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Der Junge im gestreiften Pyjama - ein Gedicht · 22.06.2016

Die Klasse 8b hat sich in Deutsch mit der Lektüre “Der Junge im gestreiften Pyjama” von John Boyne beschäftigt. In dem Roman geht es um einen Jungen namens Bruno, dessen Vater zum Kommandanten des Konzentrationslagers Auschwitz ernannt wird. Obwohl der Vater versucht, die Welt jenseits des Stacheldrahtes von Bruno fernzuhalten, gelingt es diesem, sich mit einem jüdischen Jungen namens Schmuel anzufreunden. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf…

Im Verlauf der Lektüre ist von einer Bank die Rede, die zur Einweihung des Vernichtungslagers gestiftet wurde. Die Schülerinnen erhielten zunächst die Aufgabe, aufzuschreiben, welche positiven Gedanken sie normalerweise mit einer Bank verbinden. In einem zweiten Schritt ging es darum, zu reflektieren, welche Gedanken ihnen wohl in den Sinn kämen, wenn sie auf einer solchen Bank in Auschwitz sitzen würden.

Samiya Kara aus der Klasse 8b hat in diesem Zusammenhang ein sehr eindrucksvolles Gedicht verfasst, welches wir den Lesern unserer Homepage nicht vorenthalten wollen.

Traum

Blumen schillern und Blumenbeete
liegen auf einem grasgrünen Rasen.
So lieblich und schön.
So voller Hoffnung, Trost
und ein Zeichen des Glücks.
Lassen nicht ahnen
die Schwingen der Raben,
die sich an trostlosen Ebenen laben.
Mit pechschwarzem Flaum
kann man sie sehen und
staunen über die Wunder des Lebens.

Wie oft man doch hört,
dass pechschwarze Raben
einem die unheilvolle Zukunft vorhersagen.
Wenn sie wohl über diese Ebenen springen
kann das nicht unverschämtes Glück bringen.

Eine Mauer, ein Zaun,
das Gefängnis im Käfig
schaut trostlos, verlassen und griesgrämig aus.
Ich sehe nicht viel;
ich verstehe nicht viel.
Mein Herz rast so schnell,
droht zu zerspringen.
Wie Spiegel, die ich in meinem Kopf ersinne.

Wenn der Zaun fällt,
gehe ich hin, sage: „Hallo“ zu einem Kind.
Bin mir sicher, dass wir Freunde sind.
Ich sah es im Traum.
Entfernt von Zeit und Raum
spielten wir, wir wären frei,
würden wandern und Geschichte sein.

Doch so nahe die Blume der Hoffnung auch ist,
erreichen kann man sie nicht.
So werden die Gitter nicht fallen können.
Das Licht scheint weit weg,
von den Raben verschluckt,
die krächzend über Asche springen
und ein Lied der Verzweiflung über sie singen.

Samiya Robina Kara

 



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