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Kioskfahrt 2009 – „Bigfood“ goes Stockholm · 5.10.09

Nach 2 Jahren harter Arbeit im Schulkiosk „Bigfood“ beschlossen wir, neun 13er mit unseren „Chefs“ Frau Becker und Frau Wedekind, dass es dringend Zeit für eine Belohnung all unserer Mühen war.
Und die gönnten wir uns dann auch: Am 17. 09. 09 setzten wir uns in den Flieger nach Stockholm, um dort ein schönes verlängertes Wochenende, finanziert von unseren Einnahmen, zu genießen.
Vorher mussten wir allerdings noch eine große Hürde überwinden: die Sicherheitsschranken des Flughafens Köln/Bonn. Aufgrund unserer „gefährlichen“ Ausstrahlung hielt man uns wohl für potenzielle Terroristen, sodass sich eine Schülerin fast komplett ausziehen musste, bis sie durchgelassen wurde. ;) Außerdem wollte ein Sicherheitsbeamter die geschätzten 6 Kilogramm Süßigkeiten aus dem Rucksack einer Schülerin beschlagnahmen und unter seinen Kollegen aufteilen. Zum Glück konnten wir das gerade noch verhindern und retteten uns in die Duty-Free-Shops am Flughafen.
Als wir um ca. 20 Uhr in Stockholm landeten, war es schon dunkel und wir relativ müde. 40 Minuten Busfahrt und einen „kurzen“ Fußweg später erreichten wir unser Pensionat „Oden“. Zu unserer großen Freude hatten wir kostenlosen Internetanschluss, sodass niemand grausame 4 Tage ohne Facebook, Wer-kennt-wen und Co verbringen musste. ;) Den Tag beendeten einige mit einem kurzen Abstecher zum nahegelegenen Supermarkt, andere mit einer ersten Begegnung mit den extrem weichen Betten (inklusive etwas eigendynamischem Lattenrost…;).
Den nächsten Morgen begannen wir mit schwedischem Frühstück: Smörrebröd, Müsli, Apfelsinensaft und abgepackte Brötchen. Mehr oder weniger gestärkt verließen wir dann topmotiviert das Hotel, um die Stadt unter Leitung von Frau Becker und Frau Wedekind zunächst zu Fuß zu erkunden. Wir hatten großes Glück, denn das Wetter war gar nicht nordisch-kalt, wie es manche von uns befürchtet und in ihrem Wahn die komplette Wintergarnitur eingepackt hatten, sondern schön sonnig und trocken.
Nach einer Mittagspause, die wir mit Essen, Shopping und dem Besuch der Markthallen füllten, trafen wir uns am Hafen, um einen Schiffsausflug zu den Schären-Inseln zu machen. Von denen waren wir denn auch alle begeistert, da sie mit ihren Holzhäuschen und Segelbooten das perfekte Schweden-Feeling vermittelten.

Abends machten wir uns auf den Weg, um das Stockholmer Nachtleben zu erkunden. Eine Schülerin war sich totsicher, sich noch vom letzten Jahr an eine bestimmte Disco zu erinnern. Bei näherer Betrachtung stellte die sich aber leider als Hip-Hop-Tanzschule heraus. Doch dieser Rückschlag konnte unsere gute Laune nicht trüben; voll Tatendrang befragten wir einige Passanten, die uns nur befremdet anguckten, als wir sie nach einer Disco fragten.
Schließlich verschoben wir die Party-Nacht auf den nächsten Abend und machten es uns in einer schicken Cocktailbar gemütlich.
Der nächste Morgen begann wieder mit einem „ausgewogenen“ Müsli-Frühstück und einer anschließenden Stadtrundfahrt mit einem Hop-On-Hop-Off-Bus. Da wir keine Lust auf ständiges „Hoppen“ hatten, blieben wir im Bus sitzen, erhielten einen Überblick über Stockholm und seine erstaunlich vielen Grünflächen, und wurden an allen 13 Hop-On-Hop-Off-Stationen immer wieder freundlich begrüßt und verabschiedet. Danach schauten wir uns die traditionelle feierliche Wachablösung vor dem Stockholmer Schloss an.

Schließlich erkundeten wir noch ein wenig die Altstadt mit ihren bunten, klein zusammengerückten Häusern.

Im Anschluss blieb wieder bis zum Abend Zeit zum Shoppen, Essen und Ausruhen im Hotel.
Für diese Nacht hatten wir uns bei einigen Mitbewohnern erkundigt und ließen uns zu DEM Partyviertel Stockholms lotsen, wo wir schließlich auch in eine Disco gelangten, für die man eigentlich auf der Gästeliste stehen oder ein schwedischer Promi sein musste. (Wie wir das geschafft haben, ist uns bis heute ein Rätsel ;) Dort erlebten wir einen lustigen und unvergesslichen Abend.
Am nächsten Morgen frühstückten wir daher auch erst um 10 Uhr und begaben uns dann zu unserem letzten Programmpunkt, dem Stockholmer Rathaus. Wegen der langen Warteschlange verzichteten wir auf den Aufstieg zum Turm und beschränkten uns darauf, das Rathaus von außen zu bewundern und am davor gelegenen Ufer die Sonne zu genießen. Anschließend drehten wir noch einmal eine kurze Runde in der Altstadt und gönnten uns noch Erinnerungs-T-Shirts.

Nachmittags war es dann schon Zeit, unser Gepäck im Pensionat abzuholen und mit dem Bus zum Flughafen zu fahren. Da unser Flug Verspätung hatte, verbrachten wir viel Zeit mit Ligretto-Spielen auf dem Boden und Duty-Free-Shopping. Schließlich verließen wir Schweden mit einem „Heydo Stockholm!“, stiegen in den Flieger und landeten gegen 20 Uhr wieder in Köln/Bonn.
Alles in allem war es eine wirklich schöne, sonnige Zeit in Schweden, die wir wohl so schnell nicht vergessen werden. Wir danken Frau Becker und Frau Wedekind für ihre lockere Art, ohne die es bestimmt nicht so spaßig gewesen wäre. Außerdem können wir die zukünftigen Kiosk-Mitarbeiterinnen, die sich mit dem Verkauf von Brötchen „quälen“ nur ermutigen: Es lohnt sich! (Milena Merten, MSS 13)

 



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