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"Letzte Rast vor Bethlehem" · 19.12.2012

Adventsgottesdienst in der Pilgerkirche am 19.12.2012

Es ist eine gute Tradition an der Marienschule, dass sich die ganze Schulgemeinschaft am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien in der Pilgerkirche in Schönstatt versammelt. Nach arbeitsintensiven, aber auch adventlich kreativen Wochen rüsten sich die Lehrerinnen und Lehrer, die Schülerinnen (darunter auch jedes Jahr etliche Ehemalige) und einige Eltern sowie der Schule nahe Stehende im Schein der Kerzen für die letzte Wegstrecke auf Weihnachten zu.

Unter dem Motto “Letzte Rast vor Bethlehem” lud der 12-er Religionskurs von Fr. Seibel die Gottesdienstbesucher ein, einen Moment innezuhalten, einfach da zu sein und zu rasten.

In einem Rollenspiel unterhielten sich eine Mutter und ihr Kind im Auto auf der A 19 in Richtung A 24, der Weihnachtsautobahn.

Während die gestresste Mutter es sehr eilig hat, nach Weihnachten zu kommen, registrieren sie und ihre Tochter die Werbeschilder unterwegs: “Jetzt an Schenken denken!”, “Zalando – Schrei vor Glück!”, “Bauhaus – wenns gut werden muss” “Toys r us – hier kauft der Weihnachtsmann” u.a.

Als die Tochter fragt, woher die Mutter eigentlich den Weg nach Weihnachten kenne, antwortet sie, dass die Reklame die Richtung nicht zeige. An die richtige Abfahrt glaubt sie sich noch aus Kindertagen zu erinnern. Wie jetzt ihre Tochter in der Schule, so habe sie auch damals von Maria, dem jungen Mädchen, gehört, das ein Kind erwartete. Zu diesem Ort ist die Autofahrerin jetzt unterwegs. Auf den besorgten Einwand der Tochter, dass sie viel zu schnell fahren und sich mittlerweile in einer ganz anderen Gegend befinden, verlangsamt ihre Mutter die Fahrt, woraufhin die Tochter die Schilder lesen kann, auf denen z.B. steht: “Wir sagen euch an, den lieben Advent”, Macht hoch die Tür” und “Ich bin die Magd des Herrn”.

Dem Gefühl der Mutter nach sind sie schon ganz in der Nähe der richtigen Ausfahrt. Sie fängt an zu schwärmen von jener Nacht, in der sie früher länger aufbleiben durfte. Zusammen mit vielen Leuten hatte sie die Krippe angeschaut und Lieder gesungen von Gott, seinem Sohn, der Mensch geworden und der Retter ist. Während sie erzählt, achtet ihre Tochter auf den Weg und macht die Mutter darauf aufmerksam, dass sie zwei Ortsangaben gelesen habe: “Glaube” und “Kirche” stand auf den Schildern. Nachdem sie die Ausfahrt genommen haben, gesellt sich ein Engel zu ihnen.

Er ist auf der Suche nach Menschen, die noch glauben können. Vor vielen Jahren war er bei einer jungen Frau von Nazaret gewesen. Diese konnte glauben wie keine andere. So hatte sie die Welt verändert. Sie hatte Gott zu den Menschen gebracht. Und ihr Sohn hatte die Herzen der Menschen menschlich gemacht, so dass sie Gott gespürt haben. Der Engel lädt nun die Mutter mit ihrer Tochter ein, sich Zeit zu nehmen und sich umzuschauen. Dabei weist er auf die Gemeinde in der Pilgerkirche und sage: “Sie können hier bei uns glauben lernen. Dann geht die große Geschichte von der Menschwerdung Gottes weiter. Und Sie gehören dann dazu!”

Am Ende des Rollenspiels, wandte sich der Engel an alle Gottesdienstbesucher in der Kirche: “Also, ich sage es noch einmal: Herzlich willkommen im Advent, bald ist Weihnachten! Denn das gibt es noch genauso wie früher.”

Nach der Verkündigung des Evangelium vom Besuch Marias bei Elisabeth (Lk 1, 39-45) gab Pater Zaborowski gute Anregungen, wie man mitten im Getriebe der Weihnachtsvorbereitungen innehalten und sich auf das Wesentliche besinnen kann.

Er erzählte, wie er früher mit seiner Mutter Weihnachtseinkäufe machte. Zwischendurch sei sie mit ihm in eine Kirche gegangen und habe gebetet. Er habe dabei still neben ihr gesessen und meditiert. Pater Zaborowski regte dazu an, sich immer wieder einmal fünf Minuten zurückzuziehen und zu rasten, medienfreie Zeit zu sichern – für Gott und für sich.

Schülerinnen des Religionskurses trugen in den Fürbitten die Nöte und Sorgen der Menschen in dieser (vor)weihnachtlichen Zeit vor Gott:

  • Vater, wir bitten dich für uns: Oft fällt es uns schwer, eine Rast zu machen. Schenke uns Momente der Ruhe und Besinnung, aus denen Neues wachsen und werden kann.

Gott, unser Vater: Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Vater, wir bitten dich für alle Jugendlichen, die Probleme und Sorgen in der Familie oder in der Schule haben: Lass sie mit deiner Hilfe einen Weg finden, ihre Schwierigkeiten zu bewältigen.

Gott, unser Vater: Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Vater, wir bitten dich für die Familien auf der ganzen Welt. Lass sie durch das Weihnachtsfest zusammenfinden, sodass sie alte Streitigkeiten begraben können.

Gott, unser Vater: Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Vater, wir bitten dich für die Alleinstehenden, die Angst vor der Einsamkeit haben: Schenke ihnen den Mut auf andere Menschen zuzugehen und neue Kontakte zu knüpfen, sodass sie ein frohes Weihnachtsfest erleben dürfen.

Gott, unser Vater: Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Vater, wir bitten dich für alle Menschen in Burundi. Lass sie neuen Frieden finden und zu einer Gemeinschaft ohne Gewalt zusammenwachsen.

Gott, unser Vater: Wir bitten dich erhöre uns.
  • Vater, wir bitten dich für die Abiturientinnen: Gib ihnen die Kraft, alle ihre Prüfungen erfolgreich zu bewältigen und sich somit ihren Weg in eine positive Zukunft zu ebnen.

Gott, unser Vater: Wir bitten dich erhöre uns.

Am Ende der Eucharistiefeier segnete Pater Zaborowski die Schulgemeinschaft und sagte:
“Wir haben zusammen gerastet
Haben aufgetankt
Ein kurzer Zwischenstopp
Wir wissen: Die Reise geht weiter
Es bleibt nicht immer so ruhig
Nicht immer so entspannt
Aber gestärkt durch diesen Morgen
Können wir jetzt ein Wegstück weiter gehen
Dafür bitten wir Gott um seinen Segen
Gott möge euch
Nicht in Ruhe lassen
Aber immer wieder zur Ruhe kommen lassen
Gott möge euch
Immer wieder den Atem nehmen
Damit ihr neuen Atem schöpfen könnt
Gott möge euch
Auf eurem Weg zur Menschwerdung begleiten.”

Mit dem Lied “Stern über Bethlehem” brach die Gottesdienstgemeinde auf zur letzten Wegstrecke nach Bethlehem – und in die Ferien.

 



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