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Bachprojekt 6c / 6d

Wie immer, seit nunmehr neun Jahren, fand im Juni 2012 an der Schönstätter Marienschule das dreitägige Abschlussprojekt der Orientierungsstufe, das Bach-Projekt, statt. Von Montag, 04. Juni bis Mittwoch, 06 Juni führten die Lehrer der naturwissenschaftlichen Fächer mit den Schülerinnen der Klassen 6c und 6d verschiedenartige Experimente zum Thema „Wasser“ durch.

Am 1. Tag besichtigte die Klasse 6c die Kläranlage, um den den langen Weg vom Abwasser zum Trinkwasser zu veranschaulichen, während die Klasse 6d Außenbeobachtungen an Gewässern in der Umgebung der Schule Bach unternahm; sie sollten Verlauf des Baches, seine Wasserqualität, Strömungsverhältnisse und die Tierwelt im Wasser beobachten.
Am 2. Tag führte die Klasse 6c Laboruntersuchungen im Chemieraum durch, während die Klasse 6d die Kläranlage besichtigte.
Am 3. Tag unternahm die Klasse 6c Außenbeobachtungen am Bach, während die Klasse 6d im Chemieraum arbeitete.

Tag in der Kläranlage

Rhein und Mosel schmücken die Stadt Koblenz, sind aber auch ein Problem für die Entwässerung. Daher müssen Leitungen mit Schmutzwasser unter den Flüssen durch nach Wallersheim verlegt werden. Dort steht die Kläranlage, die das Abwasser von Koblenz und Vallendar reinigt. Wir fuhren mit dem Bus zum Klärwerk und dort wurde uns erklärt, wie die Abwasserreinigung geschieht: Zuerst wird das Schmutzwasser ins Einlaufbauwerk befördert und ins Pumpen- und Rechenhaus geleitet. Dort wird das Wasser mithilfe von groben Rechen gefiltert. Im Sandfang mit Belüftung wird Sand entfernt, indem er gesammelt und umweltgerecht entsorgt wird. Alle übrigen Stoffe sinken im Vorklärbecken zu Boden, weil man die Fließgeschwindigkeit absenkt. Die Stoffe werden zum Faulturm geleitet, um dort zu Gas verarbeitet zu werden, das man zur Stromerzeugung nutzt. Das Wasser fließt in den Tropfkörper, worin kleinste Schmutzteile biologisch entfernt werden. Weiter geht´s zum Belebungsbecken, in dem fleißige Bakterien die kleinsten Reste verspeisen. Dann wird das recht klare Wasser ins Nachklärbecken befördert. Hier setzt sich der restliche Sand ab. Das Wasser ist nun sauber genug, und man kann es in den Rhein ausfließen lassen.
Unsere Meinung: Uns hat es im Klärwerk gut gefallen, auch wenn es ein bisschen „geduftet“ hat. Wir finden es sehr wichtig, dass es solche Kläranlagen auf der Welt gibt, denn sonst würde es überall so stark riechen! (Laura Witt und Anna-Lena Suchan, 6c)

Tag am Bach

Zuerst wanderten die Schülerinnen von der Schule zum Bach, was dieses Jahr ziemlich stark „ins Wasser fiel“, d. h. es regnete so stark, dass bei einer Gruppe der Tag am Bach abgebrochen werden musste. Am Bach sollten die Schülerinnen Wassertemperatur, Sauerstoffgehalt und Fließgeschwindigkeit des Wassers überprüfen. Außerdem sollten sie kleine Wasserlebewesen fangen und bestimmen, denn anhand der Organismen, die man im Bach findet, kann man die Wasserqualität bestimmen. Die Mädchen entdeckten folgende Wasserlebewesen:
Steinfliegenlarven, Wasserskorpion, Strudelwürmer, Salamanderlarven, Kaulquappen, Eintagsfliegenlarven, Bachflohkrebse, Egel. Waffenfliegenlarve.

Tag im Chemielabor

Zu Beginn des Tages wurden den Schülerinnen ausführlich die sieben Stationen erklärt, die von den Chemielehrern und Chemielehrerinnen auf den Tischen im Chemieraum vorbereitet waren. Die Schülerinnen hatten die Aufgabe, verschiedene Wasserproben aus den Gewässern in der Umgebung der Schule u. a. auf den pH-Wert, den Nitratgehalt, die Leitfähigkeit zu überprüfen. Außerdem reinigten sie Schmutzwasser in einem selbsthergestellten Kiesbett. In der Sandgrube am Spielplatz am Gilgenborn hatten sie einen Bachlauf mit Hindernissen angefertigt, was sie mit großem Eifer und Freude verwirklichten.

In der Nachbesprechung mit den Physik- und Chemielehrerinnen haben die Schülerinnen erkannt, dass die Wasserqualität der Bäche im Umkreis der Schule im Allgemeinen gut ist.

(Elisabeth Denzer)