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Nachhaltigkeit zum Anfassen - Der Schulwald der SMS · 31.10.2013

Seit dem 26. Oktober 2013 hat die Schönstätter Marienschule ihren eigenen Schulwald! Noch sind die ersten gepflanzten Setzlinge klein, aber der Anfang ist gemacht.
Von der Idee, dass die SMS einen eigenen Schulwald pflanzen und langfristig pflegen könnte bis zu den ersten Spatenstichen der Schülerinnen war es ein längerer Weg. Schließlich galt es zunächst die Kooperation mit den Projektpartnern (Deutsche Umweltstiftung, Revierförster der Stadt Vallendar) zu organisieren, eine geeignete Pflanzfläche ausfindig zu machen, eine Schulwald-AG zu gründen und den Pflanztag vorzubereiten.

Um 9.30 Uhr trafen sich elf motivierte Schülerinnen mit Müttern, Vätern, Förster Kern und Frau Heuer als Leiterin der Schulwald-AG auf dem Wanderparkplatz im Feisternachtbachtal.

Ausgerüstet mit zahlreichen Spaten machte sich die Gruppe auf den Weg zur Pflanzfläche. Nach einem steilen Aufstieg zum Rheinhöhenweg ging es auf diesem in Richtung Bembermühle durch das herrlich gefärbte Herbstlaub weiter.

Der Nebel zauberte über dem Feisternachttal eine beeindruckende Stimmung.

Auf der Fläche unseres geplanten Schulwaldes befand sich zuvor eine Fichtenmonokultur, die auf Grund von Sturmschäden gerodet wurde. In Kleingruppen machten sich Schülerinnen und Eltern an die Arbeit, die Setzlinge fachgerecht zu pflanzen.

Förster Kern und Frau Heuer hatten folgende Baumarten für diese Fläche im Vorfeld ausgewählt: Holzapfel (Wildapfel; Baum des Jahres 2013), Vogelkirsche, Feldahorn, Hainbuche und Rotbuche. Insgesamt wurden 60 Setzlinge gepflanzt, die von der Deutschen Umweltstiftung gespendet wurden. Die Stiftung unterstützt seit über 30 Jahren Projekte in den Bereichen Umweltbildung, Verbraucherschutz sowie die Förderung von Aktivitäten im Natur- und Umweltschutz.

Bei den Pflanzungen im Hang war viel körperlicher Einsatz gefragt.

Aussuchen von Setzlingen: Vogelkirsche, Feldahorn und Hainbuche wurden jeweils als Baumgruppe zusammen gepflanzt.

Hier wurden Pflanzstäbe mit prüfendem Blick befestigt.

Trotz matschiger Erde machte die Arbeit sichtlich Spaß.

Der Wildverbissschutz wurde anschließend an jedem Setzling angebracht.

Alle Schülerinnen packten kräftig mit an.

In dem naturbelassenen Gelände waren oft kräftige helfende Hände gefragt.

Nach ca. zwei Stunden war auch eine Reihe Wildäpfel unterhalb vom Waldweg zu erkennen. Nahezu alle Setzlinge waren gepflanzt und vor Fraß durch Rehe und andere Tiere geschützt..

Nach getaner Arbeit wartete auf alle fleißigen Helferinnen und Helfer selbstgebackener Pflaumen- und Apfelkuchen. Und für die zwei beteiligten Geburtstagskinder Franziska und Frau Heuer war es in diesem Jahr eine etwas andere, aber sehr schöne Art und Weise ihren Geburtstagskuchen zu genießen.

Bei heißem Kaffee erläuterte Förster Kern noch interessante Fakten über den Wald und ein arbeitsreicher Vormittag bei außergewöhnlich milden Oktobertemperaturen ging zu Ende.

Das traditionsreiche Projekt “Ein Baum für jedes Kind” der Deutschen Umweltstiftung hat sich als “optimale Symbiose zwischen theoretischer und praktischer Umweltbildung” bewährt, um junge Menschen an lokale und globale Umweltproblematiken heranzuführen. So ist es im pädagogischen Begleitmaterial der Stiftung zu lesen. Genau dies soll auch mit der Pflanzung eines Schulwaldes der SMS erreicht werden.
Schulklassen sollen künftig zum Schulwald wandern und praxisorientiert Zusammenhänge vom Ökösystem Wald lernen können.
Die Schulwald-AG (zur Zeit mit Schülerinnen aus den 6. und 7. Klassen von Realschule und Gymnasium) will nicht nur künftig weitere Bäume pflanzen und pflegen, sondern plant auch naturkundliche und erlebnispädagogische Aktivitäten (blockartig an Wochenenden).

Wir freuen uns schon auf den Waldhonig vom Imker, der ganz in der Nähe unseres Schulwaldes einen Bienenstock aufgestellt hat und gern bereit ist, uns vor Ort in die Bienenkunde einzuführen oder auf die zahlreichen Amphibien, Vögel und Glühwürmchen, die es im Feisternachttal zu entdecken gibt.

Sigrid Heuer

 



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