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Schüleraustausch Madrid · 12.06.2012

Am 23. Mai gegen 15:00 Uhr trafen sich 13 aufgeregte Spanischschülerinnen des Spanischkurses von Frau Karczewski an der Goldschmiede. Von dort aus ging es in zwei kleinen Bussen zum Flughafen. Obwohl unser Flug, “Frankfurt-Santiago, Chile” mit Zwischenstopp in Madrid, erst um 19:30 Uhr ging, verging die Zeit schon wie im Flug. Wir vertrieben uns die Zeit mit Spekulationen, wie wohl die Gasteltern sein werden, oder wie das Wochenende aussehen könnte… Schließlich landeten wir in Madrid und hatten unsere Koffer in der Hand. Spätestens in diesem Augenblick, kurz bevor wir durch die Milchglastür, das Einzige, was uns noch von den Spaniern und Spanierinnen trennte, gegangen sind, waren alle sehr aufgeregt! Wie erwartet, fiel die Begrüßung nur sehr kurz aus, was allerdings nicht heißt, dass sie nicht herzlich war. Nun war es an der Zeit sich von den Mitschülerinnen zu verabschieden. Jede fuhr mit ihren Gasteltern nach Hause und war nun auf ihre eigenen Spanischkenntnisse angewiesen.

Den Abend schienen alle halbwegs überlebt zu haben, da sich am nächsten Tag alle vor der Schule “Colegio Monte Tabor”, in die es an diesem Morgen ging, wieder zusammen gefunden hatten. Auch wenn der Aufenthalt in den Familien erst kurz war, so gab es doch von allen Seiten schon viel zu erzählen. Der Tag in der Schule stellte sich als relativ anstrengend heraus, da ständige, hohe Konzentration erforderlich war, um überhaupt erst mal ein paar Wörter aus den langen und schnellen Vorträgen der Lehrer herauszufiltern. Wir hatten an diesem Tag einige Fächer, die wir aus unserem Schulsystem so nicht kannten: z.B. Philosophie, Zeichnen, Literatur… Zwischen den Stunden gab es eine Mittagspause, die wie bei uns auch größten teils in der Mensa verbracht wurde. Danach setzte sich der Schulalltag fort. Nach den Lerneinheiten verbrachten wir den Nachmittag mit unseren Austauschschülern. Einige trafen sich in einem riesigen Einkaufszentrum, das unmöglich mit unserem hier bekannten Löhr-Center zu vergleichen ist. Andere unternahmen etwas mit ihren Gastfamilien.

Am nächsten Tag war ein Ausflug gemeinsam mit den Austauschpartnern nach Madrid-Zentrum geplant. Dort konnten wir einige schöne Plätze besuchen (z.B. Plaza del Sol), Kirchen und Parks besichtigen und wir gönnten uns einen Blick in die sehr bekannte Kathedrale und den Königspalast. Dieser besitzt so unglaublich viele atemberaubende Räume, dass man so viele Eindrücke kaum in solch kurzer Zeit aufnehmen kann. Eigentlich sehr schade, sie sind nämlich sehr vielfältig und farbenfroh! Die Mittagspause verbrachten wir in einem nahegelegenen Park, in der wir uns erstmals gemeinsam austauschen und kennenlernen konnten. Die Zeit nach der Schulzeit stand zu unserer freien Verfügung, die manche von uns dafür nutzten noch in Madrid zu bleiben, um zu shoppen. Andere verbrachten den Rest des Tages in ihren spanischen Familien, die eine schöne Zeit in ihren privaten Räumen boten oder Ausflüge unternahmen. Eine Schülerin ist zum Beispiel mit ihrer Austauschschülerin zu einem Konzert von Ed Sheeran, Alexander Stan und anderen spanischen Künstlern gegangen.

Dann kam das Wochenende, vor dem sich insgeheim jeder glaube ich, etwas gefürchtet hat, da für die beiden Tage nur “Zeit mit der Familie” auf dem Plan stand. Für die meisten jedoch stellte sich das Wochenende als eine tolle Zeit heraus, in der man sich mit den anderen traf und gemeinsam Unterhaltsames und Interessantes erlebte. Am Samstag waren dann einige mit ihren Familien zu einer Kommunion eingeladen. Wieder andere verbrachten einen der Wochenendtage in einem Vergnügungspark, der vergleichbar mit Phantasialand in Brühl ist. Viele Gastfamilien hatten ein tolles Angebot vorbereitet, das u.a. auch Bogenschießen, Kanufahren, oder ein traditionelles spanisches Essen beinhaltet hat.

Am Montag ging es dann nur für die deutschen Schülerinnen gemeinsam mit Frau Karczewski nach Toledo, eine Stadt, die weiter südlich in Spanien liegt, was sich auch deutlich an den wärmeren Temperaturen bemerkbar machte. Die historische Stadt war an diesem Festtag reichlich mit Tüchern geschmückt. Trotz Pfingstmontag waren zu unserer Freude alle Geschäfte geöffnet, denn die Spanier haben nur einen gesetzlichen Feiertag. Gegen Abend traten wir die fast zweistündige Heimreise nach Madrid an. Dort wurden wir an der Schule schon von unseren Austauschschülern erwartet. Es war unser letzter Abend und dementsprechend niedergeschlagen war auch unsere Stimmung; schon jetzt wurden die ersten Tränen vergossen. Anschließend traf sich noch ein Großteil der Gruppe gemeinsam mit den Austauschschülern in einem Burger King, um die letzten gemeinsamen Stunden zu genießen. Auch dieser letzte Abend wurde noch genutzt und sich von Freunden und Familie verabschiedet.

Am Abschiedstag verbrachten wir die 1. Schulstunde noch im Unterricht, in der wir mit großem Erstaunen feststellen konnten, dass sich unsere Sprachkenntnisse doch so sehr verbessert hatten, dass wir an diesem Dienstag schon einiges der Lehrer verstanden. Das hat natürlich auch unsere Spanischlehrerin sehr gefreut. Der Schuldirektor hat außerdem ein gemeinsames Frühstück in der Schulmensa veranstaltet. Dort haben wir die letzten Bilder gemacht, uns auf Blöcken verewigt und die letzten Stunden genossen. Der Direktor hielt für uns sogar noch kleine Geschenke bereit: Einen Button und einen Schlüsselanhänger, die beide das Schullogo als Bild oder als Gravur tragen.
Kurz vor der Abfahrt zum Flughafen flossen noch einmal die salzigen Beweise des Heimwehs (“Hier ist eure 2. Heimat jetzt!” Zitat einer Austauschschülerin). Es wurde sich gedrückt, Küsschen gegeben und sich versprochen die nächsten 25 Tage irgendwie, ohne einander, auszuhalten. Doch erst als wir zurück in Deutschland waren, realisierten die meisten erst, dass es schon vorbei ist. Aber der Kontakt besteht! Es werden sowohl in Deutschland als auch in Spanien die Tage bis zum nächsten Wiedersehen heruntergezählt.

Das lässt uns alle auf eine tolle “Rückrunde” hoffen…

(Katharina V., Sophia F., 10d)

 



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