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Theaternachbesprechung zur Inszenierung von "Don Karlos" im Stadthteater Koblenz · 12.01.2015

Nach dem Theaterbesuch am 24.11.2014, trafen wir (die beiden Deutsch-LKs der Stufe 12) uns alle zu einer Nachbesprechung des Stückes mit Theaterpädagogin Anne Riecke vom Theater Koblenz.

Zu Beginn der ersten gemeinsamen Stunde sollten wir mithilfe eines gespielten Gerichtsprozesses der Frage nachgehen, ob das Theaterstück „Don Karlos“ von Friedrich Schiller im Stadttheater Koblenz – trotz der Doppelbesetzung der Rollen – eine werkgetreue Inszenierung gewesen sei.

Jede Schülerin hatte eine Funktion, die sie im Gerichtsprozess vertreten sollte. So gab es entsprechend einer realen Gerichtsverhandlung folgende Rollen: Richter, Staatsanwalt, Verteidigung, Angeklagte, Zeugen, Presse und Geschworene. In unserem Fall übernahm der Richter die Moderation, die Staatsanwaltschaft die Anklage und die Angeklagten waren das Regieteam bestehend aus Regisseur und Bühnenbild/ Kostüme. Im Zeugenstand befanden sich Don Karlos und der Marquis von Posa sowie die jeweilige weibliche Besetzung. Nach Anhörung aller Prozessbeteiligten lautete aufgrund verschiedener Aspekte das Urteil, dass die aktuelle Inszenierung am Stadttheater Koblenz in ihrer Darstellungsweise nicht werksgetreu sei.

Danach teilte sich die Gruppe in zwei Stuhlkreise auf, wobei der innere Kreis das Rederecht erhielt. Frau Riecke stellte uns die Frage, ob unsere gespielte Gerichtsverhandlung auch eine realistische Verhandlung gewesen sei, was wir verneinten. Dies führte zur Diskussion, inwieweit es nun die Aufgabe eines Theaters sei, eine werksgetreue Darbietung eines klassischen Stoffes zu präsentieren. Also, welche Funktion hat Theater heute?
Frau Riecke vermittelte uns, dass es bei der Werksinszenierung nicht darum gehe, Texte zu illustrieren, sondern diese Texte auf verschiedenen Deutungsebenen zu interpretieren. Eine aktuelle Inszenierung eines „alten“ Stoffes soll somit neue Denkanstöße geben und das Publikum herausfordern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Besuch von Frau Anne Riecke eine gute Möglichkeit war, den Theaterbesuch und die Inhalte des Stückes zu reflektieren und zu bewerten.

Deutsch-LK von Frau Portugall-Krämer

 



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