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Spoony – Der Löffel zum Erwachsen werden · 04.12.2014

Die Bayer-Exkursion

Am 10.11.2014, um 6:55 Uhr, machten wir, 20 Schülerinnen des LK Chemie, des LK Physik und des Gk Chemie der zwölften Klasse, in Begleitung von Frau Denzer und Frau Faulde uns auf den Weg nach Leverkusen zu Bayer, um dort einen Einblick in das Firmenleben eines Industriekonzerns zu gewinnen und selbstständig im Schülerlabor von Bayer Material Science, dem Baylab Plastics, ein Kunststoffprodukt herzustellen.

Zu ersten Problemen kam es schon beim Einsteigen in den Bus. Der Busfahrer saß im Bus und die Tür ging nicht auf. Nach einigen Minuten entschloss sich die Tür dann doch aufzugehen und wir stiegen ein. Jedoch, nach einigen Instruktionen durch Frau Denzer über Bayer und die bekanntesten Produkte von Bayer, z. B. Aspirin, blieb der Bus plötzlich stehen. Mit den Worten: „Der Bus nimmt zu wenig Gas an“ fuhr der Busfahrer mit ca. 8 km/h über die A 3. Schließlich erreichten wir Ebernhahn, wo wir den Bus wechselten. Die darauffolgende Fahrt verlief vergleichsweise ruhig und wir erreichten mit einer halbstündigen Verspätung Bayer.

Dort angekommen wurden wir von einem der Referenten erwartet und gingen erschöpft von der aufregenden Busfahrt ins Baylab Plastics. Die freundlichen Mitarbeiter stellten uns das Labor vor und wiesen uns in das vorgesehene Planspiel ein. Zunächst durften wir uns in fünf Gruppen einteilen, welche in fast jedem Konzern vorhanden sind. Bei ihnen handelte es sich um das Designteam, das Technikteam, das Forschungsteam, das Finanzteam und das Kommunikationsteam.

Das Designteam, welches sich um das Design und die Vermarktung des Löffels kümmerte, musste zuerst tätig werden. Die Bestimmung der Farbe durch eine Umfrage bei den Kunden, also bei uns, und eine geeignete Werbung zu finden, stellte sich als ziemlich kompliziert heraus. Nachdem die Farbe dann endlich ausgesucht war, musste das Technikteam zur Probenahme der Makrolon-Kügelchen (= der verwendete Kunststoff Polycarbonat) antreten. Die Probe wurde an das Forschungsteam weitergeleitet, um dort auf Restfeuchte untersucht zu werden. Da noch Restfeuchte enthalten war, wurde das Makrolon vom Technikteam über die Mittagspause mit Hilfe des Trockners getrocknet.

Rechtzeitig zum Mittagessen riefen uns unsere Chefs, das Kommunikationsteam, welches die Zeitplanung organisierte, zu einer Mittagsbesprechung zusammen. Dort wurden wir aufgeklärt: „Zu spät kommen ist ein No Go! Auch wenn es nur zwei Minuten sind.“. Anschließend fuhren wir zur Kantine, wo wir mit den freundlichen Worten eines unbekannten Ausländers: „They will eat all our food!“ empfangen wurden. Zum Mittagessen erwartete uns ein vorzügliches Nudelbüffet, zu dem wir von Bayer eingeladen wurden. Nach einem schmackhaften Essen ging es dann zu einer sehr interessanten, multimedialen Führung durch das Informationszentrum von Bayer.

Eine Stunde später standen wir auch schon wieder im Baylab, um uns endlich an die Produktion unserer Löffel zu begeben. Unsere Chefs hatten schon vor dem Mittagessen einen strengen Zeitplan aufgestellt. Nach den ersten Testproduktionen, wurde eine Umfrage zur Marktfähigkeit durch das Designteam und eine Qualitätskontrolle durch das Forschungsteam durchgeführt. Als von beiden Gruppen das „Okay“ gegeben wurde, konnte das Technikteam mit der Produktion starten. Nachdem fast alle Löffel fertig abgeschliffen waren, wurde eine Endbesprechung einberufen. Dort stellten die fünf Teams ihre Ergebnisse des Tages vor. Eine der bedeutendsten Arbeiten hatte das Finanzteam geleistet, welches unseren Löffel jetzt für 49 Cent statt für 30,03 Euro zum Verkauf freigeben konnte. Auch das Designteam hatte die Vermarktung für unseren „Spoony – Der Löffel zum Erwachsen werden“ vorangetrieben.
Anmerkung des Forschungsteams: Man kann den Löffel problemlos in die Spülmaschine stecken, man sollte ihn aber nicht mit einem harten Schwamm, Aceton, Schwefel- oder Salzsäure bearbeiten.

Im Endeffekt konnte jede der zwanzig anwesenden Schülerinnen und die zwei fehlenden Schülerinnen 17 Löffel mit nach Hause nehmen. Zufrieden und um viele Erfahrungen reicher machten wir uns auf den Heimweg. Die Rückfahrt verlief reibungslos und erschöpft kamen wir um 17:30 Uhr wieder an der Goldschmiede an.

Es war eine sehr gelungene und spannende Exkursion.

Ein Bericht von Jennifer Gehrke und Jasmin Raffauf

 



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