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"Schönstatt bewegt" – Gottesdienst zum Ende des Schuljahres 2014/15 · 25.07.2015

Am 24.07.2015 ging ein sehr langes und außerordentlich gefülltes Schuljahr zu Ende. Schülerinnen der Jahrgangsstufe 12, die den großen Gottesdienst in der Pilgerkirche vorbereitet hatten, blickten zurück auf die vergangenen Monate.

“Von ‘Schönstatt bewegt’ waren wir schon zu Beginn dieses Schuljahres im Einsatz bei der großen Hundertjahrfeier Schönstatts: auf der Willkommensmeile oder bei Auftritten in der Pilgerarena während der großen Feiern, beim Service in den Zelten.

Bewegt haben uns 70 Jahre Marienschule. Wir haben mit ungefähr 30 Projekten ein tolles Fest gefeiert – mit Hiphop, Patchwork, Geocashing, Tischtennis, Bogenschießen, Säfte mischen, Roboter programmieren und tanzen lassen, Bänke und Flöten bauen, Zaubern, Flohmarkt organisieren, Musical und Mode präsentieren, Theater spielen, kochen und Kuchen backen, trommeln, Kunstwerke installieren, kickern, und – mit einer ausgezeichneten Gastronomie.

Bewegt sind wir nicht nur von unseren schönen Festen. Wir haben uns auch bewegen lassen von weniger schönen Realitäten, vom Kontrast zu unserer Lebenswelt. Wir leben – solange die Schule besteht – im Frieden, in Sicherheit. Wir haben alles, was wir brauchen, eine schöne Schule mit guter Ausstattung. Bewegt haben uns Bilder und Berichte von unserer Partnerschule in Burundi. Die Schülerinnen dort gehen in eine Schule mit miserabler Ausstattung und wohnen in einem Internat mit katastrophalen Unterkünften.
Bewegt haben uns zuletzt Nachrichten von Unruhen und von der Angst vor neuer Gewalt. Die Schülerinnen unserer Partnerschule haben in 50 Jahren schreckliche Zeiten des Unfriedens erlebt und leben wegen der politischen Unruhen zur Zeit wieder in großer Unsicherheit und Zukunftsangst. Bewegt vom Schicksal der Schülerinnen dort, hat unsere Burundi-AG zum gestrigen Spendenlauf als Friedenslauf „Schönstatt bewegt“ eingeladen. Unser Friedenslauf steht im Zeichen dieser Friedenstaube.

Heute regt sie uns an, um den Frieden zu bitten – für Burundi und für die vielen Brennpunkte der Welt, die von Unfrieden, Terror und Kriegen heimgesucht sind.”

Bittgebete, aber auch Lob und Dank wurden vom Schulchor unter der Leitung von Frau Maasri begleitet.

Pater Kiefer bestätigt zu Beginn seiner Predigt, dass wir eine Menge bewegt hätten in den letzten Monaten, angefangen vom großen Schönstattjubiläum bis hin zum gestrigen Friedenslauf. „Es ist gut, dass ihr über den Tellerrand hinausschaut bis nach Burundi, dass ich euch für eure Mitschülerinnen in Burundi bewegen lasst“, sagte er und fügte hinzu: „Ist das nicht unsere Leidenschaft, bewegt vom Schicksal der Menschen zu sein, vom Unfrieden, Zickenkrieg und Mobbing eine Gegenbewegung anzuzetteln, eine Willkommenskultur und Versöhnungsbreitschaft zu pflegen?“
Pater Kiefer rief uns auf, bewegte Menschen zu sein, wach und aufmerksam durch die Welt zu gehen, einander anzunehmen und Talenten zum Durchbruch zu verhelfen. „Wir bewegen viel in den folgenden Tagen der Ferien: Verkehrsmittel, unsere Handys – auch unsere Herzen?“ Ganz konkret wurde Pater Kiefer, indem er uns anregt, hilfsbereit unsere Hände zu bewegen, unsere Füße, um aufeinander zuzugehen, um auf einem schwierigen Weg auszuhalten, unsere Augen und Ohren, um einander wahrzunehmen und zuzuhören.
In diesem Sinne griff er auch die „Parameter eines Christenmenschen“ auf, wie sie in der Lesung aus dem Kolosserbrief zu hören waren: herzliches Erbarmen, Freude, Bescheidenheit, Milde, Geduld, Versöhnungsbereitschaft, Liebe, Friede. „Wenn wir ein wenig davon verwirklichen, dann haben wir viel bewegt.“ Pater Kiefer wünschte uns am Ende seiner Predigt eine bewegende und bewegte Zeit.

Sr. M. Verena leitete mit Schülerinnen ihrer Projektgruppe zu den Fürbitten über. Sie erinnerte daran, dass die Projektgruppe „Jubilauf für Dich“ an den Projekttagen und am Schulfest dazu eingeladen hatte, Sorgen und Bitten auf Zettel zu schreiben. Sie hatten die Zettel in Krügen gesammelt und gestern in einem Staffellauf die Krüge zum Urheiligtum gebracht.
In diesem Gottesdienst war der Friedenslauf-Krug mit den Sorgenzettel dabei.

Im Fürbittgebet trugen die Schülerinnen diese und viele andere Anliegen vor Gott.

Nach dem Gottesdienst machte sich die Jubilauf-Projektgruppe auf den Weg zum Urheiligtum.

Auf der Pilgerwiese stand ein großes Feuerbecken bereit.

Dort hinein gaben sie die Krugzettel und verbrannten sie.

Schließlich „flog“ die Friedenstaube ins Urheiligtum.

Der Gottesdienst zum Schuljahresende setzte nicht nur einen Schlusspunkt. Er gibt das Signal zum Aufbruch. Im letzten Gebet hieß es: “Allmächtiger Gott, in dieser Feier hast du uns Anteil an deinem Frieden geschenkt. Lass uns dieses Leben und diesen Frieden unversehrt im Herzen bewahren und denen weiterschenken, die ohne Liebe und ohne Frieden sind. Darum bitten wir dich durch Christus, unseren Herrn.”

Während der Sommerferien sammeln die Schülerinnen für ihre erlaufenen, erwanderten und erwalkten Kilometer die Spenden ein. Zum 70-jährigen Schuljubiläum, das die SMS am 2. Oktober 2015 feiert, wird bekanntgegeben, was wir unserer Partnerschule in Burundi zum Fest ihres 50-jährigen Bestehens schenken können. Allen Sponsoren schon jetzt ein herzliches Vergelts Gott für ihre Spende.
Und allen Schülerinnen, Lehrerinnen und Lehrern, den Familien und der gesamten Schulgemeinschaft schöne, friedvolle Sommerferien!

 



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