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Klassen 10a/b in Hadamar am 14. Januar 2010 · 25.01.10Nachdem wir uns im Geschichts- und Religionsunterricht mit dem Thema „Euthanasie im Dritten Reich“ beschäftigt hatten, fuhren wir mit dem Bus zur Gedenkstätte Hadamar. Schwester Verena und Dr. Helmling, die den Besuch der Gedenkstätte im Unterricht vorbereitet hatten, regten die Schülerinnen an, ihre Eindrücke in Tagebucheinträgen und Briefen aus verschiedenen Perspektiven festzuhalten oder ein Gebet zu schreiben oder ein Bild zu malen. Die tiefsinnigen Beiträge der Schülerinnen zeigen, wie ernsthaft sich die Einzelnen mit der Thematik auseinandergesetzt haben. Es folgt eine Auswahl.
Lieber Gott, ich bete für alle, die ihr Leben durch Hitler lassen mussten. Dies ist ein grausames Vorgehen, das nie wieder geschehen soll. Ich bete für alle, die das miterleben mussten und betroffen waren. Lass so etwas nie wieder geschehen. Amen. Lieber Gott, warum lässt du so etwas Schlimmes zu? Wir sind so schon mit unserer Kraft am Ende und dann kommen noch solch schreckliche Personen, die uns vergasen! Warum? Hilf uns bitte und erhöre unser Gebet. Habe Erbarmen mit uns. Amen. Lieber Gott, warum mussten so viele unschuldige Menschen sterben? Wie konntest du so etwas zulassen? Hilf uns, fair gegenüber anderen Menschen zu sein, damit so etwas nie wieder passiert. Oft fällt es uns schwer, die anderen so anzunehmen, wie sie sind. Das Beispiel Hadamar kann uns zeigen, wie es enden kann, wenn wir einander nicht annehmen. Lieber Gott, ich wünsche mir, dass kein Mensch so etwas noch einmal erleben muss. Amen. Lieber Gott, hilf uns, mit den Informationen über unsere Vergangenheit verantwortungsbewusst umzugehen…
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