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Ökumenischer Kreuzweg der Jugend, 4. - 6. Station · 24.03.2016

4. Station – Wo bist du, Gott, in meiner Not?
An der Station „Jesus fällt erneut“ endet der Weg scheinbar vor der Wand.

Vor die Wand gelaufen.
Kein Entkommen, keine Rettung ist in Sicht.
Und weit und breit ist kein Mensch,
nur harter Stein.
Einfach ausweglos, der Kreuzweg Jesu.
Wo ist Gott in dieser Not?

Die Wand vor Augen.
Nicht mehr weiterwissen.
In eine Sachgasse geraten.
Jede Sorge ist ein neuer Stein.
Meine Probleme lassen die Mauer wachsen,
machen sie unüberwindlich hoch.
Wo ist Gott in meiner Not?

Vor die Wand gefahren sind viele Konflikte in unserer Welt,
unversöhnbar die Fronten im Heiligen Land, zwischen Israelis und Palästinensern,
zwischen Juden, Muslimen und Christen.
Mitten in Jerusalem begegnen sie sich täglich.
Doch werden die Mauern dort immer höher gebaut.
Ist da kein Ausweg in Jerusalem?
Keine Rettung in Sicht? Wo bist du, Gott?

Gebet:
Gott, hilf mir auszuhalten, wo es nicht weitergehet.
Stärke mich, mit dem umzugehen, was mir im Weg steht.
Gib mir Kraft zum Weitergehen.
Schenke uns die Vision von einer Welt ohne Mauern.
Sei du mit uns auf unserem Weg. Amen.

5. Station – Wo bist du, Mensch, was suchst du?
An der Station „Jesus wird seiner Kleider beraubt“ stehen Männer, die Kreuze verleihen.

Die letzten Stufen auf der Via Dolorosa.

„So kamen sie an den Ort, der Golgota genannt wird, das heißt Schädelhöhe. Und sie […] warfen das Los und verteilten seine Kleider unter sich.“

Hier haben sie Jesus alles genommen. Sogar seine Kleider haben sie unter sich verteilt.
Heute erinnert nichts mehr an diese Szene.
Stattdessen sitzen da Männer, die auf Kundschaft warten. Sie verleihen große Holzkreuze an Menschen, die eine Erfahrung mit dem Kreuz suchen.
Menschen wollen die Via Dolorosa mit einem Kreuz auf den Schultern gehen.
Sie setzen sich den Blicken der anderen aus. Sie spüren das Gewicht des Kreuzes.
Sie halten das Holz in ihren Händen.
Sie wollen verstehen, erleben, fühlen, was damals geschah.

Auch wir gehen den Leidensweg Jesu. Auch wir möchten verstehen, was damals geschah.
Ich sehe mir das Kreuz an. Wie schwer ist es wohl? Wie fühlt sich das Kreuz an? Was bedeutet das Kreuz für mich?

Gebet:
Jesus, du hast das Kreuz getragen. Ich möchte verstehen, was damals geschah. Und ich möchte begreifen, was dein Kreuz für mich bedeutet. Egal, wie ich das erfahren kann – sei mir nahe. Amen.

6. Station – Wo bist du, Mensch, in der Masse?
In der Grabeskirche schiebt sich an der Station „Jesus wird ans Kreuz geschlagen“ die Menge vorbei.

Schon am Beginn seines Leidensweges kam Jesus zu seinen Jüngern und fand sie schlafend. Er sagte: „Könnt ihr nicht einmal eine Stunde mit mir wachen und bei mir sein?“

Wir schlafen nicht.
Wir gehen voran.
Wir sind die Masse, wir schieben uns vor, wir wollen weiter.
Wir haben mit uns zu tun.
Wir haben mit uns genug zu tun.
Nichts soll uns aufhalten.

Doch wir schauen geradeaus.
Wir gehen vorbei.
Für das Leiden nebenan haben wir keinen Blick.
Das Elend lassen wir rechts liegen.
Wir denken, wir können ja doch nichts ändern.
Wer kann uns erlösen vom Dösen?

Gebet:
Unser Gott, öffne uns die Augen. Lass uns hinsehen. Lass uns wach sein und achtsam für den Schmerz anderer. Gib uns Ideen und Mut, unsere Welt besser zu machen. In deinem Sinn. Amen.

Weiter zur 7. Station bis Schluss

Link zum Ökumenischen Kreuzweg der Jugend 2016

 



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