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Schwester M. Lisabeth

“Heimwärts zum Vater geht unser Weg” (J. Kentenich)

Am 3. Februar 2016 ist Schwester M. Lisabeth im Alter von 92 Jahren heimgegangen.
In ihrer letzten Lebensphase, die sie in Koblenz-Metternich verbrachte, hat sie krankheitsbedingt sehr unter Schmerzen gelitten und ist nun von ihren Leiden erlöst.

Viele Ehemalige der Schönstätter Marienschule, die in den 50er, 60er und 70er Jahren im Internat Wildburg waren, haben Schwester M. Lisabeth geschätzt und geliebt, verdanken ihr sehr viel und sind ihr über Jahrzehnte verbunden geblieben. Sie war eine charismatische Erzieherin, die in einem hohen Maß verkörperte, was sie in einem ihrer Lieblingsgebete oft für sich und andere von Maria erbeten hat, nämlich nach ihrem Vorbild „stark und würdig, schlicht und mild“ zu sein.

Am Trauergottesdienst am 10. Februar 2016 in Haus Providentia, Koblenz-Metternich, nahmen ehemalige Internatsschülerinnen von nah und fern teil. Zusammen mit vielen Mitschwestern und Angehörigen von Schwester M. Lisabeth dankten sie Gott für ihr reiches Leben und gaben ihr das letzte Geleit zum Schwesternfriedhof. Dr. med. Maria Brand sprach im Namen der Ehemaligen ein bewegendes Wort zum Abschied.

Schw. M. Anneclaire
(Klara Gerharz, Internatsschülerin in den 60er Jahren)

Nachrufe

Dr. Maria Brand:
(Fachärztin für Kinder-und Jugendmedizin)

Im Namen all der vielen Internatsschülerinnen der Schönstätter Marienschule, von denen ich eine war, möchte ich Schwester M. Lisabeth noch einmal den Dank aussprechen.
In einer Zeit, in der es nicht selbstverständlich war, dass Mädchen studierten, hat sie uns mit ihrem wachen Geist, ihrer schönstättischen Geistigkeit zu freiheitlichen, verantwortungsbewussten, christlichen Menschen erzogen und uns dabei mit ihrem Herzen begleitet.
Immer hatte sie ein Ohr für alle kleinen und grossen Sorgen, wenn sie oft noch spät-
abends durch die Zimmer ging und persönlich Gute Nacht sagte.
Ihr Vorbild hat auch unsere Beziehungen zu Gott, der Gottesmutter, den Menschen
und uns selbst geprägt. Ich kann das zumindest für mich sagen.
Schwester M. Lisabeth hat uns auch die Freude am Schönen vermittelt und sie sich selbst bis zum Schluss in aller Krankheit erhalten.
Wir danken Schwester M. Lisabeth für alle liebevolle und treusorgende Begleitung!
Auf Wiedersehen!

Dr. Maria Brand
und viele ehemalige Internatsschülerinnen

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Dr. med. Gerlind Scherf, geb. Siepe:

Mein Lebensweg wurde entscheidend von Sr. Lisabeth geprägt. Ich komme aus einem sehr autoritären Elternhaus, lernte die Schönstätter Marienschwestern im Brüderkrankenhaus bei einem Schwesternhelferinnenkurs kennen und wünschte dringend ins Internat zu kommen. So begegnete ich Sr. Lisabeth und erlebte drei Jahre eine einfühlsame, weise und liebevolle pädagogische Führung. Ich erfuhr, was Vertrauen ist, was Lebensträume sind, aber ich lernte auch, was ein gesundes Selbstbewusstsein ist. Manchen Spaziergang konnte ich in den späteren Jahren mit ihr durch Schönstatt machen.

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Gertrud Hoos, geb. Jacobs:

„Die Todesanzeige von Schwester Lisabeth macht mich sehr traurig. Sie war in meiner gesamten Internatszeit von 1960-1969 die Internatsleiterin und gerade in der Oberstufe eine wunderbare Pädagogin. Wir alle haben sie verehrt wegen ihrer feinen und klugen Art.“

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Gisela Katharina von Christen (Selzner-Bach):

Wir sind derzeit in unserem Haus in Österreich …. Sehr gerne hätte ich Schw. Lisabeth die letzte Ehre erwiesen. Beim Lesen der Todesanzeige kommen viele Erinnerungen an die Internatszeit hoch und ich denke mit tiefem Gefühl und Hochachtung an Schwester Lisabeth zurück, die gerade mir, in meiner schweren Zeit, als meine Mutter sehr krank war und später starb, zur Seite stand.
Ich behalte sie in meiner Erinnerung und sollte ich in Koblenz vorbei fahren, besuche ich ihr Grab.

Herzliche Grüße.
Gisela Katharina