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Die AG „Probieren, Experimentieren, Messen“ im Schuljahr 2008/2009 · 5.10.09

Im zweiten Halbjahr standen das Bauen und Experimentieren an einfachen Fluggeräten und eine kleine Einführung in die Welt der Astronomie im Mittelpunkt unserer von vierzig motivierten Schülerinnen besuchten AG. Zunächst wurden aus Mülltüten Fallschirme gebastelt, die im Praxistest ein oder auch mehrere Playmobil-Männchen sicher im Bachtreppenhaus zu Boden gleiten ließen. Der Selbstbau von Heißluftballons aus Seidenpapier war unsere aufwendigste Bastelarbeit. Die Mühe lohnte sich, denn alle Ballons bewährten sich sowohl bei den Probeflügen im Bachtreppenhaus als auch bei den viel beachteten Flugversuchen auf dem unteren Schulhof. Weiter beschäftigten wir uns mit dem Raketenprinzip, dem dynamischen Auftrieb an Flugzeugtragflächen und dem Propellerantrieb. Das Basteln von Papierfliegern mit den obligatorischen Flugwettbewerben auf dem Physikflur hat nicht nur den Schülerinnen viel Freude bereitet. Bei der sich anschließenden Untersuchung des Hubschrauberprinzips boten die selbst gebastelten Luftschrauben bei ersten Tests im Physiksaal und auch bei den Probeflügen im oft von uns belagerten Treppenhaus am Bacheingang ein tolles Bild.
Im zweiten Teil der AG, der Einführung in die Astronomie, beschäftigten wir uns zunächst grob mit dem Aufbau des Weltalls, um dann intensiv unser Sonnensystem zu erkunden. Dabei wurden zunächst mit Hilfe der Gärtner-Konstruktion Ellipsen gezeichnet. Dass sich Planeten auf ihrer Ellipsenbahn im sonnennächsten Punkt am schnellsten bewegen konnten die Schülerinnen beim beliebten Drehschemelversuch leicht verstehen. Die Eigenschaften der Planeten unseres Sonnensystems lernten unsere AG-Teilnehmerinnen anhand von Filmmaterial und bei Internetrecherchen kennen. Natürlich gehört zur Auseinandersetzung mit Astronomie das Kennenlernen von Sternbildern. Hier wurden nicht nur eigene Sternkarten gezeichnet, sondern auch eine drehbare Sternkarte gebastelt, die eine wichtige Grundlage zur Erkundung des nächtlichen Sternenhimmels darstellt. Das „Highlight“ zum Abschluss unserer gemeinsamen AG-Zeit war der schon Tradition gewordene Besuch der privaten Sternwarte in Sessenbach. Zu sehr später Stunde zeigte Herr Völkel, der Inhaber der Sternwarte, den interessierten Schülerinnen, Eltern und Lehrern seine großen Spiegelteleskope und ermöglichte, einige Himmelsobjekte an seinen größtenteils in Eigenregie gebauten Geräten real zu beobachten. In dem erst vor wenigen Jahren erbauten kuppelförmigen Planetariumsgebäude führte Herr Völkel schließlich mit Hilfe eines speziellen Projektors den naturgetreuen Nachthimmel mit Hunderten von Sternen, den Planeten unseres Sonnensystems und der Milchstraße vor.

Diese AG war, nicht zuletzt durch die engagierte Mitarbeit von Frau Denzer, Frau Schüler und Herrn Rath, ein wichtiger und nachhaltiger Beitrag zur Förderung des Interesses unserer Schülerinnen an den Naturwissenschaften. (W. Claessen)

 



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