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Jener Mensch Gott · 16.04.2014

Ökumenischer Kreuzweg der Jugend 2014

Am 10.04.2014, dem letzten Schultag vor den Osterferien, waren alle Schülerinnen der Jahrgangsstufen 9-12 eingeladen, sich auf diesen Kreuzweg einzulassen. Zusammen mit ihrer Religionslehrerin hatten Schülerinnen der MSS 12 die Gebetszeit vorbereitet, zu der Frau Seibel hinführte: “Vermutlich können wir uns heute nur noch unzureichend ausmalen, wie das gewesen sein muss im mittelalterlichen Europa, als immer wieder Seuchen und Epidemien ausbrachen und die medizinische Versorgung oft schwierig war.
In Isenheim, im Elsass, stand ein Antoniterkloster. Die Mönche kümmerten sich in ihrem Spital insbesondere um Menschen, die am Antoniusfieber erkrankt waren. In der Kapelle des Spitals stand ein Hochaltar mit vielen Bildern. Die Kranken konnten sich mit den auf den Bildern dargestellten Figuren identifizieren, sich durch sie stärken lassen und Trost im eigenen Leid erfahren.

Diesen Isenheimer Altar haben der Schnitzer Nikolaus von Hagenau und der Maler Grünewald Anfang des 16. Jh. speziell für diesen Ort und diese Kranken gestaltet. Dabei schufen sie eines der bedeutendsten Werke der Kunstgeschichte. Eines seiner Bilder zeigt die Kreuzigungsszene. Hieraus entstammen die Stationsbilder des diesjährigen Jugendkreuzweges.”

Vom Ambo aus trugen Schülerinnen der MSS 12 meditative Texte vor zu den Bildern von Johannes dem Täufer, dem gekreuzigten Jesus, Maria Magdalena, Maria, der Mutter Jesu und Johannes.

Jede der sieben Stationen schloss mit einem Gebet:

1. Station: zeigen
Herr Jesus Christus.
Du bist Deinen Leidensweg
bis zum Kreuz gegangen – Du, Gottes Sohn.
Seitdem weiß ich:
Wenn ich leide, bist Du an meiner Seite.
Wenn mich Schmerzen quälen, bist du da.
Wenn ich am Boden liege, bist du bei mir.
Hilf mir, Herr. Amen.

2. Station: flehen
Gott!
Du hast Maria Magdalena die Kraft gegeben,
in schwersten Stunden bei Jesus zu bleiben.
Gib auch mir die Kraft,
in schweren Momenten bei meinen
Freunden und Mitmenschen zu bleiben
und ihnen Kraft zu geben in ihrer Not. Amen.

3. Station: zerbrechen
Guter Gott,
wenn wir etwas Schlimmes
nicht aufhalten können,
wenn Gewalt, Leid oder Tod
unser Leben durchkreuzen,
dann sei du da
und lass uns deine Nähe spüren. Amen.

4. Station: halten
Barmherziger und allmächtiger Gott!
Manchmal brauche ich dringend einen Menschen, der mich hält.
Schenke mir Menschen, die das tun.
Manchmal sehe ich andere Menschen,
die meine helfenden Hände brauchen.
Gib mir die Kraft zu tun, was ich kann.
In allem sei du uns nahe, oh Gott. Amen.

5. Station: leiden
Guter Gott, wen ich frage: „Wo bist du?“
Dann schau mich an.
Wenn ich rufe: „Lass mich nicht allein!“
Dann lass mich ahnen, dass du da bist.
Wenn ich schreie: „Hilf mir!“
Dann lass mich spüren,
dass deine Hand mich hält. Amen.

6. Station: sterben
Stille

7. Station (Epilog): hinweisen
Jesus, du kennst uns.
Du kennst unsere Freude und unsere Angst.
Du weißt um unsere Fragen
und unsere Zweifel.
Wir bitten dich, lebendiger Jesus:
Lass uns dich erkennen.
Sei uns ein Beispiel und Vorbild.
Hilf, dass unser Leben gelingt. Amen.

gemeinsames Schlussgebet
Herr Jesus Christus,
über Wunden führt Dein Weg,
um unsere Wunden zu heilen.
Leid und Elend nimmst du auf Dich, Herr
damit wir heil durchs Leben gehen.
Durch den Tod gehst Du, Herr,
um uns ins Leben zu führen.
Und
damit wir im Licht leben,
besiegst Du selbst, unser Gott, das Dunkel.
Wie wunderbar ist dieses Geheimnis.
Wir preisen Dich. Amen.

 



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