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Türen öffnen - Symbol des Adventsgottesdienstes! · 18.12.09

„Ich kann auf vielerlei Weise Türen zufallen lassen:
Die Türen des Herzens,
die Türen des Verstandes,
die Türen des Lebensmutes,
die Türen der Seele.

Türen schlage ich zu,
weil ich mich ärgere,
weil ich wütend bin,
weil ich meine Macht demonstriere,
weil ich einen Menschen abweise.

Wenn ich Türen zuschlage,
dann bleibt jemand draußen stehen,
dann wird ein Gespräch unmöglich,
dann verstehen wir uns nicht,
dann schotte ich mich ab,
dann will ich meine Ruhe haben,
dann geht eine Beziehung in die Brüche,
dann werden neue Möglichkeiten abgewürgt.“

So begann der Gottesdienst in der großen Pilgerkirche, den in diesem Jahr die Schülerinnen der Jahrgangsstufe 12 mit Frau Seibel vorbereitet hatten. Eindrucksvoll konsequent setzten sie sich mit dem Symbol der Tür auseinander. Im Evangelium (Mk 13,33-37) ging es um das Hüten der Türe, das Christus uns Menschen aufträgt, um nicht im Schlaf von der Heimkehr des Herrn überrascht zu werden. Das Evangelium, das von einer multimedialen Präsentation kommentiert wurde, war dann auch die theologischen Schnittstelle dieses Gottesdienstes. Während bis dahin die geschlossenen Türen dominierten und diese Thematik ins Bewusstsein rief, wie oft wir abweisend handeln und leben, war der mit dem Evangelium und der Präsentation beginnende Teil von der Öffnung unserer Herzen und Türen bestimmt. Der Text zur Präsentation schilderte die Geschichte einer Tür durch viele Jahrhunderte hindurch bis in unsere Zeit. Während sie am Anfang noch geschlossen gezeigt wurde, war sie am Ende weit geöffnet.

Im eucharistischen Hochgebet ist diese Öffnung ohnehin fester Bestandteil, so wenn es heißt: “Herr, ich bin nicht würdig, dass Du eingehst unter mein Dach (dafür muss die Türe des Herzens offen sein), aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund!” Diese unverzagte Gewissheit auf Heilung in der Eucharistie wurde nach dem Empfang der Kommunion noch einmal in einem sehr nachdrücklich wirkenden Gebet formuliert:

Sie sind lange verschlossen, die Türen des Advents;
es dauert, bis sie in uns aufgehen,
und wir durch sie zu größerer Tiefe und Weite gelangen.

Nicht mit Gewalt, sondern nur mit Geduld lassen sie sich öffnen,
die Türen des Advents,
damit wir durch sie mehr inneren Freiraum gewinnen.

Manchmal tun sie sich unvermutet auf,
ungeplant und ungeahnt, die Türen des Advent,
um uns zu zeigen, wie nahe uns Gott im Alltag ist.

Wir können sie einander öffnen, die Türen des Advent,
indem wir im Herzen auf IHN warten, aneinander denken
und füreinander beten.

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes lag bei den 12ern und dem Schulchor unter der Leitung von Frau Blatt, die von Frau Wüst und Elisabetha Hahn mit ihren Querflöten unterstützt wurde.
Am Ende wünschte Sr. Elvira für die gesamte Schulleitung allen Schülerinnen frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr 2010.

Im Anschluss an den Gottesdienst verkaufte die Burundi-AG Lose für den Weihnachtsmarktstand am Dienstag, dem 22.12. auf dem Münzplatz in Koblenz und die 9c überraschte auf Anregung von Sr. Theodore die Schulgemeinschaft auf dem Schulhof mit einem Fensterkonzert von 32 Sängerinnen und 2 Trompeten. Neben klassischen Adventsliedern (“Macht hoch die Tür”) gab es da auch moderne Lieder zu hören. Dass niemand so recht auf dem Schulhof lange verweilen wollte, war dann wohl auch eher den Außentemperaturen als dem Gesang zuzuschreiben und wohl auch dem Umstand, dass in allen Klassenräumen neben Wärme auch zahlreiche Leckereien und Wichtelgeschenke warteten.

 



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