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„Glaube bewegt - wir machen uns auf die Socken“ · 28.06.2013

Dies war das Motto unserer siebenten Sternwallfahrt, die am 22. Juni 2013 stattfand.

Als Pilgergruppe folgten wir damit einer Einladung Papst Benedikts, der im vorigen Jahr ein Jahr des Glaubens ausgerufen hatte. Es geht ihm darum – wie er schrieb –, „…den Weg des Glaubens wiederzuentdecken, um die Freude und die erneute Begeisterung der Begegnung mit Christus immer deutlicher zutage treten zu lassen. …
Es geht darum, … sich auf den Weg zu machen, um aus der Wüste herauszu(finden) zu den Orten des Lebens.“ – so Papst Benedikt.

Zur Vorbereitung auf die Sternwallfahrt wurden in den Klassen Fürbittstrümpfe aufgehängt. Die Schülerinnen waren eingeladen, eine Fürbitte zu formulieren und sie in den Fürbittstrumpf zu stecken. Auch in einigen Pfarrkirchen wurden diese Fürbittstrümpfe ausgehängt. Für alle diejenigen, die sich nicht selbst auf die Socken machen konnten, nahmen die verschiedenen Pilgergruppen diese Fürbitten dann mit auf ihren Weg.

Am Samstagmorgen starteten die Wallfahrtsgruppen bei gutem Wanderwetter von Leuterod, Ransbach-Baumbach, Höhr-Grenzhausen und vom Niederwerth.

Von Neuwied aus machte sich die Fahrradgruppe auf den Weg und die Klassen von Sr. Verena und Sr. Daniela Maria begannen ihren Pilgerweg auf dem Schulhof.

Im Jahr des Glaubens sind wir eingeladen, unseren christlichen Glauben zu erneuern, zu bekennen und zu feiern. Daher war die Sternwallfahrt als Glaubensbekenntnis an Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist gestaltet. Das Lied: „Ich glaube an den Vater“ war dabei das strukturierende Element.

Nach einer Einführung, bei der jeder Pilger seine eigene kleine handgestrickte Socke erhielt, einem gemeinsamen Pilgergebet (s. unten) und dem Pilgersegen, machten sich die verschiedenen Gruppen auf den Weg. Dieser Weg wurde dann von drei Stationen unterbrochen.

Station 1: Ich glaube an den Vater
„Ich glaube an den Vater, den Schöpfer dieser Welt,
der uns mit seiner Liebe in seinen Händen hält.
Er schuf aus nichts das Leben, den Mensch als Frau und Mann;
die Krone seiner Schöpfung. Ich glaube daran.“

Im Mittelpunkt dieser Station stand das „Vaterunser“. Durch eine ungewöhnliche Übersetzung und durch einen fiktiven Dialog zwischen Gott und einem Beter wurde dieses (allzu) vertraute Gebet neu zu Gehör gebracht.
Jesus sagte zu ihnen: „Wenn ihr betet, dann sprecht:
Vater, dein Name soll stets geehrt werden!
Deine gute Herrschaft soll sich ausbreiten.
Unsere Nahrung, die wir zum Leben brauchen, gib uns bitte jeden Tag.
Und nimm fort von uns unsere Verfehlungen!
Und auch wir werden denen vergeben, die uns gegenüber Schuld auf sich geladen haben.
Und lass uns nicht in Lebenslagen geraten, in denen die Prüfungen überhandnehmen.“
(aus: Das Buch: Neues Testament, SCM R. Brockhaus)

Station 2: Ich glaub‘ an Jesus Christus
„Ich glaub‘ an Jesus Christus, der auf die Erde kam
der Mensch wie wir geworden, die Sünde auf sich nahm.
Er ist am Kreuz gestorben, doch brach er neue Bahn;
denn er ist auferstanden. Ich glaube daran.“

Die Heilung des Blinden (Mk 10,46-52) war der zentrale Text dieser Station. In einer Vertrauensübung – mit verbundenen Augen wurde man von einem Partner ein Stück der Wegstrecke geführt – konnte jeder die Erfahrung machen, wie es ist, wenn man jemandem blind vertraut.

Das abschließende Gebet lautete:
Herr,
stärke mein Vertrauen, dass ich mich aufmache zu dir.
Schenke mir weiterhin Freunde, die mir Mut machen, aufzustehen -
auch wenn ich niedergeschlagen bin.
Lass mich ganz Dir trauen, weil Du allein mich befreien kannst:
von meiner Angst, von meiner Unentschlossenheit, von allem, was mich noch von Dir trennt.
Herr, lass mich Dir vertrauen wie Bartimäus-
jeden Tag neu. Amen.

Station 3: Ich glaube an den Geist
„Ich glaube an den Geist, den man im Herzen spürt,
der überall zugegen, uns Gottes Wege führt.
Er wird die Welt verwandeln und treibt uns weiter an,
in Gottes Sinn zu handeln. Ich glaube daran.“

Stellt euch vor, es wäre Pfingsten und nichts passiert. Am Himmel regt sich kein Lüftchen. Die Jünger treffen sich gelegentliche, um das Andenken an Jesus in Ehren zu halten. Mit den Jahren sterben sie und so geht die Sache mit Jesus zu Ende.

Dass es nicht so gekommen ist, haben wir dem Heiligen Geist zu verdanken. Er ist die Kraft, die Gott uns schenkt, damit wir genug Antrieb und Energie haben, unseren Weg zu Ihm zu den Menschen zu gehen.

Abschluss: Ich glaube an Gemeinschaft
„Ich glaube an Gemeinschaft mit Gott als Fundament.
Ich glaube an die Liebe, die einigt, was uns trennt.
Wir werden auferstehen, wie Christus es getan:
Die Schuld wird uns vergeben. Ich glaube daran.“

Zielpunkt der Wallfahrt war das Kapellchen in Schönstatt.

Dort fand um 13.00 Uhr eine gemeinsame Andacht statt. Die Pilger stellten sich und alle, für die sie gebetet hatten, unter den Schutz der Gottesmutter.

Von ihr als einer Expertin im Glauben ließen sie sich drei Punkte mit auf den Weg geben: 1. Gott sieht mich. 2. Er liebt mich. 3. Er braucht mich. 
Im Anschluss an die Feier wurden die mitgebrachten Fürbitten auf dem Pilgerplatz beim Urheiligtum verbrannt.  

Mütter aus dem Schulelternbeirat hatten ein trinitarisches Bild vorbereitet.

Die Kinder konnten darauf eine Socke sprühen und diese mit ihrem Namen versehen. So wurde das Thema der Wallfahrt im wahrsten Sinne des Wortes greifbar.

Der Ausklang der Sternwallfahrt fand auf dem Schulhof statt. Dort verkauften fleißige Mütter Kuchen und Kaffee. Schülerinnen der 9ten Klassen versorgten die Wallfahrer mit kalten Getränken und Brezeln.

An dieser Stelle noch ein ganz herzliches Dankeschön den vielen Helfern, die sich auf ganz unterschiedliche Weise für die Sternwallfahrt eingesetzt haben (z.B. indem sie für das leibliche Wohl sorgten, die Andacht musikalisch gestalteten, das Kreativ-Angebot für die Kinder ermöglichten, Texte vorbereiteten oder vortrugen, …).

Ein ganz besonderes Dankeschön gilt den fleißigen Strickerinnen, die es ermöglichten, dass in vielen Pfarrkirchen Fürbittstrümpfe hingen und dass jeder Teilnehmer (ca. 230!) eine eigene kleine Socke erhalten konnte.

Das Pilgergebet:
Vater, Du Ursprung und Ziel all unsrer Wege. Wir alle sind Pilger. Unser ganzes Leben ist eine einzige große Wallfahrt dahin, wo unsere wahre Heimat ist, in die ewige Freude des Himmels. Doch sind wir nicht allein. Wir sind eine Gemeinschaft von Glaubenden, zusammengeführt und geeint durch den Heiligen Geist, begleitet von Jesus Christus, Deinem Sohn. Auch sein Leben auf Erden war eine Wallfahrt, von Dir ausgehend und zu Dir zurückkehrend. Heute noch schreitet Er mit uns durch die Zeit, im Pilgerkleid der Kirche, vor allem wenn wir als pilgernde Kirche jene Stätten aufsuchen, wo Du in besonderer Weise durch die Hände Marias, Deiner und unserer Mutter, Deine Gnaden austeilst. Wir preisen dich heute und alle Tage durch Deinen Sohn im Heiligen Geist, mit allen Engeln und Heiligen. Amen.

Andrea Seibel

 



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