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Elfer-Integrationstage - Startpunkt in die MSS · 8.09.09
Diesem Tag sahen wir wohl alle mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen: dem ersten Schultag in der Oberstufe. Nach sechs entspannenden Wochen ging es am 24. August für uns 58 Schülerinnen der neuen MSS 11 los und gespannt verfolgten wir, wie viele neue Schülerinnen zu uns stoßen würden, mit welchen bekannten Gesichtern man gemeinsam in einen Stammkurs kommen würde und was uns die Oberstufe in den folgenden Tagen wohl für erste Überraschungen bereiten würde. Nachdem wir in unseren Stammkursen unsere Stundenpläne erhalten hatten und uns mit den neuen Stammkursleiterinnen Frau Göller, Frau Voegeler und Frau Normann-Bühler vertraut gemacht hatten, ging der erste Schultag schnell vorbei. Am nächsten Tag sollten die zwei sogenannten Integrationstage der MSS 11, dieses Jahr erstmalig mit Übernachtung, im Jugendzentrum Marienberg in Vallendar, beginnen. Nach einem Gottesdienst gingen wir gemeinsam den circa zwanzig Minuten langen Fußweg zum Jugendzentrum und dort angekommen, wurden wir in unsere Zimmer verteilt und bekamen bunte Namensschilder in verschiedenen Formen. Was es mit diesen auf sich hatte, sollten wir wenig später erfahren. Nach dem Beziehen der Zimmer gab es ein leckeres Frühstück, welches von uns Schülerinnen selbst mitgebracht wurde. Und hier kamen die Namensschilder zum Einsatz: Damit wir während dieser zwei Tage mit möglichst vielen Schülerinnen, die uns bis dato noch unbekannt waren, Bekanntschaft schließen konnten, sollten wir uns zuerst nach den Farben unserer Schilder an die Tische setzen. So gab es ein sehr lustiges Frühstück und wir erfuhren einiges über die neuen Mädchen. Nach dem Frühstück begaben wir uns in den großen Versammlungsraum und spielten ein “Kennenlern-Spiel”, bei dem wir uns, trotz Warnung der Schulleitung vor der hohen Ansteckungsgefahr der Schweinegrippe, mit möglichst vielen Mädchen auf einen Stuhl stellen mussten. Nach dieser ersten Aufwärmübung begaben wir uns in verschiedene Workshops von jeweils circa zehn bis vierzehn Mädchen. Zur Auswahl standen die Workshops: Titanic, Lebensfragen, Vertrauensspaziergang, Erlebnisparcours und Enneagramme. Jede von uns konnte sich in zwei Workshops eintragen, die jeweils ungefähr eine dreiviertel Stunde dauerten. Danach hatten wir eine kurze Pause, bevor es mit dem größten Thema des Tages weiterging: Frau Rüll, Rechtsanwältin und Mediatorin, besuchte uns und die nächsten vier Stunden erlernten wir, wie wir mit Hilfe unseres sogenannten “Inneren Teams” Probleme lösen können. Leider ließ in der letzten Stunde die Konzentration bei uns Schülerinnen arg nach, so dass die Lösungsvorschläge zumeist nur noch von Frau Rüll gehört wurden. Um achtzehn Uhr gab es dann eine kleine Pause und bald darauf auch schon das hungrig ersehnte Abendessen, bei dem wir uns diesmal nach den Formen unserer Namenschilder setzen mussten. Aufgrund unseres zugegeben sehr straffen Zeitplans hatten wir kaum Zeit, bevor es bereits mit dem Spielabend weiterging. Einige Schülerinnen hatten Gesellschaftsspiele mitgebracht, die nun ausgepackt und im großen Raum mit viel Freude gebraucht wurden, wobei sich einige Schülerinnen an das im Raum stehende Klavier setzten und sangen, während andere nach einer Partie “Halli Galli” oder “Therapie” gemeinsam im Flur saßen und zu später Stunde noch die ein oder andere Packung Chips aßen und eine große Portion Wackelpudding verspeisten. Wenig später lagen aber auch die letzten in ihren Betten und bald war es ruhig im Haus.
Am nächsten Morgen gab es gegen acht Uhr Frühstück und die morgendliche Tischregel lautete: an jedem Tisch von jeder Namensschildform nur ein Exemplar. Es dauerte einige Minuten, bis jede von uns an einem Tisch saß. Danach stand für uns “Arbeiten auf Stammkursebene” auf dem Programm und wir begaben uns in verschiedene Räumlichkeiten, in denen wir die nächste Stunde gemeinsam verbringen sollten. Jede von uns bekam genau so viele rote Blättchen, wie sie Mitschülerinnen in ihrem Stammkurs hat und sollte für jede von diesen etwas Nettes auf ein Blatt schreiben und es der Betreffenden geben. Dies wiederum stellte insofern eine kleine Herausforderung an uns dar, da wir neue Mitschülerinnen in den Kursen hatten. Hier kam uns zugute, dass wir über den letzten vergangenen Tag bereits einiges über die neuen Schülerinnen erfahren konnten und so wurden fleißig nette Nachrichten geschrieben. Nachdem alle ihre Blätter beschrieben und ebenfalls die an sie adressierten Blätter erhalten hatten, umwickelten wir einen kleinen Stock mit grünem Krepppapier und banden dann mit Schnur die roten Blätter so an den Stock, dass sie die Form einer Rose erhielten. Jede von uns 58 neuen MSS Schülerinnen hat nun eine Rose daheim, auf der lauter nette Botschaften stehen, die uns auf dem Weg zum Abitur stärken sollen. Kurz wurde aufgeräumt, dann begaben wir uns wieder in die große Runde und stellten in Rekordzeit einen kleinen Gottesdienst zusammen, der unsere Integrationstage abschließen sollte. Zwar wurde er ohne Priester gefeiert, dennoch wurde es eine schöne Runde mit fröhlichem Gesang und vielen freundlichen Worten seitens unserer Stammkursleiterinnen.
Zum Abschluss setzten wir uns alle gemeinsam auf die Stufen vor dem Jugendcenter, genossen die Sonne, machten einige Fotos und aßen den Kuchen, den einige fleißige Schülerinnen gebacken hatten. Vielen Dank dafür, er war sehr lecker ;-) Danach wurden bereits die Ersten abgeholt und innerhalb von wenigen Minuten zerstreute sich nun die gesamte Truppe. Als Fazit lässt sich sicherlich sagen, dass die Integrationstage viel Lustiges und Sinnvolles enthalten und uns den neuen oder nur vage bekannten Mitschülerinnen näher gebracht haben. Wir danken den Lehrerinnen Frau Voegeler, Frau Göller und Frau Normann-Bühler für ihre Zeit und ihr fröhliches Gemüt angesichts von 58 aufgeregten neuen MSS 11 Schülerinnen. (Tahnee Koch, MSS 11)
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