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Sei mutig! · 15.11.2013

250 Schülerinnen der 5. und 6. Klassen versammelten sich am 15.11.2013 zu ihrem ersten Stufengottesdienst in diesem Schuljahr in der Pallottikirche. Die Klasse 6a hatte sich zusammen mit Schw. Elvira Gedanken über die Messgestaltung gemacht und knüpfte an das Fest des hl. Martin an, das am 11.11. gefeiert wurde. Der hl. Martin war starkt und mutig. Er half dem Bettler, während seine Kameraden wegschauten. Vor dem Kaiser bekannte er sich zu seinem Glauben an Christus.

Die Schülerinnen schauten auf ihren Alltag und stellten fest, dass auch sie Mut brauchen, z.B. wenn es darum geht, die Wahrheit zu sagen und gut über andere zu sprechen.

In drei Spielszenen veranschaulichten sie, wie schnell man Unwahres sagt, es an Dankbarkeit und Güte fehlen lässt und durch unnütze Lästereien verletzt.

Schließlich las Anna-Lena die Geschichte “Die drei Siebe” vor:
“Zu Sokrates, dem berühmten griechischen Philosophen, kam einmal ein Mann und sagte:
‘Du, höre, ich muss dir etwas Wichtiges über deinen Freund erzählen!’
‘Warte ein bisschen’, unterbrach ihn der Weise. ‘Hast du, was du mir erzählen willst, durch die drei Siebe hindurchgehen lassen?’
‘Welche drei Siebe?’
‘So höre gut zu’, sagte Sokrates. ‘Das erste ist das Sieb der Wahrheit. Bist du überzeugt, dass alles, was du mir sagen willst, wahr ist?’
Der andere meinte: ‘Das nicht, ich habe es nur von anderen gehört.’
‘Aber dann hast du es wohl durch das zweite Sieb hindurchgehen lassen?’, fuhr Sokrates fort, ‘es ist das Sieb der Güte.’
Der Mann errötete und antwortete: ‘Ich muss gestehen, nein.’
‘Und hast du an das dritte Sieb gedacht und dich gefragt, ob es nützlich sei, mir das von meinem Freund zu erzählen?’
‘Nützlich? Eigentlich nicht.’
‘Siehst du’, versetzte der Weise, ‘wenn das, was du mir erzählen willst, weder wahr noch gut noch nützlich ist, dann behalte es lieber für dich.’ “

Pater Rheinbay griff in seiner Predigt die Aufforderung des Apostels Paulus aus der Lesung auf, “kein hässliches Wort” zu sprechen, “sondern ein gutes, das aufbaut, wo es notwendig ist …gütig und barmherzig” zu sein, verlässlich und wahrhaftig.

“Manchmal sind wir mutig und können ehrlich und respektvoll miteinander umgehen”, machten sich die Schülerinnen bewusst. “Aber es gibt auch immer wieder Tage, an denen verlässt uns der Mut und wir fühlen uns ganz schwach, haben Angst, zu unserer Überzeugung zu stehen und den Eltern und Mitschülerinnen offen zu begegnen.” In den Fürbitten baten sie darum, gütig zu werden und den anderen ihre Freude und ihren Erfolg zu gönnen, um den Mut die Wahrheit zu sagen und sich zu versöhnen. Sie vergaßen auch nicht die Menschen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden und die in Not geraten sind. Gerade auch die Opfer der Naturkatastrophe auf den Philippinen wurden eingeschlossen ins Fürbittgebet.

Nach der gemeinsamen Eucharistiefeier, in der uns Gott seine Gegenwart und Hilfe besondes erfahrbar macht, ging es wieder in den Alltag, in dem es viele Gelegenheiten gibt zu “sieben” und Mut zu beweisen.

 



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