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70 Jahre SMS - die Schönstätter Marienschule feierte am 02.10.2015 einen runden Geburtstag · 06.10.2015

Die Sonne strahlte mit den Gesichtern der Schülerinnen um die Wette: Die Pilgerkirche war nahezu komplett gefüllt, als die Marienschule sich zum Festgottesdienst versammelt hatte, um das 70-jährige Bestehen zu feiern.

Jörg Schuh, Dechant des Dekanats Maifeld-Untermosel, zelebrierte den Gottesdienst und predigte sich direkt in die Herzen von Schülerinnen und Lehrern. Seine Aufforderung, ganz im Sinne der Pädagogik von Pater Josef Kentenich: Sei du selbst und sei es in bestmöglicher Form. Er ermunterte die Schülerinnen, an sich selbst zu glauben, selbstbewusst zu sein – mit dem Wissen, dass jede einzelne von ihnen genauso von Gott gewollt ist, wie sie ist. Mit allen Talenten, mit allen Schwächen. Sich selbst anzunehmen und so auch den anderen annehmen zu können.

Das Bild des Baumes stand über dem gesamten Feiertag:

Ein Baum, der langsam wächst, Jahresring für Jahresring, der tief verwurzelt ist – am besten im Glauben an Gott und getragen von der Liebe zur Gottesmutter – und der sich in seiner individuellen Schönheit entfalten kann.

Ein festlicher Gottesdienst – umrahmt von Chor und Orchester und geprägt von aussagekräftigen Symbolen wie der historischen Schulfahne und den Klassenkrönchen.

Und einem freudigen Ereignis: Die Burundi-AG konnte verkünden, dass mehr als 20 000 Euro beim Spendenlauf errannt worden waren. Das Geld kommt nun zum Teil der Partnerschule in Burundi sowie der Marienschule selbst zugute.

In der Aula der Schönstätter Marienschule wurde dann weiter gefeiert.
Prof. Hubertus Brantzen skizzierte in seinem Festvortrag die Bedeutung von katholischen Schulen. „Sie blicken die Welt mit den Augen des Glaubens an“, sagte er.

Gläubige Menschen, so Brantzen, suchen Gottes Spuren in ihrem eigenen Leben und in der Geschichte. Dieses Verständnis geben katholische Schulen an ihre Schüler weiter. „An der Marienschule zählen nicht nur Noten und Leistung, sondern jede einzelne Schülerin ist wertvoll“, sagte Brantzen.

Er blickte auf den Namen und die Patronin der Schule – die Gottesmutter Maria. „Maria ist nicht einfach eine traditionelle Zugabe“, sagte er. „Nein, sie ist der Prototyp des glaubenden Menschen.“ Brantzen analysierte die Verkündigungsszene: Maria wird vom Engel darüber informiert, dass sie Gottes Sohn gebären soll. „Als emanzipierte junge Frau fragt sie zunächst beim Engel nach, wie das gesehen soll.“ Erst als sie die Zusage bekommt, dass Gott ihr helfen wird und dabei sein wird, spricht sie ihr Ja. „Dies sind überzeitliche Tugenden“, so Brantzen: Gottes Ruf hören, selbstständig durchdenken und hinterfragen, sich Gottes Hilfe versichern und dann beherzt Ja sagen.

„Wir alle lernen an Modellen“, sagte er, „an Elternhaus und Schule. Und so können wir auch an Maria lernen, und wir können uns ihre Eigenschaften aneignen.“ Damit ist sie nicht nur eine abstrakte Namensgeberin, sondern sie ist eine Lehrperson. „Maria ist die erste Pädagogin an der Marienschule.“

In den verschiedenen Grußworten wurde vor allen Dingen gelobt, dass die Marienschule Werte vermittelt.

Landrat Alexander Saftig betonte: “Wir im Landkreis brauchen die Marienschule.“

Auch Verbandsgemeindebürgermeister Fred Pretz schloss sich an.

Georg Moesta, Vorsitzender des Stiftungsrates der Marienschule, hob die Bedeutung der Stiftung hervor.

Bei einer jährlichen Finanzierungslücke von rund 400 000 Euro sei die Marienschule auf die Stiftung und die Beiträge der Eltern angewiesen, damit ihr Fortbestand gesichert werden kann. Er verwies auf die vielen Projekte, die aus der Stiftung finanziert worden waren wie die Sanierung der Aula oder den Neubau der Mensa.

Das Lehrerkollegium sang ein Geburtstagslied auf seine Schule,

auch die Schülerinnen sangen und musizierten eifrig und trugen zur festlichen Atmosphäre bei.

Und auch zum herzlichen Gelächter, als die Schülersprecherinnen – ganz im Bild des Baumes bleibend – ihre Lehrer als Dünger bezeichneten.

So feierte die Marienschule als Gemeinschaft – das wurde spürbar. Und die Vertreter der Politik spürten ebenfalls, welche Kraft und welche Begeisterung in den jungen Damen an der Marienschule geweckt wird.

Für die Elternschaft sprach Bernd Schemmer (Schulelternbeirat) und machte der SMS eine Zaubernuss zum Geschenk.

Orientierungsstufenleiterin Anne-Kathrein Mering verglich die „faszinierende und liebenswerte Marienschule“ mit einer Edeltanne – die alle sechs bis neun Jahre nadelt und dann von jungen Nadeln neu besiedelt wird, und die rund 800 Jahre alt werden kann. „Wir sind mit 70 Jahren also noch sehr jung.“

Schulleiterin Schwester Anneclaire Gerharz gab denn auch gleich das Rezept mit, wie die Marienschule weiter Bestand haben und erfolgreich wirken kann: Von Schönstatt aus fließt der Bach durch das Schulgelände hindurch. Wenn die Marienschule ihre Wurzeln tief in diesem Segensstrom verankert hat, dem Segensstrom, der direkt aus dem Urheiligtum von Schönstatt fließt – dann muss sie nicht bange in die Zukunft gehen, sondern kann gestärkt die nächsten Jahre und Jahrzehnte angehen. Und sogar die 800 Jahre anpeilen…

Michael Defrancesco

Nach dem Festakt waren alle eingeladen zu einem Imbiss in der Mensa.

Ein besonderer Gast des Tages war Frau Diehl aus Ehrenbreitstein.

Sie war vor 70 Jahren dabei, als Pater Kentenich am 1. Oktober 1945 in der Hauskapelle der Wildburg vor den Schülerinnen und Lehrerinnen den Eröffnungsvortrag hielt und der Schule den Namen gab: Schönstätter Marienschule.

Fotos vom Gottesdienst: Daniel Bleyenberg
Fotos vom Festakt: Christian Wünsch

 



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