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Besuch im Stadttheater Koblenz · 08.12.2013

Besichtigung der Werkstätten

Zu dem im Musikunterricht erarbeiteten Thema „Oper“ besichtigten die Klassen 10 a und 10 b das Koblenzer Theater und konnten dabei einen Blick hinter die Kulissen werfen. Die Führung durch das Haus motivierte die Schülerinnen so sehr, dass sie einige Wochen später fast vollzählig die Ballettaufführung „American Express“ besuchten!
Danach gab es eine Nachbesprechung mit der Tanzpädagogin Melanie Bürkle, die ihnen einige nicht ganz verständliche Tanzszenen erklären konnte.

Zwei Schülerinnen berichten:

Die Theaterpädagogin Andrea Junglas und ihre Mitarbeiterin organisierten für uns eine sehr interessante Führung. Zuerst erklärten sie uns die lateinische Inschrift außen an dem Gebäude: „MUSIS MORIBUS ET PUBLICA LATITIA ERECTUM“ (Den Musen, den Sitten, zur Freude der Öffentlichkeit). Die drei Musen sind die Theatersparten: Oper, Schauspiel und Ballett. „Den Sitten“ bedeutet, dass die Leute sich im Theater gut benehmen müssen, was früher der Erziehung des Volkes diente. „Zur Freude der Öffentlichkeit“ heißt, dass nicht nur die Reichen in die Aufführungen gehen sollten, sondern alle, auch die Armen.

Nun durften wir vom Zuschauerraum etwas ganz Geheimes sehen, nämlich die Beleuchtungsprobe zu der Oper „Freischütz“. Dort wurde das Licht zu allen Szenen mit all den Spezialeffekten durchgeprobt. An diesem Tag arbeiteten die Beleuchtungsleute bereits seit acht Stunden.

Danach schmuggelten wir uns an der Bühne vorbei, um die Probe nicht zu stören, und gingen zur Schreinerei. Die beiden Schreiner bauten gerade einen Wohnwagen als Teil einer Kulisse.
Von dort ging es weiter zu den Maskenbildnern.

Dieser Beruf ist in drei verschiedene Kategorien aufgeteilt: Make-up, plastisches Arbeiten und Haare. Eine Maskenbildnerin, die gerade eine Perücke knüpfte, sagte uns, dass sie dafür ca. 60 bis 90 Stunden braucht.

In der Malerwerkstatt wurde eine halbe Weltkugel bemalt, die als ein riesiger Rock für die Ballettaufführung „American Express“dienen sollte.

Frau Junglas erzählte uns, dass die Maler etwa drei Wochen an einer Kulisse, wie z. B. für „Das Dschungelbuch“ arbeiten müssen.
Nun war die Herrenschneiderei an der Reihe, wo die Näherinnen gerade die Kostüme für „Die Fledermaus“ anfertigten. Danach konnten wir noch einen Blick in den Stuhllager im Keller des Theaters werfen, der mit allen möglichen Kulissen und Accessoires für verschiedene Aufführungen vollgestellt war.

Zum Schluss beantworteten uns die beiden Theaterfrauen noch einige Fragen. So erfuhren wir zum Beispiel, dass eine Schauspielausbildung drei Jahre dauert und dass das Stadttheater Koblenz ca. 180 Angestellte aus 26 Nationen hat.

Mir persönlich hat die Besichtigung der verschiedenen Werkstätten sehr gut gefallen, da es etwas war, das man nicht immer sehen kann. Frau Junglas und ihre Kollegin haben die Führung sehr spannend gestaltet.

Lisa F., 10b

Andrea Junglas und ihre Kollegin begrüßten uns vor dem Theater und gaben gleich vor Ort ein paar wichtige Informationen: Das Theater wurde 1787 im Auftrag des Trierer Kurfürsten und Erzbischof Clemens Wenzeslaus erbaut. Mit der Kulturstätte wollte er Menschen in die Stadt locken, was auch heute noch der Fall ist.

Das Theater besteht aus einem Ensemble mit 12 festen Schauspielern, 10 Sängern und Sängerinnen, 16 Tänzern und 22 Leuten im Chor, diese haben mehrere Stücke im Repertoire.
Zurzeit werden u.a. das Schauspiel „Faust“, das Ballett „American Express“ und die Oper „Freischütz“ gespielt.

Nach einem kurzen Gang durchs Haus kamen wir dann in den Theatersaal mit 460 Plätzen, wo wir bei einer Beleuchtungsprobe mit Licht und Nebel zusehen konnten. Als Nächstes führte uns Frau Junglas durch einige Werkstätten, wir sahen den Schreinern, Malern, Maskenbildnern und Schneiderinnen bei der Arbeit zu. Besonders spannend fanden alle von uns die Maskenbildnerei und stellten dort viele Fragen.

Wir begaben uns zur Probebühne, wo täglich geübt wird und gerade ein Spezialboden für die Tänzer gelegt wurde.
In der Malerwerkstatt stand eine Weltkugel als Rock, in den eine Schülerin einschlüpfen durfte. Über die Aufbewahrungsstätte für Kostüme ging es dann zu Schneiderei, wo uns drei Schneiderinnen begrüßten und uns einen Einblick in ihre Arbeit gaben.
Die letzte Station war im Keller, wo Stühle und andere Bühnenelemente gelagert werden.
Nach der Führung verabschiedeten sich die beiden Damen von uns, mit dem Hinweis, uns Infomaterial des Theaters zukommen zu lassen.

Meiner Meinung nach war das ein sehr gelungener Besuch des Theaters, bei dem wir hinter die Kulissen schauen durften. Es hat mir sehr gut gefallen und mich sogar zum Theaterspielen animiert. Ich werde mich daher auf jeden Fall nach Schauspiel- und Theater-Workshops umsehen.

Lena L.

Fotos: Laura H.

 



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