernen. Wesen wie Sailor Moon und Wonder Women dienten als Beispiele, wie man für Gerechtigkeit und den Sieg des Guten kämpfen kann, allerdings in einer Scheinwelt. Davon grenzte Sr. Elvira die Schülerinnen als sehr normale, menschliche Heldinnen ab, die sich im Alltag mit ihren persönlichen Fähigkeiten bewährt und den Mut gehabt haben, bei Schwierigkeiten nicht aufzugeben. Schließlich kam Sr. Elvira auf die Bergpredigt als Kriterium für heldenhaftes Handeln zu sprechen. Die Seligpreisungen zeigen Maßstäbe für die Gestaltung einer besseren Welt auf, z. B. einfach leben, Güte wagen, Leiden merken. Mit der Goldenen Regel – den anderen all das tun, was man selbst von ihnen erwartet – brachte sie christliches Heldentum auf den Punkt. Indem man sich für die Mitmenschen einsetze, Vorbild sei, rege man andere an, aus seinem Leben – seiner Legende – zu lesen. Zusammenfassend sagte Sr. Elvira: „Ein Held ist, wer sein Leben Großem weiht.“ Dabei verwies sie auf das Vorbild unserer Schule, auf Maria, aus der Großes geworden sei, weil sie sich auf Gott eingelassen habe. Die Realschulleiterin ermunterte die Schülerinnen, ihr Leben Großem zum weihen und dadurch Helden zu sein.

Den Worten von Sr. Elvira schloss sich die Geschenkübergabe der Abschlussschülerinnen an die SMS an: eine schön gestaltete Säule im oberen Schulhof.

Anhand von zwei Videos konnten frohe Momente des Schullebens – wie Klassenfahrten – nacherlebt werden. Alisha Schmidt und Isabel Hünermann erfreuten durch ihren Gesang. Mit Hilfe moderner Heldendarstellungen gaben Frau Acker und Frau Schemmer ihren Schülerinnen verschiedene Wünsche mit auf den weiteren Lebensweg. Zu deren Freude tauchten immer wieder die Köpfe der Lehrer bei einem flotten Lied auf. In voller Größe erschienen die Lehrer, als sie zum Dank Rosen oder ein Getränk erhielten. Jasmin Meyhöfer unterstrich die harmonische Stimmung durch ein Klavierspiel, bevor die Klassensprecherinnen ihre Abschiedsworte sprachen.

Anschließend kam der eigentliche Moment des Abends, nämlich die feierliche Zeugnisausgabe. Dabei wurden Anne Bender und Merle Schäfer ausgezeichnet. Mit einem anmutigen Abschlusslied ging die gelungene Feier zu Ende.

(Sr. M. Verena Röhrig)

 



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