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Der Ungarnchor beim Festival Europa Cantat in Pécs · 12.11.2015

Am Nachmittag des 25. Juli 2015 brachen 16 Schülerinnen der Klassen 6-12, frisch gestärkt durch Zeugnisse und den Startschuss in die Ferien, zum Europacantat nach Pecs auf. Gemeinsam mit Frau Maasri, Frau Jocks und Frau Becker machte der schon durch Schulfest und Sommerkonzert bekannt gewordener ‘Ungarnchor’ den Köln-Bonner Flughafen unsicher. Nach eigenständigen Erkundungstouren durch den Duty-Free-Bereich und dadurch schon neu geschlossenen Bekanntschaften untereinander, hieß es abheben… ehm nein. Nach zwei Verspätungsansagen, etlichen Klobesuchen und einer spontanen Probesession, umgeben von Geschäftsleuten und Handgepäck, stießen wir dann endlich zu der Crew ins Flugzeug, das uns etwas später als geplant behutsam in Budapest absetzte. Nach einer dreistündigen Reise in einem Kleinbus und der Bekanntmachung mit einer netten Dame aus Deutschland, die sich spontan dazu entschied, mit uns in den Süden Ungarns zu fahren, konnten wir alle – müde, aber sichtlich froh darüber, endlich ein richtiges Bett aufsuchen zu können (statt einen Flugzeug-, Bussitz oder die Schultern unseres Sitznachbarn) – in der Jugendherberge in Pécs einchecken.

Morgens hieß es dann früh aufstehen. Frau Maasri fuhr schon in die nahegelegene Innenstadt, um uns Pässe, Essensmarken und allerlei Zubehör wie Trinkflasche, Liederbücher und eine Tasche zu besorgen, während wir mit den zwei anderen Aufsichtspersonen, Frau Becker und Frau Jocks, das erwartete Frühstücksbuffet aufsuchten. „Buffet“ ist in diesem Fall vielleicht etwas zu viel gesagt, aber das war es, was wir uns in etwa vorgestellt hatten. Und dieser „Vorrat“ bestand wahlweise aus einem Glas Wasser, Orangensaft oder kaltem Kaffee, einem süßen und einem herzhaften Gebäckstück und – naja – nichts weiter. (Ach ja doch, zeitweise beehrten uns in der wohl kurzfristig zum Frühstücksgebäude umgebauten Sporthalle einzelne Sportler, die in einem von Netzen abgetrennten Teil gerne und fleißig Sport trieben.)

Danach nahmen wir gespannt den Bus in Richtung Stadtzentrum, um das erste Mal unsere Ausrüstung entgegenzunehmen und uns mit Frau Maasri wiederzutreffen. Nach den ersten Bekanntschaften mit einigen spanischen Chorsängern trafen wir im Workshop A7 ein, der uns von Markus Detterbeck und seinem Pianisten Andi das facettenreiche Thema der Filmmusik näherbringen sollte. Bis zum vorletzten Tag, dem Tag des Auftrittes mit den Workshops, trafen wir uns nun jeden Morgen/Vormittag mit den insgesamt 140 anderen Teilnehmern, die ebenfalls alle aus den verschiedensten Chören/Ensembles stammten. So knüpften wir schnell Kontakte mit Menschen aus Ländern wie Spanien und trafen auch Mitglieder des Chors aus Ungarn, der schon 2013 gemeinsam mit Frau Maasri und vier Schülerinnen unserer Schule am Projekt „Voices in Harmony“ im Libanon teilgenommen hat und aufgetreten ist.

Nach den Workshops (vier unserer Ungarnfahrerinnen besuchten statt A7 einen Workshop speziell für jüngere Sänger und Sängerinnen) besuchten wir Open Singing-Sessions, indem sich jeden Tag viele der Teilnehmer an der großen Hauptbühne trafen und gemeinsam musizierten. Außerdem gaben wir ein uns wirklich noch nie besser gelungenes Konzert unseres „Ungarnchors“, gemeinsam mit dem Japanischen Frauenchor „Brilliante“, mit dem wir in einer prächtigen Kirche u.a. „Heidenröslein“ und „Sakura“, ein japanisches Lied, sangen.

Am ersten Abend wurden alle Teilnehmer des 15. Europa Cantat Festivals von einem feierlichen Programm empfangen, inklusive Auftritte von heimischen Chören, des Orchesters und Miss Sophie, dem puppenartigen Maskottchen des Festivals.

An einem anderen Abend nahmen wir als Chor an einem Flashmob teil, bei dem sich das Publikum durch die Straßen Pécs’ bahnt, als „Navigation“ diente hierfür jeweils ein Chor, der ein wenig weiter anfing zu singen, nachdem ein anderer aufhörte.

Später am Abend besuchten wir nach dem Abendessen im Essenszelt oder an den zahlreichen Ständen der „Essensmeile“ in der Nähe der Haupttribüne verschiedene Konzerte oder ließen einfach den Tag bei gemütlichen Gesprächen und einem genüsslichen Bäumli (Gebäck) ausklingen.

Die Frau, die uns auf dem Flughafentransfer begleitet hatte, lief uns im Laufe aller Tage des Festivals immer wieder über den Weg, was uns das eine oder andere Mal sehr amüsierte (als sie beispielsweise plötzlich mitten unter uns stand, als wir abends ausgelassen an einer der Nebenbühnen einem Trompetenkonzert beiwohnten).

Am letzten Tag unserer Reise machten wir uns früh auf, um den Zug zurück nach Budapest zu nehmen. Durch die Hauptstadt Ungarns machten wir dann eine zweistündige Stadtrundreise, bei der uns unsere Führerin so viel wie möglich zeigte und beibrachte, wie zum Beispiel, dass die meisten Leute Budapest falsch aussprechen (sprich: ‘Budapescht’ statt ‘Budapest’ !), oder dass 2 Stunden auch überhaupt nicht ausreichen, um eine solche Stadt zu erkunden. Dennoch fanden wir uns trotz bewölktem Wetter an wirklich schönen Orten der Stadt wieder und erkundeten interessante Details, wie zum Beispiel die Hinterhöfe der Häuser, in denen früher auch Handel betrieben wurde.

Nach der Führung hatten wir noch ein wenig Zeit, bis unsere U-Bahn am Ostbahnhof zum Flughafen abfuhr, und so erkundeten die meisten das nahegelegene Einkaufszentrum Plaza Arena, indem viele nochmal eine Stärkung einnahmen.

Am Flughafen angekommen, erwartete uns bereits die allseits bekannte Verspätungsanzeigetafel, wegen der wir erneut auf unseren Abflug warten mussten. Im Flugzeug ließen wir die Reise und das Festival noch einmal Revue passieren und ich denke, wir kamen alle zu dem Entschluss, dass die Ungarnfahrt eine wirklich spektakuläre Reise war, die uns alle miteinander, ob 6. oder 12. Klasse, zusammengebracht hat, und dass das Europa Cantat Festival für Menschen aus der ganzen Welt eine Veranstaltung ist, friedlich und mit Spaß gemeinsam zu musizieren. In Deutschland und endlich zu Hause angekommen, fielen wir alle müde in unsere Betten – in freudiger Erwartung der nächsten Auftritte und der baldigen Wiedervereinigung auf dem Koblenzer Weihnachtsmarkt zum Bäumli essen.

Bericht von Chiara W., 13c

Die Fahrt wurde gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 



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