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Maria ist irgendwie anders... · 2.07.10

Du auch!

Dass Gott jeden von uns in seiner jeweiligen Andersartigkeit liebt und deshalb auch von uns fordert, mit dem anderen auch dann achtsam umzugehen, wenn dieser Mitmensch irgendwie anders ist. Auch Maria, deren Fest “Mariä Heimsuchung” wir am 2.7. feierten, lebt diese Andersartigkeit. Sie gibt uns ein Beispiel, mit dem Leben auch dann konstruktiv umzugehen, wenn es von uns fordert, Umwege zu gehen, anders zu sein.

Die Idee zu diesem Thema für den Schuljahresabschlussgottesdienst fand die 9c mit ihrem Klassenlehrer Herrn Meffert in dem Kinderbuchklassiker von Kathryn Cave und Chris Riddell mit dem Titel “Irgendwie Anders”.

“Ganz allein und ohne Freund lebte Irgendwie Anders auf einem hohen Berg. Eines Abends klopfte es an seiner Tür. Draußen stand jemand, der sehr seltsam aussah, ganz anders als Irgendwie Anders. Aber er behauptete, zu sein wie er, irgendwie anders. Seit diesem Abend hat Irgendwie Anders einen Freund, und sollte nochmal jemand an seiner Tür klopfen, der irgendwie anders aussieht als sie beide, so werden sie einfach ein Stück zusammenrücken…” (Quelle: www.amazon.de).

Die 9c hatte ihrer Patenklasse 5c ein kurzes Theaterstück geschrieben, das die Idee aufnahm und in die Welt der Schülerinnen überführte. Auch dort gibt es ja Menschen, die aufgrund irgendwelcher Merkmale als Außenseiter gelten. Die Pointe des Kinderbuchs: Am Ende ist der Angepasste der Merkwürdige und der Unangepasste tolerant gegenüber dem Durchschnittlichen. Die 5c hatte mit Frau Jocks fleißig geprobt und die Begeisterung über das gelungene Minitheaterstück zeigte sich in spontanem Applaus.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von der Klassenband der 9c, der Chor der 9c fungierte als Vorsänger und lud zum Mitsingen ein, das in diesem GottesDienst ganz besonders freudig und lautstark gelang.

Pfarrer Kiefer nahm das Evangelium des Tages auf und zugleich das Thema, das in Kyrie, Statt-Lesung (Geschichte vom Seestern) und auch im Tages- und Schlussgebet formuliert worden war: Er mahnte die Schülerinnen zu gegenseitigem Respekt und auch zu Respekt vor ihrer Originalität, die Teil der Schöpfung Gottes ist.

Am Ende des Gottesdienstes dankte Sr. Anneclaire allen Aktiven und verabschiedete im Rahmen der anwesenden Schulgemeinde Frau Mayer und Frau Drautzburg, deren letzter Gottesdienst an der Marienschule dies gewesen war.

Es bleibt festzuhalten: Dieser Gottesdienst war irgendwie anders und vielleicht deshalb ein gelunger Start in die Sommerferien, ausgestattet mit dem Segen unseres guten Gottes.

Hier noch der Text des für den Gottesdienst geschriebenen Glaubensbekenntnisses, das aus Zeitgründen entfallen musste:

“Vater, ich glaube an Dich, weil Du anders bist,
vor allem anderen anders warst.
Anders in Deiner Liebe
die uns schuf.
Anders in Deiner Geduld,
als wir uns aus dem Paradies warfen,
Anders in Deiner Loyalität,
als wir Deinen Bund mit Füßen traten,
Anders in Deiner Entscheidung,
einer jungen Frau ein Baby anzuvertrauen,
das uns retten sollte.
Ein Baby statt eines machtvollen Herrschers,
anders als alle anderen Herrscher zuvor.
Ohne Armee, Hofstaat, Dienstwagen.

Anders in Deiner Entscheidung,
selbst diesen Deinen Sohn für uns einzusetzen.
Anders, denn am Kreuz begann sein Leben für uns neu.
Anders, es hält bis heute an.
Anders, es kommt heute hier auf den Tisch.
Anders als allem anderen begegnen wir ihm hier
in einem Stückchen Brot.

Das glaube ich, denn ich darf anders sein.
Geliebt von Dir, Vater. Danke. AMEN.”

 



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