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Römer in unserer heutigen Zeit · 24.06.2014

Latein Fachexkursionen mit den 8ern

Die Römer – wer waren diese Menschen, die unser Leben und unsere Kultur über so viele Jahrhunderte hinweg maßgeblich beeinflusst haben? Wie lebten sie hier in unserer Umgebung?
Die Lateinklassen der 8c und 8d haben sich an zwei Fachexkursionen und einem kleinen Projekttag mit eben diesen Menschen beschäftigt.

Erstes Ziel war am 19. Mai 2014 die Römervilla in Ahrweiler. Die zum Teil gut erhaltenen Überreste der Villa, die lange Zeit unter einem Erdrutsch begraben lagen, wurden nur zufällig bei Bauarbeiten einer Umgehungsstraße im Jahr 1980 entdeckt und in den Folgejahren freigelegt.

Dort bekamen beide Gruppen unserer Schülerinnen eine Führung mit den Schwerpunkten römische Küche, Bad und Heizungssystem. So lag die Küche niemals im Wohnraum, sondern aufgrund der Brandgefahr draußen und Baden war eines der liebsten Hobbys der Römer, für das sie auch die erste Fußbodenheizung erfanden.

Der Fußboden wurde so heiß, dass die Menschen „Holzflipflops“ tragen mussten, damit sie sich die Füße nicht verbrannten. Sehr anschaulich konnte man in der Römervilla eine fast komplett erhaltene Fußbodenheizung entdecken.

Im Anschluss an diese lehrreichen Stunden machten wir ein kurzes Picknick in den idyllischen Weinbergen. Eine Schülerin der 8c stellt am Ende des Tages fest: „ Der Tag hat sehr viel Spaß gemacht. Wir fanden die Führung sehr interessant und empfehlen sie gerne weiter.“

Am Mai 2014 hatten wir einen weiteren Lateintag, an dem wir uns mit römischen Spielen in der Sporthalle zu Beginn beschäftigten. Es gab jeweils acht Stationen, an denen immer ein anderes römisches Spiel gespielt wurde. Die Schülerinnen waren überrascht, welche Vielfalt an Spielen, die teilweise auch heute noch gespielt werden, die Römer bereits kannten, zum Beispiel Hockey oder Bowling.

Nach einer kleinen Pause machten wir dann einen Salat nach Römerart – genannt „Cattabia Apiciana. Jede Schülerin hatte etwas mitgebracht und in kleinen Grüppchen wurden Zutaten zusammengesucht und klein geschnitten und eine Soße wurde angerührt. Nach Meinung einiger Schülerinnen war die Soße „etwas ausgefallen“, doch der Salat war auch nach kritischer Probe „doch essbar“ und den meisten Mädchen hat es wirklich geschmeckt.

Das Highlight der Lateinwoche ist aber unumstritten der Donnerstag gewesen. Um 8:00 Uhr fuhren wir Lateingruppen der 8c und 8d mit Frau Claessen und Frau Bayer mit dem Zug Richtung Köln. Nach einer redseligen Zugfahrt und einem beeindruckenden Besuch des Kölner Doms besuchten wir das Römisch-Germanische-Museum.

Auf dem Programm stand eine Führung zum Thema „Römischer Götterhimmel“. Ein gläubiger Römer zu sein musste ganz schön anstrengend gewesen sein, denn es gab eine so große Vielfalt an Göttern und Opferriten. Nach einer sonnigen Mittagspause durften wir bei einer Stadtführung der besonderen Art das „Unterirdische Köln“ kennenlernen. Als erstes sind wir in das Parkhaus am Dom gegangen, worüber wir uns gewundert haben, denn wer hätte alte Stadtmauern in einem Parkhaus erwartet?! Auch ein ziemlich langer Abwasserkanal und den unterirdischen Statthalterpalast, dessen riesige Ausmaße man sich noch gut vorstellen kann, durften wir erkunden.

Auch lernten wir, dass Köln in römischer Zeit einen anderen Namen trug und CCAA (Colonia Claudia Ara Agrippinensium) hieß. Natürlich ist nach so viel Kultur und Staunen auch die moderne Welt bei einer Shopping-Tour nicht zu kurz gekommen und so trafen sich (fast) alle gegen sechs Uhr wieder am Bahnhof, um die gemeinsame Heimreise anzutreten.

Frau Claessen und Frau Bayer

 



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