Spanienaustausch mit Madrid vom 5. bis 12. Juni 2009 · 21.07.09
Unsere Reise nach Spanien begann an einem Freitagnachmittag am Flughafen Frankfurt Hahn. Unsere Reisegruppe bestand aus 7 Mädchen aus der Klasse 10d und Frau Karczewski.
Nachdem wir alle glücklich und etwas nervös in Madrid gelandet waren, wurden wir sofort von einer kleinen ebenso aufgeregten Gruppe von Spaniern, unseren Gastfamilien, sehr herzlich begrüßt.
Nach einem freundlichen Empfang in den Familien, verbrachten wir jede für sich unser eigenes individuelles Wochenende mit der Familie.
Am Montag fanden wir uns alle in der Schule „Maria Tabor“ wieder, in der wir mit dem Schuldirektor und unserer Austauschklasse ein kleines Willkommensfrühstück erhielten. Auf dem Schulhof wurden wir von allen Schülern mit Fragen überhäuft, die alle etwas von uns wissen wollten oder uns einfach mal hallo sagen wollten. So wurde Schule nie langweilig, da wir ständig beansprucht waren. Eine Besonderheit an der Schule, die wir doch etwas merkwürdig fanden, waren die Fenster, von wo man vom Flur aus in die Klassenzimmer schauen konnte. Nicht selten kamen wir uns vor wie im Zoo!
Da es an diesem Nachmittag regnete, mussten wir unseren Ausflug zur “Casa de Campo” ausfallen lassen. Stattdessen fuhren wir mit der Metro zur Puerta del Sol, wo sich das riesige Einkaufzentrum “El Corte Ingles” befindet. Dort verbrachten wir dann den restlichen Nachmittag mit shoppen, bevor wir wieder in die Familien zurückkehrten.
Am nächsten Morgen begleiteten wir unsere Austauschschüler wieder in die Schule, in der wir dann gleich wieder mit Begrüßungen und Fragen überrannt wurden. Wir nahmen erfolgreich am Kunstunterricht teil und auch beim kleinen Fußballspiel waren dann unsere sportlichen Fähigkeiten mal gefragt.
Nachmittags besichtigten wir den “Palacio Real”, der mitten in Madrid steht und da wir diesen Palast von außen so wunderschön fanden, haben wir uns auch noch das Innere angesehen. Der Kathedrale statteten wir natürlich auch einen Besuch ab, bevor wir mit einem Touristenhochbus eine Rundfahrt machten, um uns Madrid von allen Seiten anschauen zu können.
Für Mittwoch war unser Ganztagsausflug nach Toledo, einer alten Stadt, geplant. Doch vorher gingen wir noch einmal in die Schule, um uns von all den netten Menschen zu verabschieden und um an einer Messe teilzunehmen, die dort stattfand.
Toledo, eine sehr hügelige Stadt, wie uns allen auffiel, ist auf einem Berg gebaut. Wir liefen an diesem Tag etliche Kilometer, um uns die ganze Stadt anzuschauen. Doch diese Stadt begeisterte uns alle. Denn da am Donnerstag Fronleichnam war und dies dort groß gefeiert wird, war die ganze Stadt geschmückt. Durch die vielen Blumen, Banner, Kerzen und Fahnen, die die alten Gemäuer von Toledo zierten, kamen wir uns ein wenig vor wie im Mittelalter.
Wir gingen ein wenig bummeln, besuchten das Museum von „El Greco“, einem berühmten spanischen Maler und aßen „Chocolate con Churros”.
Glück für uns war, dass die riesige Fronleichnamsprozession am gleichen Tag stattfand und wir so die Gelegenheit hatten, die Besonderheit dieser Feier – 3 Meter große Holzmenschen – anzuschauen, die durch die Straßen tanzten und vom Publikum bejubelt wurden. Das Ganze erinnerte an Karneval bei uns. Damit ging dann auch dieser Tag zu Ende.
Donnerstagvormittag verbrachten wir noch einmal in unseren Familien. Die zweite Hälfte des Tages besuchten wir gemeinsam mit unseren spanischen Mädchen den sehr weiträumigen Park „Parque del Retiro“ in Madrid. Wir gingen zusammen spazieren und fuhren Bötchen auf einem See. Es war lustig, da wir selber rudern mussten und das dann schon mal Chaos gab.
Später abends dann, gingen wir im „Starbucks“ was trinken und noch später gingen wir zur “Plaza Santa Ana”. Müde aber glücklich wurden wir nachts von unseren Familien abgeholt.
Freitag war der Tag des Abschiedes, was uns alle etwas traurig machte. Wir verabschiedeten uns mehrmals von unseren Spaniern und flogen zurück nach Deutschland.
Alles in allem war die Reise ein toller Erfolg. Wir haben viel dazugelernt, neue Kontakte geknüpft und freuen uns jetzt schon auf den Gegenaustausch, wo wir uns dann alle wieder treffen werden. (Charlotte Rat, 10d)